Wiener Börse News

In den News: Aus für Marinomed, Frequentis mit ESG-Erfolg, Analysten zur Porr-Aktie, BKS startet Event-Reihe

Marinomed wurde geschlossen: Die Insolvenzverwalterin Ulla Reisch hat im Rahmen der gerichtlichen Tagsatzung am 24. September 2026 den Antrag auf Schließung gestellt. Der Fortbetrieb des Unternehmens konnte nicht sichergestellt werden, weil der laufende Betrieb nicht die notwendigen positiven Ergebnisse gebracht hat, ein geplanter Verkauf von Lizenzrechten nicht zeitgerecht abgeschlossen werden konnte und die Gespräche mit möglichen Investoren bisher erfolglos waren, so die Begründung. Die Insolvenzverwalterin wird nunmehr einen Verkauf der Vermögenswerte der Gesellschaft einleiten. Die Gesellschaft wird über die weiteren rechtlichen und operativen Schritte informieren, sobald hierzu belastbare Informationen vorliegen, wie es in einer Meldung heißt. Marinomed wurde im Jahr 2006 als Spin-off der Veterinärmedizinischen Universität Wien gegründet. Im Februar 2019 erfolgte der Börsengang an der Wiener Börse zu 75,0 Euro je Aktie. Der Handel im Wertpapier wird laut einer Börse-Mitteilung bis auf weiteres ausgesetzt.

Frequentis hat im laufenden Jahr drei wichtige ESG-Meilensteine erreicht. Und zwar die Verbesserung des EcoVadis-Nachhaltigkeitsratings von Bronze auf Silber, die offizielle EMAS-Registrierung für den Firmensitz in Wien sowie eine Auszeichnung mit dem staatlichen Gütezeichen für familienfreundliche Arbeitsbedingungen. „Diese wichtigen Erfolge zeigen, dass Nachhaltigkeit bei Frequentis weit über Umweltaspekte hinausgeht. Sie ist in der Art und Weise verankert, wie wir unsere Geschäftstätigkeit führen, mit Lieferanten zusammenarbeiten und unsere Mitarbeiter:innen unterstützen“, sagt Monika Haselbacher, Chief Operating Officer bei Frequentis.

Porr hat wie berichtet eine tief nachrangige, unbefristete Hybrid-Wandelschuldverschreibung über 150 Mio. Euro mit einem Kupon von 2,75 Prozent platziert. Die Aktie ist daraufhin deutlich gefallen. In einer Kurzmitteilung erklären die Analysten von Raiffeisen Research: "Belastend für die Aktie ist vor allem die parallel durchgeführte Platzierung bestehender Porr-Aktien zu einem Referenz- und Platzierungspreis von 33,00 Euro, der rund 6 Prozent unter dem Vortagesschlusskurs lag und dem Markt damit unmittelbar ein niedrigeres Preisniveau vorgab. Die Aktienplatzierung ermöglicht Investor:innen der Wandelanleihe die Absicherung ihres Marktrisikos, führt kurzfristig jedoch zu einem technisch bedingten Angebotsüberhang. Dieser Platzierungsabschlag und der zusätzliche Verkaufsdruck erklären den Kursrückgang weitgehend. Die Transaktion stärkt den finanziellen Spielraum von Porr, ist aufgrund der möglichen Verwässerung und des kurzfristigen Verkaufsdrucks für bestehende Aktionär:innen zunächst jedoch negativ. An unserer fundamentalen Einschätzung ändert sich vorerst nichts."

Die BKS Bank startete ein neues Veranstaltungsformat. Bei den Strategy Talks soll aufgezeigt werden, wo trotz geopolitischer Unsicherheit internationale Wachstumschancen entstehen und wo Impulse fur neues Wachstum gesetzt werden können. Beim Auftakt in Graz sprachen Komplexitatsforscher Peter Klimek, Gudrun Hager von der Aussenwirtschaft Austria und KPMG-Expertin Karin Artner. BKS Bank-CEO Nikolaus Juhasz: „Geopolitische Unsicherheit ist keine vorubergehende Krise, sondern eine neue strategische Realitat. Osterreichs Unternehmen mussen ihre Abhangigkeiten kennen - vor allem aber erkennen, welche neuen Chancen aus den globalen Veranderungen entstehen. " Er ergänzt: „Wachstum entsteht nicht durch Abwarten. Osterreich muss Innovationen rascher in den Markt bringen und seine Kompetenzen in neue Anwendungen ubertragen“, resumierte Juhasz. „Denn klar ist: Die Welt ist voller Chancen.“ Die nächsten Strategy Talks finden am 28. September in Klagenfurt und am 5. Oktober in Wien statt.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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