Internationale institutionelle Anleger aus den USA und Großbritannien stockten ihre Beteiligungen im ersten Halbjahr 2014 weiter auf und bleiben die Top-Auslands-Investoren in den ATX prime. Während österreichische Fonds ihren Anteil im ersten Halbjahr leicht verringerten, bauten US-amerikanische Investoren ihre Anteile zum Teil deutlich aus und stellten damit die alte Rangordnung der US-Dominanz nach rund eineinhalb Jahren der Führung durch österreichische Fonds wieder her. Hinter in den USA, Österreich und den UK ansässigen Investoren folgen institutionelle Anleger aus Frankreich, Norwegen, Deutschland, Mexiko, den Niederlanden, der Schweiz und Polen. Das erste Halbjahr 2014 an der Wiener Börse zeigte sich mit steigenden Volumina, den Platzierungen von BUWOG und FACC, sowie gesteigertem internationalen Interesse wieder freundlicher. Zur Jahresmitte kündigten sich allerdings bereits wieder schwierigere Börsemonate an, getrieben durch politische Krisenherde wie z.B. in der Ukraine, die auf einigen ATX-Werten lasteten und welche die internationalen Anleger hinsichtlich Europa-Allokation und Wachstumsinvestitionen vorsichtiger werden ließen. Seit Jahresultimo 2013 stieg die Marktkapitalisierung des ATX prime leicht, im Jahresvergleich konnte sie sogar deutlich zulegen. Österreichische Anleger institutionelle Investoren, nichtfinanzielle Unternehmen sowie private Haushalte – bleiben in Summe trotz leichter Verkäufe im ersten Halbjahr weiterhin die größte Anlegergruppe des ATX prime; Wien ist zum Halbjahr 2014 hinter London das zweitgrößte Investmentzentrum für den ATX prime vor anderen Städten wie New York, Frankfurt, Boston oder Paris. Bezüglich der Investment-Strategien bilden weiterhin wert- und wachstumsorientierte Anleger die wichtigsten Stile, Zuwächse konnten vor allem bei passiv verwalteten Geldern und wertorientierten Strategien identifiziert werden.
Das sind die Kernaussagen der zum Stichtag 30. Juni 2014 aktualisierten Studie „Institutional Ownership of the ATX prime“, die der Informationsdienstleister Ipreo im Auftrag der Wiener Börse erstellt hat. Die Erhebung besitzt eine hohe Aussagekraft, denn über 90 % des österreichischen Streubesitzes konnten auf Fondsbasis identifiziert und detailliert zugeordnet werden.
Ipreo-Studie: Institutionelle Investoren und österreichische Aktien
