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In den News: FACC, Flughafen Wien, Asta Energy, AT&S, Bawag

"Der Wachstumskurs hat sich fortgesetzt, die Luftfahrtindustrie boomt, trotz des herausfordernden geopolitischen Umfelds," leitete FACC-CEO Robert Machtlinger die heutige Halbjahres-Pressekonferenz ein. Aufgrund der Learnings aus den Krisen der vergangenen Jahre und des 2024 eingeführten Effizienz-Programms CORE sei man heute agiler und resilienter aufgestellt. Zwar sei der Flugverkehr in und aus dem Nahen Osten aufgrund der Geopolitik zuletzt geringer, dies konnte aber aufgrund der globalen Zunahme kompensiert werden. Weiterhin herausfordernd sei die Lieferkette. Aber hier gibt es Anpassungen, wie Machtlinger betont. Da mehr als 50 Prozent des Umsatzes auf den Material-Bereich fallen, sei eine stabile Lieferkette enorm wichtig. Daher wird teilweise auf neue Lieferanten umgestellt oder auf neue Technologien umstrukturiert, so der CEO. Positiv hebt der CEO hervor, dass es bei allen Flugzeugprogrammen eine höhere Nachfrage und höhere Ratensteigerungen gibt. Machtlinger: "Jeder Kunde fährt die Produktionskapazitäten nach oben, das hatten wir noch nie." Im Flugzeug-Bereich sei der Markt die nächsten sieben bis zehn Jahre mit Aufträgen versorgt, denn der weltweite Auftragsbestand der Airlines liegt mittlerweile bei 18.216 fest bestellten Flugzeugen. Bis 2045 werden mehr als 42.000 Flugzeuge benötigt, teils als Ersatz für bestehende und teils zusätzliche. Auch die Serienfertigung im Drohnen-Bereich nimmt Fahrt auf. Speziell Logistik-Drohnen werden nachgefragt. Bei FACC hat man ein Orderbuch in Höhe von 35 Mio. Euro in diesem Segment, im kommenden Jahr wird ein Wachstum im zweistelligen Prozent-Bereich erwartet. Im Jahr 2030 könnten bereits 15 Prozent des Geschäfts mit Drohnen gemacht werden. Laut Machtlinger ist es gut möglich, dass man hier eine eigene Division einführt. Zu den Halbjahres-Zahlen: Der Konzernumsatz im 1. Halbjahr konnte gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf 526,3 Mio. (1. Halbjahr 2025: 484,7 Mio. Euro) gesteigert werden. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte um 38 Prozent auf 25,3 Mio. Euro erhöht werden (1. Halbjahr 2025: 18,4 Mio. Euro), die EBIT-Marge von 3,8 auf 4,8 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern liegt im 1. Halbjahr 2026 bei 15,0 Mio. Euro (1. Halbjahr 2025: 9,8 Mio. Euro). CFO Florian Heindl hebt speziell die weitere Margen- und Cashflow-Verbesserung hervor. Das Ziel, in 2027 eine EBIT-Marge von 8 Prozent zu erreichen, wird bestätigt. Das CORE-Programm wird zwar in diesem Jahr auslaufen, die eingeführte neue Kultur und die schlankere Organisation sollen aber bleiben. "Wir wollen weiter profitabel wachsen und FACC so aufstellen, dass wir Investitionen stemmen können sowie den Verschuldungsgrad auf unter 2,0 reduzieren und damit auf Investmentgrade-Level kommen," erklärt Heindl. Das Unternehmen plant bis 2030 350 Mio. Euro zu investieren, davon 120 Mio. Euro in eine neue, automatisierte Produktionsstätte für Aerostructures in Österreich, die Ende 2028 den Betrieb aufnehmen soll. Die Guidance für das Gesamtjahr wurde präzisiert: Es wird ein Umsatzwachstum in 2026 zwischen 10 und 15 Prozent und damit erstmals einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro erwartet, sowie eine EBIT-Marge zwischen 5,25 und 6,25 Prozent. Im laufenden Jahr wird das Wachstum schwerpunktmäßig in der zweiten Jahreshälfte erfolgen, wobei das 4. Quartal stärker als das 3. ausfallen dürfte, wie das Management betont.

