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In den News: Andritz CMD, wienerberger, UBM

Andritz hat im Zuge des Capital Market Days neue Mittelfrist-Ziele für 2029 präsentiert. Die neuen Ziele sollen die zuletzt ausgegebenen Ziele für 2027 ersetzen. "Wir arbeiten aber dennoch weiter an der Erreichung der Ziele für 2027," betont CEO Joachim Schönbeck. "Wir gehen heute aber von einem stärkeren Wachstum als gestern aus, weil wir besser werden wollen," so Schönbeck. Insgesamt sieht er Andritz gut positioniert. "Andritz ist und bleibt relevant für die Industrie," so der CEO. Als Treiber sieht er vor allem den steigenden Energie-Bedarf, die Kreislaufwirtschaft und die Digitalisierung, zudem unterstütze die globale Ausrichtung sowie das diversifizierte Geschäftsmodell. Einen großen Stellenwert hat das Service-Geschäft, das bei 45 Prozent der Umsätze liegt und weiter wachsen soll, mittelfristig auf mehr als 50 Prozent. Dies soll auch über M&A-Transaktionen erfolgen. Größtes Aufwärtspotenzial für den Umsatzanteil im Servicebereich mittel- bis langfristig sind die Segmente Wasserkraft & Metals. In diesen Bereichen sollen auch die Margen am stärksten steigen. Laut Schönbeck habe sich im Metals-Bereich der europäischen Defense-Sektor mit einem guten Margen-Profil und einem Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionen Euro-Bereich hervorgetan. Der Andritz-CEO bezeichnet sich dabei als Lieferant von Investitionsgütern für Rüstungsunternehmen. Der Markt sei für Andritz neu und man müsse erst lernen, den Rüstungsmarkt zu verstehen, so Schönbeck. Man verfüge aber über ein breites Portfolio für Anwendungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Land-, Marine- und Energiespeicherung.
Im Bereich Hydropower profitiere Andritz von der soliden langfristigen Nachfragebasis für neue Wasserkraftinvestitionen, sowie auch der steigenden Nachfrage nach Pumpspeicherkraftwerken. Im Bereich der Energie wurde beim Capital Markets Day auch die wachsende Zahl an Rechenzentren erwähnt, die erhebliche zusätzliche zuverlässige Stromerzeugungskapazität benötigen. Zudem würde der Hydropower-Bereich auch über einen Modernisierungsbedarf, speziell in Afrika, Nordamerika, Lateinamerika und Asien verfügen. Insgesamt würden der steigende Strombedarf, die Integration erneuerbarer Energien und die Anforderungen an die Netzstabilität eine anhaltende Nachfrage nach neuen Wasserkraftwerken schaffen, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern und Andritz sei mit seinem kompletten elektromechanischen Portfolio, globalen Umsetzungskompetenzen und umfangreichen Referenzen bestens aufgestellt, davon zu profitieren, wie das Management betont.
Die Ziele 2029: Insgesamt will der Technologie-Konzern bis 2029 eine Steigerung des Umsatzes auf 10 Mrd. Euro sowie eine vergleichbare EBITA-Marge (ohne nicht-operative Positionen) von 10 Prozent erreichen. Der sprunghafte Anstieg zu einem neuen Rekord-Auftragsbestand von 12 Mrd. Euro würde für eine gute Umsatzvisibilität sorgen, so das Management. CFO Vanessa Hellwing gab auch einen kleinen Einblick in das 3. Quartal, der Auftragseingang im Q3 lag demnach bei ca. 2 Mrd. Euro. Der Ausblick auf das Gesamtjahr wird bestätigt (Umsatz: 8,0 bis 8,3 Mrd. Euro, EBITDA-Marge 8,7 bis 9,1 Prozent). Sie betonte auch, dass Andritz seine Investitionen, die M&A-Strategie sowie die progressive Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent fortführen werde. Dabei soll die Kapitalallokation ausgewogen und intern finanziert bleiben. Sie führte auch den Wertzuwachs für Aktionäre seit dem IPO vor 25 Jahren vor Augen. So konnte eine Gesamtrendite für Aktionäre von +6.600 Prozent aus der Aktienperformance sowie reinvestierter Dividenden erreicht werden.

wienerberger muss den Ausblick nach unten anpassen und geht nun von einem EBITDA für das Geschäftsjahr 2026 von 640 bis 650 Miio. Euro aus (davor: 700 Mio. Euro, zu Jahresbeginn lag die Prognose noch bei rund 760 Mio. Euro). Die Marktbedingungen seien anhaltend schwierig, insbesondere in Großbritannien und Nordamerika, so das Unternehmen. Die schwache Neubautätigkeit im Wohnbereich würde weiterhin die vergleichsweise stabileren Entwicklungen im Sanierungs- und Infrastrukturbereich überwiegen.. Ebenso hätten die verstärkten Vertriebsinitiativen und Optimierungsmaßnahmen die steigende Kosteninflation bis Ende August nicht vollständig abfedern können. Der Umsatz im dritten Quartal wird voraussichtlich bei rund 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro und das operative EBITDA bei rund 170 bis 180 Mio. Euro liegen, so das Unternehmen im Trading Stratement. Zum Vergleich: Im 2. Quartal lag der Umsatz bei 1,4 Mrd. Euro und das operative EBITDA bei 230 Mio. Euro. Die Kostenoptimierungsmaßnahmen sollen laut Q3 Trading Statement weiter beschleunigt werden, um die Profitabilität des Unternehmens zu stärken und den Verschuldungsgrad zu senken. Darüber hinaus führt der Interims-CEO Gerhard Hanke laut Trading Statement mit seinem Team eine strategische Überprüfung aller Geschäftsbereiche durch, um wienerberger optimal für die Zukunft aufzustellen, wie es heißt. Interims-CEO Gerhard Hanke: "Durch diese Maßnahmen stärken wir die Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter und stellen sicher, dass wir optimal aufgestellt sind, um von einer Erholung der Nachfrage zu profitieren.“ Laut den Experten von Raiffeisen Research dürften neben einer Verschärfung des Sparkurses auch strukturelle Maßnahmen bis hin zu möglichen Portfolioentscheidungen auf dem Prüfstand stehen. Weitere Details sollen mit den 9M-Zahlen am 12. November folgen.

Mit heutigem Tag (6.10.2026) beginnt die Barzeichnungsfrist des neuen 7% UBM Green Bond 2026-2031 (AT0000A3XJY7) mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Der Re-Offer Kurs wurde mit 99,50% festgelegt. Interessierte Anleger können den Green Bond bis voraussichtlich 23. Oktober 2026 zeichnen. Der UBM Green Bond 2026 wird in Österreich, Deutschland und Luxemburg im Rahmen eines öffentlichen, prospektpflichtigen Angebots und in weiteren Staaten im Rahmen einer Privatplatzierung zur Zeichnung angeboten. Geplanter Valutatag ist der 30. Oktober 2026. Die Notierung des UBM Green Bond 2026 zum Handel im Amtlichen Handel der Wiener Börse und dessen Einbeziehung in den Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse ist beabsichtigt. Neben dem Barzeichnungsangebot läuft noch parallel ein Angebot an die Inhaber der UBM-Anleihe 2023-2027 zum Umtausch dieser UBM-Anleihe in den neuen fünfjährigen UBM Green Bond 2026. Die Umtauschfrist läuft noch bis zum 16. Oktober 2026.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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