Die 1872 gegründete allgemeine Warenbörse wurde im Jahre 1876 mit der Wiener Börse vereinigt. Seit dieser Zeit hat die Wiener Börse zwei Abteilungen, nämlich die Wertpapierbörse und die Warenbörse. Wien war allerdings nie ein bedeutender Warenbörseplatz. Lediglich in den Jahren 1921 bis 1924 wurden in großer Anzahl Warenbörsegeschäfte abgeschlossen. Die Wiener Warenbörse spielt für die Wirtschaft heute vor allem aufgrund der für Warenbörsen typischen Hilfseinrichtungen, wie der Ausarbeitung von Usancen, der Durchführung von Expertisen und Musterziehungen sowie der Einrichtung des Schiedsgerichtes eine Rolle.

Neue Bedeutung erlangte die Warenbörse durch den mit 21.03.2002 eingeführten Handel mit elektrischer Energie sowie durch den mit 11.12.2009 eingeführten Handel mit Gas-Kontrakten.

Energy Exchange Austria (EXAA)

Die Wiener Börse AG hat die EXAA Abwicklungsstelle für Energieprodukte AG (kurz EXAA) damit beauftragt, ein automatisches Handelssystem für den Handel mit Energieprodukten an der Wiener Börse als allgemeine Warenbörse zur Verfügung zu stellen und zu betreiben sowie als Abwicklungsstelle gemäß § 26 Abs. 3 Börsegesetz für die Abwicklung der im Handel mit Energieprodukten abgeschlossenen Börsegeschäfte tätig zu sein. Der Handel in elektrischen Energieprodukten erfolgt ausschließlich über das für von der EXAA eingerichtete automatisierte Handels- und Abwicklungssystem smart.XTRADE gemäß den dafür geltenden speziellen allgemeinen Geschäftsbedingungen (Sonderbedingungen) für die Wiener Börse als Warenbörse.

Aktionäre der EXAA sind neben der Wiener Börse AG, die Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft, die smart technologies Management-Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die APCS Power Clearing and Settlement AG und acht Energieversorgungsunternehmen.

Mehr Informationen über den Handel mit elektrischer Energie finden Sie unter www.exaa.at.