Der Baukonzern Porr hat einen Bahn-Auftrag in Deutschland erhalten: Die Siemensbahn wird nach über 40 Jahren Stillstand reaktiviert. Im Rahmen des Projekts „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ entsteht eine Verbindung zwischen Jungfernheide und Gartenfeld. Die Porr ist Vertragspartnerin für das Vergabepaket 2 „KIB Neubau“. Es umfasst die Herstellung sämtlicher Ingenieurbauwerke, darunter Eisenbahnbrücken, Bahnhöfe, Fußgängertunnel, Lärmschutzwände und Stützbauwerke im Abschnitt zwischen dem Bahnhof Westhafen und den „Unteren Spreebrücken“ am Übergang zur bestehenden Hochbahnstrecke sowie im Bereich des Bahnhof Gartenfeld. Darüber hinaus beinhaltet das Paket die Leistungen Erdbau und Tiefbau sowie die Erschließung und die Herstellung der Logistikflächen für die Gesamtmaßnahme.
Die VIG kauft die Nachrangigen Schuldverschreibungen mit Fälligkeit 2046 im Gesamtwert von verbliebenen 154.446.000 Euro zurück. Mit Wirkung zum 2. März 2026 werden die Schuldverschreibungen gekündigt und zu ihrem Rückzahlungsbetrag von 100 Prozent ihres Nennbetrags zuzüglich aller bis zum Rückzahlungstag angefallener Zinsen zurückgezahlt, teilt die VIG mit.
Die börsennotierte Polytec Group übernimmt das Composites-Geschäft vom Folienhersteller Profol und baut mit der nun zugekauften UD-Tape- und Organosheet-Technologie ihr Produktportfolio im Leichtbau aus. "Die neuen Technologien ermöglichen die Herstellung leistungsfähiger Faserverbund-Halbzeuge, die in Kunststoffprodukten mit hohen Anforderungen an die Festigkeit eingesetzt werden – sowohl für Fahrzeuge als auch für Strukturbauteile in anderen Branchen," erklärt Polytec in einer Aussendung. Die Integration der Fertigung stelle "eine zukunftsorientierte Ergänzung der firmeneigenen Wertschöpfungskette dar," wie es weiter heißt. Man reagiere damit auf die steigende Nachfrage nach Leichtbaukonzepten, die darauf abzielen, Effizienz und Nachhaltigkeit von Produkten weiter zu verbessern, so Polytec. "Mit dieser Investition und der Übernahme der Composites-Aktivitäten von Profol stärken wir unsere Innovationskraft und erschließen neue Märkte im Bereich nachhaltiger Mobilität und Leichtbau", kommentiert Polytec-COO Martin Resch. UD-Tapes weisen in Faserrichtung eine sehr hohe Zugfestigkeit und Steifigkeit auf und ermöglichen so eine gezielte Verstärkung von Bauteilen bei gleichzeitig geringem Gewicht. Gleichzeitig erlaubt die erworbene Technologie die Herstellung von Organo-Sheets in unterschiedlichsten Materialkombinationen. Werden sie mit thermoplastischen Matrizes kombiniert, entstehen daraus Bauteile, die sowohl leicht als auch vollständig recycelbar sind. "Das trägt zur Kreislaufwirtschaft bei und erfüllt künftige Nachhaltigkeitsanforderungen," informiert Polytec.
Die Bawag führt voraussichtlich von 16. Jänner bis 27. Februar 2026 ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 75 Mio. Euro durch. Zweck des Rückerwerbs ist im Wesentlichen die Erfüllung von Verpflichtungen aus Aktienprogrammen.
Kapsch TrafficCom hat einen neuen Auftrag für die Wartung und den Betrieb des landesweiten Maut- und E-Vignetten-Systems in Bulgarien erhalten. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren und laut Kapsch TrafficCom ein Volumen von 50 Mio. Euro, wobei im Laufe der Zeit mit zusätzlichen Systemadaptionen gerechnet wird, wie das Unternehmen mitteilt. Im Rahmen des Vertrags wird Kapsch TrafficCom den Betrieb und die Modernisierung der bulgarischen Mautinfrastruktur sicherstellen, einschließlich der Aktualisierung von Rechenzentren, Softwareplattformen und straßenseitigen Systemen.
Die Bajaj Mobility-Gruppe (vormals Pierer Mobility) ist weiter auf Restrukturierungs-Kurs. Für die Tochter KTM ist nun ein weiterer Personalabbau von rund 500 Beschäftigten vorgesehen. Betroffen sind überwiegend Angestellte sowie das mittlere Management, wie Bajaj Mobility mitteilt. Per 31.12.2025 betrug der Mitarbeiterstand 3.794, im Vorjahr waren es noch 5.310. CEO Grottfried Neumeister: „Dieser Stellenabbau ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, um unsere Kosten zu senken, Strukturen zu verschlanken und das Unternehmen damit langfristig stabil aufzustellen. Wir reduzieren in allen Bereichen an Komplexität – z.B. bei unserer Modellpalette, in der IT und auch in der Organisation unserer Abteilungen, insbesondere durch die Herausnahme einer Führungsebene.“ Alle Maßnahmen erfolgen mit Blick auf die konsequente Fokussierung auf das Segment Motorcycles mit den drei Kernmarken KTM, GASGAS und Husqvarna, wie es heißt. Am 29. Jänner legt die Gruppe die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Jahr vor. Einen ersten Einblick gibt es jetzt bereits: Die Gruppe verkaufte im 2. Halbjahr 2025 mit 80.464 Motorräder um 60 Prozent mehr als im 1. Halbjahr (H1: 50.334). Darüber hinaus wurden uber den strategischen Partner Bajaj Auto im 2. Halbjahr 43.956 Motorräder (H1: 34.950) abgesetzt. Der Motorradabsatz der Gruppe im Geschäftsjahr 2025 betrug somit 209.704 verkaufte Stück, was ein Minus von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Das Motorradlager wurde weiter abgebaut, und zwar in Höhe von 101.153 Stück (Stand per 31.12.2024 248.580 Stück, Stand per 31.12.2025 147.427 Stück). Der Konzernumsatz wird laut dem Unternehmen bei knapp über 1 Mrd. Euro liegen - ein Rückgang von rund 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Österreichische Post AG hat den Zuschlag bei einer Ausschreibung der Bundesbeschaffung GmbH erhalten. Die Ausschreibung betrifft den internationalen Briefversand des Bundes im Zeitraum 2026 bis 2030, bei dem sich die Post in zwei von drei Losen erfolgreich durchgesetzt hat. Dabei handelt es sich um die Lose, die für regelmäßige Briefsendungen vorgesehen sind und daher auch regelmäßige Abholungen durch die Post für mittleres und hohes Sendungsvolumen vorsehen, wie die Post mitteilt. Neben dem Bund haben auch die Bundesländer und weitere öffentliche Stellen wie Gesundheitseinrichtungen, Ämter und Gerichte die Möglichkeit, über diese Rahmenvereinbarung den internationalen Briefversand mit der Post zu beauftragen.
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