„Wir sind ein Wachstumstitel mit Ertragssteigerungspotenzial,“ so Palfinger-CFO Felix Strohbichler bei der heutigen Bilanzpressekonferenz zur Aktie, die bekanntlich am 23. März in den ATX zurückkehrt. Erwartet wird, dass sich die Liquidität der Aktie dadurch weiter verbessert, und angesichts der Tatsache, dass das durchschnittliche Kursziel der Aktie über 40,0 Euro liegt, könne man auch von Kurssteigerungspotenzial sprechen, so der CFO. Das abgelaufene Jahr hat Palfinger mit einem Umsatz in Höhe von 2,34 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,36 Mrd. Euro), einem EBIT von 174,3 Mio. Euro (Vorjahr 185,6 Mio. Euro) und einer EBIT-Marge von 7,5 Prozent (Vorjahr:7,9 Prozent) abgeschlossen. Das Konzernergebnis liegt bei 96,7 Mio. Euro (Vorjahr: 100,0 Mio. Euro). Der Hauptversammlung am 8. April soll eine zum Vorjahr unveränderte Dividende in Höhe von 0,9 Euro je Aktie vorgeschlagen werden. Beim Ausblick für das Jahr 2026 bleibt man noch vage, man ist zuversichtlich für die Gesamtjahresentwicklung, so CEO Andreas Klauser und geht davon aus, dass man bei Umsatz und Ergebnis im 1. Halbjahr leicht über dem Vorjahr liegen wird. Die Finanzziele für 2030 liegen weiterhin bei einem Umsatz von über 3 Mrd. Euro (organisch), einer EBIT-Marge von 12 Prozent und einem ROCE von 15 Prozent. Erhebliches Profitabilitätssteigerungspotenzial gibt es durch Digitalisierung, Standardisierung und die Footprint-Optimierung, wie Klauser betont. Starke Erwartungen setzt das Unternehmen in den Wachstumsmarkt Indien. Dort werden derzeit 30 Mio. Euro investiert, u.a. in ein Montagewerk. Hinsichtlich des Konflikts im Nahen Osten erwartet der Palfinger-CEO, dass sich dies in erster Linie auf die Energiepreise auswirken werde. Palfinger sei aber kein energie-intensives Unternehmen und daher "trifft uns das nicht", so der CEO. Er merkt aber an, dass überall wo etwas zerstört wird, auch wieder aufgebaut werden muss.
In einer Kurzmitteilung meinen die Raiffeisen-Analysten: "Im Vorjahr erzielte Palfinger ein solides Ergebnis, wenngleich sich die EBIT-Marge etwas reduzierte. Dem nun angelaufenen Geschäftsjahr blickt man optimistisch entgegen."
Der Baukonzern Porr hat erste Zahlen für 2025 veröffentlicht: Die Produktionsleistung steigerte sich um ein Prozent auf 6.818 Mio. Euro und liegt damit auf einem Rekord-Niveau. Dabei kommen laut Porr 98,4 Prozent der Leistung aus den sieben Heimmärkten, nämlich Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei und Rumänien. Größter Heimmarkt ist weiterhin Österreich. Der Auftragsbestand stieg per 31. Dezember um 11,7 Prozent auf 9.539 Mio. Euro. Die Auftragseingänge erhöhten sich um 14,1 Prozent auf 7.813 Mio. Euro. Ausschlaggebend für dieses Wachstum ist laut dem Unternehmen vor allem der Tiefbau- und Infrastrukturbereich. Aufgrund weiterer Effizienzsteigerungen erhöhte sich das Betriebsergebnis (EBIT) um 24 Prozent auf 197 Mio. Euro. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 3,1 Prozent (2024: 2,6 Prozent). Auf Basis des weiterhin hohen Auftragsbestands sowie der erwarteten Marktentwicklung geht der Vorstand von einer positiven Leistungs-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Jahr 2026 aus. Unverändert bleibt das langfristige Ziel einer EBIT-Marge von 3,5 Prozent bis 4,0 Prozent bis 2030. Die finalen Zahlen werden am 26. März 2026 veröffentlicht.
