Erträge

Mit einer Anleihe haben Anleger zwei Arten von Renditequellen: die Zinszahlungen in Form von laufenden Kuponauszahlungen sowie die Kursschwankungen. Generell steht jedoch die Verzinsung der Anleihe im Vordergrund, da sie den Großteil der Rendite ausmacht. Üblicherweise wird die Rendite jährlich im Nachhinein ausbezahlt („Jahreskupons”), es gibt aber auch Anleihen mit Halb- oder Vierteljahreskupons.

Risiken

Je nach Ausgestaltungsform weisen Anleihen verschiedene Risiken auf. Da Anleihen in der Regel eine fixe Verzinsung aufweisen, welche zumeist den größten Teil der Rendite repräsentiert, gelten sie im Vergleich zu Beteiligungswertpapieren generell als sicherer.

Folgende Risiken können bei Anleihen unterschieden werden:

  • Kursrisiko (= Risiko von Zinsänderungen)
  • Kreditrisiko des Emittenten
  • Währungsrisiko (nur bei Fremdwährungsanleihen)
  • Liquiditätsrisiko
  • Kündigungsrisiko

Kursrisiko (= Risiko von Zinsänderungen)

Das Risiko von Kursverlusten, aber auch die Chance auf Kursgewinne, entstehen durch Änderungen des Marktzinsniveaus. Steigt das Marktzinsniveau fallen die Kurse von alten (d. h. schon begebenen) Anleihen; bei sinkendem Marktzinsniveau steigen die Kurse von alten Anleihen. Alle Anleihen weisen Kursschwankungen auf. Da die Tilgung aber zum Nennwert erfolgt sind diese für Anleger, die die Anleihe bis zur Endfälligkeit halten, ohne weitere Bedeutung.

Auswirkungen einer Marktzinsveränderung auf den Anleihenkurs

Marktzinsniveau und Anleihenkurs

Kreditrisiko des Emittenten

Unter dem Kreditrisiko wird die Gefahr verstanden, dass ein Emittent das ihm zur Verfügung gestellte Kapital (z. B. in Form ausgegebener Anleihen) nur teilweise oder gar nicht zurückzahlen kann. Das Kreditrisiko (auch Bonitätsrisiko genannt) spiegelt die Qualität oder Bonität eines Schuldners wider.

Generell gilt: Je besser die Bonität eines Emittenten, desto sicherer ist die Anleihe und desto geringer die Ausfallswahrscheinlichkeit. Emittenten mit erhöhter Ausfallswahrscheinlichkeit müssen für neue Anleihen einen höheren Zinssatz (eine Risikoprämie) bieten, damit sie für ihre Anleihen Investoren finden. Die Bonität wird durch ein sogenanntes Rating festgestellt, das durch Ratingagenturen vergeben wird.

Währungsrisiko

Bei Anleihen, die in einer fremden Währung denominiert sind (z. B. US-Dollar oder Schweizer Franken Anleihen) können durch die Kursschwankungen der Fremdwährung gegenüber dem Euro Risiken oder Chancen entstehen. Besitzt man eine US-Dollar-Anleihe, deren Zinsen in US-Dollar ausgezahlt werden, dann kann ein Rückgang des Dollars die Zinsgutschrift in Euro reduzieren. Auch bei der Rückzahlung der Anleihe kann ein Verlust entstehen, wenn der Dollar-Kurs zum Zeitpunkt der Rückzahlung niedriger steht als beim Erwerb der Anleihe (da man weniger Euro für denselben Betrag an Dollar bekommt). Anderenfalls können aber auch Währungsgewinne entstehen.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass man seine Anleihe nicht an andere Investoren verkaufen kann, wenn man vor Ende der Laufzeit Geld benötigt. Um das Liquiditätsrisiko zu minimieren, empfiehlt es sich, breits platzierte Anleihen mit einem hohen Emissionsvolumen zu erwerben.

Kündigungsrisiko

Zur Minderung des Risikos dauerhafter hoher Zinszahlungen räumen sich viele Emittenten eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit in den Anleihebedingungen ein. Gekündigte Beträge können eventuell nur mehr zu einem dann vorherrschenden, niedrigeren Zinssatz wieder veranlagt werden.

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