Wiener Börse News

Zahlen von Palfinger, Research zu DO & CO, Flughafen Wien, Erste Group, News zu Strabag, Porr

Palfinger hat den Geschäftsbericht für 2025 veröffentlicht. Darin wird ein Umsatz für das abgelaufene Jahr in Höhe von 2,34 Mrd. Euro ausgewiesen (Vorjahr: 2,36 Mrd. Euro), ein EBIT von 174,3 Mio. Euro (Vorjahr 185,6 Mio. Euro) und eine EBIT-Marge von 7,5 Prozent (Vorjahr:7,9 Prozent). Das Konzernergebnis liegt bei 96,7 Mio. Euro (Vorjahr: 100,0 Mio. Euro). Der Hauptversammlung am 8. April soll eine zum Vorjahr unveränderte Dividende in Höhe von 0,9 Euro je Aktie vorgeschlagen werden. In seinem Vorwort sieht CEO Andreas Klauser vor allem in der Diversifikation den zentralen Erfolgsfaktor für die Resilienz des Unternehmens, die in den Ergebnissen 2025, trotz volatiler Entwicklungen, geopolitscher Anspannungen und zunehmender Handelsbarrieren, sichtbar wird. 

Die Analysten von NuWays stufen die DO & CO-Aktie weiterhin mit Buy und Kursziel 266,0 Euro ein. Die Aktie ist am Montag aufgrund der Eskalation in Nahost mehr als 13 Prozent gefallen. Für die NuWays-Analysten erscheint dies unverhältnismäßig. DO & CO ist im Konfliktgebiet nicht direkt operativ tätig. Das Unternehmen betreibt keine Küchen im Iran oder in direkt betroffenen Ländern. Das Risiko ist daher hauptsächlich indirekt. Am Wochenende wurden die meisten Flüge in die betroffenen Regionen gestrichen. Flugausfälle bis einschließlich Montag scheinen gemäß den Verträgen mit DO & CO vollständig kompensiert zu sein. Ab Dienstag werden Einnahmen aus Flugausfällen nicht mehr kompensiert. Aufgrund der aktuellen Luftraumbeschränkungen werden die entgangenen Einnahmen auf etwa einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag pro Woche geschätzt. "Angesichts des Konzernumsatzes von fast 2,5 Mrd. Euro (eNuW) ändert dies nichts an unserer Prognose, selbst wenn die Beeinträchtigungen mehrere Wochen andauern sollten," meinen die NuWays-Analysten. Sie gehen sogar davon aus, dass eine vierwöchige Schließung des Luftraums im Nahen Osten den Umsatz von DO & CO im Geschäftsjahr nur um ca. 1 Prozent und das EBIT um ca. 2 Prozent senken würde (eNuW). Die Analysten rechnen damit, dass die Auswirkungen vorübergehend, operativ abfederbar und finanziell tragbar sind. Sofern sich die Störungen nicht wesentlich ausweiten oder anhalten, sehen sie nur ein begrenztes Risiko für die mittelfristige Ertragsentwicklung. Daher erscheint der Kursrückgang übertrieben.

Die Analysten von NuWays stufen die Flughafen Wien-Aktie nach Zahlen-Vorlage weiter mit Hold und Kursziel 57,0 Euro ein. Für die Experten stellt der Flughafen Wien weiterhin einen hochwertigen Infrastruktur Case mit langfristigem Wachstumspotenzial dar. Allerdings dürfte sich die operative Dynamik im Jahr 2026 erwartungsgemäß abschwächen, da Billigfluggesellschaften ihre Flottenkapazität teilweise in Länder mit niedrigeren Steuern verlagern werden. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt könnte die Stimmung zusätzlich belasten. Die aktuellen Luftraumstörungen im Nahen Osten stellen für die Analsyten kurzfristig eine Belastung dar. Für Wien wird erwartet, dass die Region im Geschäftsjahr 2026 etwa 6 Prozent der Passagierbewegungen ausmachen wird (Malta: ca. 1 Prozent). Um das negative Risiko abzuschätzen, haben die NuWays-Experten eine konservative Sensitivitätsanalyse unter der Annahme einer vierwöchigen Störung durchgeführt: Dies würde das EBITDA der Gruppe im Geschäftsjahr um etwa 1 Prozent reduzieren, d. h. um ca. 4 Mio. Euro (eNuW). Der Dividendenvorschlag (Anm. 1,65 Euro je Aktie) und die Prognose sind für die NuWays-Experten konservativer als erwartet, was für sie eine vorsichtige Kapitalallokations-Haltung widerspiegelt.

Die Analysten der Baader Bank bestätigen die "Reduce"-Empfehlung für die Erste Group-Aktie, passen das Kursziel aber von  99,5 auf 108,0 Euro an.

Die Strabag SE hat die Übernahme der WTE Wassertechnik GmbH (WTE) von der EVN abgeschlossen. Mit dem Vollzug der Transaktion setzt Strabag eigenen Angaben zufolge einen weiteren Meilenstein in der Umsetzung ihrer Strategie 2030 und baut ihr Portfolio im wachstumsstarken Bereich der Wasserinfrastruktur deutlich aus. Strabag erhöht damit das Leistungsvolumen im Bereich Wasserinfrastruktur um rund 300 Mio. Euro pro Jahr. Die Ergebnisse werden ab Closing vollständig in den Konzern konsolidiert. Der Fokus liegt laut Strabag nun auf der Integration der WTE. Das Unternehmen wird organisatorisch dem Segment International & Sondersparten zugeordnet.
Zudem gibt es Aktuelles zu einer weiteren Strabag-Akquisition: Im Sommer 2025 hat Strabag mitgeteilt, dass die Gebr. Stumpp GmbH & Co. KG mit Sitz in Balingen Teil der Strabag AG in Köln wird. Das deutsche Kartellamt hat die Transaktion geprüft und nun Anfang März die Entscheidung veröffentlicht. Und zwar hat das Bundeskartellamt den Erwerb unter der aufschiebenden Bedingung freigegeben, dass Stumpp sein Walzasphaltmischwerk in Zimmern vor Vollzug des Zusammenschlusses an einen unabhängigen Erwerber veräußert.

Bei der Wettbewerbsbehörde wurde eine Transaktion der Porr angemeldet. Und zwar beabsichtigt die Porr Bau GmbH, die Mehrheit der Anteile an und die alleinige Kontrolle über die rhtb: projekt gmbh, rhtb: bau service gmbh, rhtb: smart living systems gmbh, und die rhtb: projekt de gmbh (Deutschland) zu erwerben. Die Gesellschaften sind in Wien, Bad Vöslau und Berlin ansässig. Zu den bisher umgesetzten Projekten von rhtb zählen laut Unternehmenswebsite u.a. die WU Wien oder auch der Erste Campus. Mit Porr gibt es eine Zusammenarbeit. Die Unternehmensgruppe hat etwa Porr-Gebäude in Simmering revitalisiert.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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