Die Analysten von Montega meinen zu den Zahlen: "Porr hat 2025 mit einem überraschend hohen Rekordergebnis abgeschlossen und sollte angesichts der Auftragsfülle in 2026 hieran anknüpfen können. Wenngleich wir unter normalen Umständen Spielraum für einen schnelleren Profitabilitätszuwachs sehen, lassen wir die Margenprognose aus Vorsichtsgründen zunächst unangetastet. Den jüngsten Kursrücksetzer sehen wir dennoch als gute Kaufgelegenheit. Das Kursziel von 46,00 Euro wird bestätigt." Die Analysten von Raiffeisen kommentieren: "Porr konnte sowohl die Auftragseingänge als auch den Umsatz steigern und ein Top-EBIT erzielen. Damit ist eine gute Basis für das kommende Jahr geschaffen, zumal der Auftragsbestand weit über dem Wert einer Jahresleistung liegt."
Bei Semperit wurde beschlossen, den Jahresüberschuss vollständig den Gewinnrücklagen zuzuweisen und dementsprechend der Hauptversammlung am 27. April für das Geschäftsjahr 2025 keinen Dividendenvorschlag (Vorjahr 0,5 Euro je Aktie) zu unterbreiten. Dies stehe im Einklang mit der Dividendenpolitik des Unternehmens, teilt Semperit mit. Es werden die Stärkung der finanziellen Substanz des Unternehmens sowie gezielte Investitionen in das weitere Wachstum priorisiert. Das Geschäftsjahr 2025 habe sich für die Semperit-Gruppe insgesamt leicht besser als erwartet entwickelt, so das Unternehmen. Insbesondere im zweiten Halbjahr habe sich aufgrund von Effizienzmaßnahmen und einer stabileren Geschäftsentwicklung in den Kernbereichen eine spürbare Verbesserung der operativen Entwicklung gezeigt. Die Jahresergebnisse für 2025 werden am 18. März 2026 veröffentlicht.
Warimpex hat mit dem Bau von MOG31 in Krakau begonnen. Das Projekt in der Mogilska-Straße 31 ist die erste Entwicklung eines Wohngebäudes des Unternehmens in Polen und umfasst 145 Wohnungen unterschiedlicher Größe. Die Wohnungen stoßen laut Warimpex auf großes Marktinteresse, innerhalb der ersten Wochen des Verkaufs wurden 25 Prozent der Einheiten reserviert. Die Fertigstellung ist für Mitte 2028 geplant. „Der Eintritt in die Umsetzungsphase von MOG31 ist für uns ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Wohnsegments in Polen. Das Projekt verbindet unsere Erfahrung bei der Schaffung moderner, funktionaler Räume mit dem Potenzial eines der dynamischsten Standorte in Krakau. Von Anfang konnten wir beobachten, dass die Investition vom Markt sehr positiv aufgenommen wurde”, sagt Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch.
Die börsennotierte Reploid hat bei der Steinberger ReFarmUnit GmbH im bayrischen Burghausen die erste landwirtschaftliche Insektenmastanlage (ReFarmUnit) bei einem Kunden entwickelt und implementiert. Die industrielle Anlage befindet sich in einer Halle mit einer Grundfläche von 24 x 60 Metern. Darin wird laut Reploid täglich ein Mix aus rund 40 Tonnen organischer Reststoffe aus der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie von etwa einer halben Milliarde Larven der schwarzen Soldatenfliege verarbeitet. Die Larven sind hochwertige Quellen für tierische Proteine und Fette, deren Aus- und Abscheidungen bilden die Basis für den organischen Dünger AgriVio. Reploid-CEO Philip Pauer: „Die Eröffnung der Anlage in Burghausen ist sicherlich ein Meilenstein für uns."
Research: Die Analysten der Erste Group heben das Kursziel für die Aktien der Österreichischen Post von 31,00 auf 35,00 Euro an, es bleibt bei der Empfehlung "Hold".
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