Erste Group Research-Chef Mostböck: "ATX trotz Kursrallye günstig" - KI bietet Chancen, keine Angst vor Euro-Schuldenkrise
Herr Friedrich Mostböck (Head of Group Research) im Gespräch mit Andreas Groß
Fritz Mostböck, Head of Research der Erste Group, sieht weiterhin Chancen an der Wiener Börse. Der ATX liegt rund 18% im Plus und hat viele Märkte übertroffen. Trotzdem bleiben österreichische Aktien günstig bewertet. Das KGV liegt bei etwa 11, für 2027 sogar bei 10. Dazu erwartet Mostböck 16% Gewinnwachstum und 4,5% Dividendenrendite. Auch die KI hält er für einen nachhaltigen Wachstumstreiber. "Wir meinen das nicht", entgegnet er den Warnungen vor einer KI-Blase. KI werde erhebliche Umsätze und Gewinne erwirtschaften. Allerdings warnt er vor unkontrollierten KI-Systemen. "Die KI darf sich nicht verselbstständigen." Europas Wirtschaft bleibt von solchen Risiken nicht verschont. Eine neue Euro-Schuldenkrise erwartet Mostböck dagegen nicht. Frankreichs Probleme gefährden nicht automatisch die gesamte Eurozone. "Also ich sehe das nicht", sagt er zur Finanzkrise 2.0. Auch der Wiederaufbau der Ukraine bietet Chancen für Österreichs Baukonzerne. Doch Mostböck bremst die Erwartungen: "Nur zuerst muss einmal ein Friede kommen."

