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News zu Post, Kontron

Für die Post bleiben die Zeiten herausfordernd. Das Brief-Geschäft reduziert sich weiter, und durch die neuen Paketabgaben verlangsamt sich das Wachstum im Paketgeschäft. Die Österreichische Post stemmte sich u.a. mit einem erweiterten Dienstleistungsportfolio (Bank ca. 300.000 Kunden, Telekom fünfstellige Kundenanzahl nach wenigen Monaten) sowie Zukäufen (zuletzt EUshipments.com, D Express) dagegen. Laut CEO Walter Oblin kann es künftig zu einem weiteren Ausbau der Dienstleistungen sowie auch zu weiterem anorganischen Wachstum kommen. Speziell ein Wachstum aus der Türkei heraus in angrenzende Regionen würde für die Post Sinn machen, wie der CEO bei der Pressekonferenz meint. Das erste Halbjahr hat die Post mit einem Wachstum beim Umsatz und einem Rückgang beim Ergebnis abgeschlossen. Der Ausblick wurde bestätigt. Konkret verbucht die Post im 1. Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1.544,0 Mio. Euro, was einem Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Vor allem die Division E-Commerce & Logistics, die von der anhaltenden Dynamik im Online-Handel sowie einer starken Marktposition in Österreich profitierte, war mit einem Umsatzplus in Höhe von 11,5 Prozent auf 910,9 Mio. Euro Wachstumstreiber. Das EBITDA der Gruppe ging im Halbjahresvergleich um 5,9 Prozent auf 187,7 Mio. Euro zurück, das EBIT um 22 Prozent auf 73,3 Mio. Euro. Begründet wird der Ergebnis-Rückgang seitens der Post insbesondere mit dem beschleunigten Rückgang im Briefgeschäft, der Transformation im Telekom-Bereich sowie der hohen Wettbewerbsintensität in den internationalen Märkten. Zusätzlich beeinflussten regulatorische Maßnahmen im türkischen E-Commerce-Markt die Mengenentwicklung von asiatischen Versendern. Das Periodenergebnis liegt mit 22,8 Mio. Euro um 66,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Laut Halbjahresbericht gab es Bewertungseffekte bei Aras Kargo, euShipments.com sowie Agile Actors. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin einen leichten Umsatzanstieg und ein operatives Ergebnis in der Bandbreite der letzten Jahre. Für das zweite Halbjahr wird von positiven Impulsen insbesondere aus Produkt- und Preisanpassungen sowie dem verstärkten Fokus auf E-Commerce-Fulfillment ausgegangen, heißt es im Ausblick. Seitens der Raiffeisen Research-Experten heißt es in einer Kurzmitteilung zu den Post-Zahlen: "Die Österreichische Post konnte die Erwartungen für das zweite Quartal größtenteils übertreffen, jedoch ist das Unternehmen erneut mit einem deutlichen operativen Gewinnrückgang konfrontiert. Der Ausblick wurde bestätigt."

Die Kontron-Vorstände Hannes Niederhauser und Clemens Billek haben Aktienkäufe gemeldet. CEO Niederhauser hat am Donnerstag 5000 Stück zu je 21,6 Euro erworben und CFO Billek 1000 Stück zu je 21,30 Euro, wie aus Meldungen hervorgeht.

Die Analysten von mwb research stufen die Kontron-Aktie weiter mit Buy und Kursziel 35,0 Euro ein. Sie meinen: "Kontrons Q2 zeigte eine deutliche operative Verbesserung, mit einem zugrunde liegenden organischen Wachstum und stärkeren Margen trotz anhaltender Lieferkettenengpässe. Ohne Berücksichtigung von GreenTec wuchsen die Umsätze im ersten Halbjahr organisch um etwa 5 Prozent, während das bereinigte EBITDA im zweiten Quartal um ca. 20 Prozent im Jahresvergleich anstieg und die bereinigte Marge 14,7 Prozent erreichte. Die Nachfrage bleibt stark, was sich in einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,55x und einem Rekordauftragsbestand von 2,75 Mrd. Euro widerspiegelt. Das Management bestätigte seine Gewinnprognose für 2026 trotz anhaltender Komponentenengpässe. Wir senken unsere Umsatzschätzungen leicht, um Lieferrisiken Rechnung zu tragen, lassen unsere Ergebnisschätzungen jedoch weitgehend unverändert. Insgesamt stärkt Q2 unser Vertrauen in die verbesserte operative Qualität und die Vorbereitung auf 2027."

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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