Die Flughafen Wien Gruppe erzielte im 1. Halbjahr einen Umsatz von 529,3 Mio. Euro, was einem Anstieg um 0,9 Prozent gegenüber dem H1/2025 (524,4 Mio. Euro) entspricht. Das EBITDA erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 7,3 Prozent auf 227,1 Mio. Euro (H1/2025: 211,7 Mio. Euro) und das EBIT stieg um 9,1 Prozent auf 159,4 Mio. Euro (H1/2025: 146,1 Mio. Euro). Das Periodenergebnis vor Minderheiten ist in H1/2026 um 7,0 Prozent auf 123,2 Mio. Euro (H1/2025: 115,1 Mio. Euro) gestiegen. Der Ergebnisanstieg ist vor allem auf gesunkene operative Aufwendungen zurückzuführen, wie das Unternehmen betont. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit fiel aufgrund von höheren Ertragsteuerzahlungen sowie dem Abbau von Verbindlichkeiten und Rückstellungen auf 147,0 Mio. Euro (H1/2025: 157,1 Mio. Euro). Der Ausblick wird angehoben: Für das Gesamtjahr wird ein Umsatz von rund 1.080 Mio. Euro (davor 1.050 Mio. Euro), ein EBITDA von rund 425 Mio. Euro (davor 415 Mio. Euro), ein Periodenergebnis vor Minderheiten von rund 220 Mio. Euro (davor 220 Mio. Euro) und ein Periodenergebnis nach Minderheiten von rund 190 Mio. Euro (davor 185 Mio. Euro) erwartet. Die Investitionen werden bei rund 330 Mio. Euro erwartet. Was die Passagiere betrifft, rechnet die Gruppe aufgrund der starken Verkehrsentwicklung in Malta und Kosice nunmehr mit rund 42,5 Mio. Passagieren (davor 41,5 Mio.) und für den Standort Flughafen Wien mit rund 30,5 Mio. Fluggästen (davor 30 Mio.).

Die an der Frankfurter Börse notierte, niederösterreichische Asta Energy Solutions hebt den Ausblick an. Es wird nunmehr von einem bereinigten EBITDA in einer Bandbreite von 60,0 bis 64,0 Mio. Euro ausgegangen (bisher: 55,0 bis 59,0 Mio. Euro). Grund fur die Anhebung sei im Wesentlichen die anhaltend starke Nachfrage nach Komponenten fur die Strominfrastruktur, so das Unternehmen. Die Prognose fur Net Sales und Net Value Sales bleibt unverandert, die Gesellschaft rechnet mit einem Nettoumsatz von über 790 Mio. Euro und Netvalue Sales von über 170 Mio. Euro. Der Halbjahresfinanzbericht 2026 wird am 27. August 2026 veroffentlicht.
Die Analysten der Baader Bank bestätigen nach dem angehobenen Ergebnisausblick die "Add"-Empfehlung mit Kursziel 65,0 Euro für die Asta-Aktie. Die Zielspanne für das EBITDA liege über der Baader-Schätzung und der Konsensprognose, so die Analysten.

AT&S-Vorstand Gerrit Steen hat am 17. August in Summe 200 Aktien zu je 173,2 Euro erworben, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Die Analysten der Erste Group heben das Kursziel für die Bawag-Aktie von 145,00 Euro auf 190,00 Euro an und bestätigen die "Hold"-Empfehlung. Das neue Kursziel würde die überarbeiteten Prognosen widerspiegeln, die höhere Gewinn- und Dividendenerwartungen nach der Einbeziehung der irischen PTSB berücksichtigen, so die Experten.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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