Mit 1. November 2007 wurde die EU-Richtlinie über Märkte und Finanzinstrumente (Markets in Financial Instruments Directive – MiFID) in österreichisches Recht umgesetzt. Die MiFID legt einheitliche Regeln für Wertpapierdienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum fest. Wesentliche Ziele der MiFID sind die Erhöhung der Markttransparenz, die Stärkung des Wettbewerbs unter Anbietern von Finanzdienstleistungen und damit die Verbesserung des Anlegerschutzes.

Die Richtlinie hat für eine stärkere Integration auf den EU-Finanzmärkten gesorgt. Der rapide technologische Fortschritt, die Komplexität und der Wandel der Finanzmärkte sowie die Erfahrungen während der Finanzkrise gaben jedoch Anlass für eine umfassende Überprüfung. Diese führte zum Erlass der MiFID II im Jahr 2014. Neben einer effizienteren und widerstandsfähigeren Gestaltung der Marktstrukturen und einer Erhöhung der Transparenz wird auch der Anlegerschutz weiter verbessert. Die neue Richtlinie muss bis Juli 2016 von den Mitgliedstaaten umgesetzt und ab Jänner 2017 angewendet werden, wobei derzeit eine Erstreckung der Frist bis Anfang 2018 im Raum steht.