Palfinger hat heute 9M-Zahlen vorgelegt. Auch wenn man aktuell einige Herausforderungen spürt "hat sich die Equity Story nicht verändert," betont CEO Andreas Klauser im Conference Call. Es wurden Maßnahmen gesetzt, um etwa die Kostenbasis konstant zu halten und die Inflation zu kompensieren, auch das Effizienzprogramm wurde auf 50 Mio. Euro erweitert. Klauser sieht zwar Herausforderungen, etwa verzögerte Investmententscheidungen oder in der Lieferkette, aber auch zahlreiche Chancen. Man habe zuletzt etwa einige Großaufträge aus Deutschland, USA oder auch im Marine-Bereich gewinnen können. Die vorgelegten 9M- Zahlen bezeichnet Klauser trotz Herausforderungen als bemerkenswert. Für ihn zeichnet sich ein weiteres starkes Jahr ab. Er geht auch davon aus, dass die gesetzten Maßnahmen dafür sorgen werden, die Ziele zu erreichen. Zu den Zahlen: Palfinger hat in den ersten neun Monaten 2026 einen Umsatz von 1.616,7 Mio. Euro (+3,9 Prozent) und ein EBIT von 120,7 Mio. Euro (-5,8 Prozent) erreicht. Unter Berücksichtigung der Wertberichtigung russischer Vermögenswerte sowie weiterer Bewertungseffekte im Zusammenhang mit dem Verkauf des Tail & Passenger Lift Geschäfts belief sich das Konzernergebnis auf -61,5 Mio. Euro. In der Vorjahresperiode lag der Wert bei +72,4 Mio. Euro. Der Auftragsbestand liegt bei 1.033,1 Mio. Euro. Der Ausblick wurde angepasst: Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Palfinger nun weiterhin einen Umsatz leicht über dem Vorjahreswert. Das EBIT wird nun leicht unter dem Vorjahreswert prognostiziert (bisher ebenfalls leicht über dem Vorjahreswert). Das Konzernergebnis wird durch die Neubewertung von CIS sowie Tail & Passenger Lift beeinflusst. Da die damit verbundenen Abschreibungen auf CIS und Tail Lifts keine Auswirkungen auf den Cashflow haben, werde der Vorstand dem Aufsichtsrat einen Dividendenvorschlag unterbreiten, so das Unternehmen. Das Umsatzziel für 2030 wird ebenfalls angepasst und liegt nun bei 2,8 Mrd. Euro, was den den Ausstieg aus CIS und Tail Lift widerspiegelt (davor 3 Mrd. Euro). Die langfristigen Profitabilitätsziele bleiben mit einer EBIT-Marge von 12 Prozent und einem ROCE von 15 Prozent unverändert. In einer Kurzmitteilung meinen die Analysten von Raiffeisen Research zu den Zahlen: "Palfinger steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten, verfehlte jedoch erneut die Erwartungen bei Umsatz und EBIT. Wegen der schwachen Nachfrage in Deutschland und der Unterauslastung in den USA wurde der EBIT-Ausblick für 2026 gesenkt. Dies spiegelt auch die Konsenserwartungen wider." Die Analysten von mwb bestätigen die Kauf-Empfehlung mit Kursziel 56,0 Euro für die Palfinger-Aktie und meinen: "Selbst bei unseren Margenannahmen, die rund 200 Bp unter dem Ziel für 2030 liegen, erscheinen die Aktien deutlich unterbewertet."
Nach Wien und Niederösterreich machen sich nun auch die Landeshauptleute von Tirol, Salzburg, Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten in einem gemeinsamen Schreiben an Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) für die Abschaffung der Flugabgabe stark. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und eine weitere Abwanderung von Flugverbindungen ins Ausland verhindert werden.
Der heimische Flugsicherungsdienstleister Austro Control hat das Frequentis Recording-System GuardX eingeführt. GuardX macht die Analyse von Zwischenfällen schneller, effizienter und zuverlässiger und stärkt damit letztlich die Flugsicherheit. "Die implementierte GuardX-Plattform dient der automatischen Umwandlung von Sprache in Text mithilfe fortschrittlicher KI-basierter Komponenten", erklärt Reinhard Grimm, Frequentis Executive Vice President ATM Civil. "Diese Funktion wird den Zeit- und Kostenaufwand für die Berichterstellung und Analyse erheblich reduzieren. Relevante Informationen werden dadurch schneller verfügbar, und sicherheitsrelevante Vorfälle können effizienter bearbeitet werden." Die Implementierung umfasst die Kontrolltürme an den Flughäfen Wien-Schwechat, Graz, Linz, Innsbruck, Klagenfurt und Salzburg sowie die Bezirkskontrollstelle (Area Control Centre, ACC) in Wien. Damit wird eine einheitliche und qualitativ hochwertige Aufzeichnung im gesamten österreichischen Flugsicherungsnetz gewährleistet.
Der Grazer Thorium-Pionier Emerald Horizon sieht sich in seiner Strategie bestätigt, denn die Europäische Investitionsbank (EIB) hat zum ersten Mal in ihrer Geschichte Geld in einen Entwickler kleiner modularer Reaktoren (Small Modular Reactors, SMR) investiert, nämlich bis zu 40 Mio. Euro für das finnische Unternehmen Steady Energy. Florian Wagner, Gründer und CEO der Emerald Horizon AG zu der Transaktion: "Wir verfolgen diese überaus positive Entwicklung mit großem Interesse. SMR werden unsere Energieversorgung im positiven Sinne revolutionieren. Die Entscheidung der EIB ist für diese Entwicklung ein echter Beschleuniger – und das Wort Beschleuniger nehmen wir bei Emerald Horizon bekanntlich wörtlich.“ Für Wagner ist die Botschaft aus Luxemburg klar: „Europa sagt damit, dass Kernenergie der nächsten Generation nicht nur gewünscht ist, sondern auch finanziert wird. Davon profitiert die gesamte Branche – und damit Europas Energieversorgung.“
Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.
Hinweis
Die Wiener Börse AG verweist ausdrücklich darauf, dass die angeführten Informationen, Berechnungen und Charts auf Werten aus der Vergangenheit beruhen, aus denen keine Schlüsse auf die zukünftige Entwicklung oder Wertbeständigkeit gezogen werden können. Im Wertpapiergeschäft sind Kursschwankungen und Kapitalverluste möglich. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung des Autors wieder und stellt keine Finanzanalyse oder Anlageempfehlung der Wiener Börse AG dar.
