Internationale institutionelle Anleger bleiben nach einem an den Finanzmärkten sehr herausfordernden Jahr 2015 die größten Anleger in den ATX prime, wobei es im Jahresverlauf zu größeren Verschiebungen innerhalb der Investorenlandschaft kam.
Obwohl alle inländischen Investorengruppen – Fonds, Banken und Versicherungen – im zweiten Halbjahr zu den größten Verkäufern zählten, waren sie über das Gesamtjahr 2015 betrachtet dennoch die größten Käufer von Aktien der ATX prime-Emittenten. Im Gegensatz dazu kehrten ausländische Institutionelle ihren im ersten Halbjahr 2015 beobachten Verkaufstrend im zweiten Halbjahr um und stockten ihre Beteiligungen an österreichischen Aktien wieder auf. Insbesondere Investoren aus den USA, UK und Norwegen erhöhten ihre Anteile, während die Mehrheit der übrigen globalen Investoren ihre am ATX prime gehaltenen Positionen 2015 verringerten. US-, UK- und österreichische institutionelle Anleger stärkten ihre führenden Positionen an der Spitze der Länderreihung, was laut Ipreos Studienergebnissen zu einer noch größeren Konzentration der Top 3-Investorenländer in den ATX prime führte.
Die Umschichtungen spiegeln sich auch innerhalb von Europa wider. Norwegen, Frankreich und Deutschland bleiben die führenden kontinentaleuropäischen Investmentregionen in den ATX prime, obwohl es – mit der Ausnahme von Norwegen – bei den meisten Ländern wie Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Polen 2015 zu Nettoabflüssen kam. Die Verschiebungen resultieren aus aktiven Zu- und Verkäufen bei einigen der größten österreichischen Titel mit günstiger Bewertung sowie einem weiteren Zuwachs bei passiv gemanagten Fonds, die auf österreichische Emittenten fokussieren. Während insbesondere internationale Institutionelle Mittel aus Europa abzogen, sorgten alternative Investoren wie Hedge Fonds und „deep value”-Investoren für zusätzliche Liquidität. Dennoch blieb Risikoaversion aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Instabilität auf den globalen Märkten weiterhin ein zentrales Thema; insbesondere die von Asien ausgehenden Kursturbulenzen, der Krieg in Syrien und der Verfall des Ölpreises hatten markante Auswirkungen auf das Asset Management.
