Wiener Börse News

Neue österreichische Bundesanleihen ab sofort ausschließlich an der Wiener Börse notiert

(Wien, Presseinformation der OeBFA) Seit gestern notiert die neu begebene 10-jährige Bundesanleihe der Republik Österreich (ISIN: AT0000A3RVH9) an der Wiener Börse. Die mit einem jährlichen Kupon in Höhe von 3,20 % versehene Bundesanleihe (Fälligkeit: 20. Februar 2036) beinhaltet ein wichtiges Novum gegenüber allen bisher begebenen Bundesanleihen: Sie notiert ausschließlich in Wien. Die für die Begebung zuständige Österreichische Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) plant zukünftig alle neu begebenen Bundesanleihen nur noch an der Wiener Börse zu listen. Bereits bestehende Notierungen bleiben davon unberührt.

Entscheidung stärkt den Finanzplatz Wien

Mit dieser Maßnahme bündelt die Republik Österreich die Börsennotierung neuer Bundesanleihen an einem zentralen Handelsplatz, der Wiener Börse. Ziel ist es, die Sichtbarkeit des österreichischen Staatsanleihemarktes weiter zu stärken und die Liquidität am Heimatmarkt zu konzentrieren. Eine gute Nachricht speziell für Privatanlegerinnen und Privatanleger, die seit 2024 von attraktiveren Handelsbedingungen in Wien profitieren. Unterstützt von den Market Markern Erste Group Bank AG und Raiffeisen Bank International AG sind österreichische Bundesanleihen zwischen 9:15 Uhr und 16:30 Uhr ganztägig in Form einer fortlaufenden Auktion handelbar.

„Für die Republik Österreich als größter Emittent an der Wiener Börse sind hohe Transparenz, Preisqualität und Liquidität sehr wichtig. Da die Wiener Börse all diese Kriterien erfüllt, wurde von uns entschieden, neue Bundesanleihen nur noch in Wien listen zu lassen. Gleichzeitig unterstützt dies auch die Erweiterung der inländischen Investorenbasis, da Privatanlegerinnen und Privatanleger über die Wiener Börse einen einfachen und attraktiven Handelszugang zu Bundesanleihen haben. Dies wird am Finanzmarkt positiv aufgenommen, wodurch die Finanzierung des gesamten Staates unterstützt wird“, erklärt Markus Stix, Sprecher der Geschäftsführer der OeBFA diese Entscheidung.

„Wir freuen uns, dass sich die OeBFA dazu entschieden hat, neue Bundesanleihen exklusiv in Wien zu listen. Dies unterstreicht die Bedeutung der Wiener Börse als primäre Plattform für österreichische Staatsanleihen und unsere Stärke als Handelsplatz im Anleihenbereich. Die Wiener Börse betreut über 1.300 aktive Anleihen-Emittenten aus 50 Ländern mit einem Gesamtvolumen von mehr als einer Billion EUR“, freut sich Wiener Börse-CEO Christoph Boschan.

Österreichische Bundesanleihen werden durch die OeBFA im Namen und auf Rechnung der Republik Österreich begeben. Der Staat finanziert damit wesentliche Aufgaben – vom Ausbau der Infrastruktur bis hin zum Bildungs- und Gesundheitswesen. Anlegerinnen und Anleger profitieren von einem breiten Laufzeitspektrum und somit hoher Flexibilität sowie von der Transparenz und Liquidität des Börsenhandels. Aufgrund der sehr guten Bonität der Republik – in Österreich gibt es keinen Emittenten, d.h. Schuldner, der über eine bessere Bonität verfügt – zählen diese Anleihen zu den sichersten Anlageformen.