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Aktuelle Marktanalyse: Sektor-Swings und Politik bestimmten den Oktober an den Börsen

Wolfgang Matejka, CEFA

Die tragenden Sektoren im laufenden Jahr waren, wie auch im letzten Jahr, Banken und Unternehmen, die direkt oder indirekt mit der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz ihr Geschäftsmodell betreiben. Banken erfreuten sich an positiv geneigten Zinskurven, Konjunkturentwicklungen und freundlichen Kontrollorganen. K.I. relevante Branchen wurden durch die enormen Investitionen der diesbezüglichen Kernunternehmen in eine Investmenteuphorie mitgerissen. Es schien, als ob dem Investment in die Errichtung künstlicher Intelligenz keine Grenzen gesetzt wären. Zweifel bezüglich Energie-, Wasser- und Speicherbedarf wurden mit Geld weg argumentiert. Profitabilität aus diesem Geschäftsmodell wurde an die hintere Präferenz-Position gereiht, zuerst will man seine Investitionen fertig machen. Dass China ebenso auf diesen Zug aufgesprungen ist und den USA, als führende K.I.-Nation, bereits kräftig Konkurrenz macht, regte nur an, die US-Unternehmen aufgrund von Sicherheitsbedenken stärker zu schützen. Die Märkte begannen an den Prämissen zu zweifeln und hinterfragten Refinanzierung und Wachstum stärker, die ersten Korrekturen zeigten sich. Ebenso liefen die Banken nicht mehr so rund, nachdem sich die Zinskurven aufgrund geopolitischer Unsicherheiten zu verflachen begannen.

Am globalen Konjunkturwachstum änderte sich aber vorerst wenig. Die USA wachsen dank K.I., China hat mit Immobilien nach wie vor Probleme, bindet sich aber mehr als Partner an Europa und Asien, und Europa zeigt aufgrund hoher Finanzierungstöpfe beginnendes Wachstum. Wenn nur die Inflation nicht wäre, und die ist inzwischen relativ stabil aufgrund des nach wie vor schwelenden Iran- und Ukraine Krieges. Die Notenbanken sind daher erneut gefordert, sensibel und mit erträglichen Maßnahmen die Konjunktur und die Inflation gegeneinander positiv zu balancieren. Nicht einfach.

So werden wohl auch gegen Ende des Jahres die Politik und die Sektorengewichtung die größten Rollen an den Märkten spielen. Die USA haben ihre Midterm-Wahlen, danach wird die US-Staatsverschuldung samt Budget die Aufmerksamkeit dominieren, der Iran bleibt im Fokus von Inflation und Rohstoffen, Währungen laufen stärker gegeneinander und Europa wird weiter versuchen, das Ukraine Problem zu lösen, selbst wenn die USA offensichtlich daran nicht dringend interessiert sind. Die Börsen sollten sich daher erneut den Lösungsvarianten bei Sektoren, Einzeltiteln und Geschäftsmodellen widmen. Es sollte eine Periode sein, in der aktive Manager wieder ein wenig mehr Aufmerksamkeit gegenüber passiv getragenen Investments finden dürften. 

Autor:
Wolfgang Matejka, CEFA
Geschäftsführender Gesellschafter der Matejka & Partner Asset Management GmbH
2. November 2026

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Hinweis

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