Wiener Börse News

Institutionelle Investoren und österreichische Aktien im 1. Halbjahr 2013

 

Heimische Anleger bleiben weiterhin die Top-Investoren in den ATX prime, knapp gefolgt von internationalen institutionellen Investoren, die ihre Positionen zum Teil wieder deutlich aufgestockt haben. Österreichische Fonds verringerten ihren Anteil im ersten Halbjahr 2013 leicht, wodurch angelsächsische Investoren wieder etwas aufschließen konnten. Hinter US- und UK-Investoren folgen institutionelle Anleger aus Frankreich, Norwegen, Mexiko, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. Nach den schwierigen Börsemonaten zu Jahresbeginn konnte sich der Wiener Aktienmarkt und damit die Marktkapitalisierung des ATX prime wieder etwas erholen, dennoch resultierten die Abflüsse im Jahresendvergleich in einer leicht gesunkenen Marktkapitalisierung des ATX prime. Zur Jahresmitte zeigte sich allerdings wieder eine Tendenz zum Umschwung mit gestiegenen Handelsvolumina, erhöhtem internationalen Interesse und zahlreichen Zukäufen ausländischer Anleger, die vornehmlich auf eine Konjunkturerholung sowie Wachstumschancen der größten ATX-Werte setzten. Österreichische Anleger – institutionelle, nichtfinanzielle Unternehmen sowie private Haushalte – bleiben in Summe trotz eines etwas niedrigeren Anteils weiterhin die größte Anlegergruppe des ATX prime. Der Finanzplatz Wien behauptet zum Halbjahr klar die Position als größtes Investmentzentrum für den ATX prime vor anderen Städten wie London oder New York. Bei den Investment-Strategien bilden weiterhin wert- und wachstumsorientierte Anleger die wichtigsten Stile, Zuwächse konnten bei passiv verwalteten Geldern und Dividendenstrategien identifiziert werden.

Das sind die Kernaussagen der zum Stichtag 30. Juni 2013 aktualisierten Studie „Institutional Ownership of the ATX prime“, die der Informationsdienstleister Ipreo im Auftrag der Wiener Börse erstellt hat. Die Erhebung besitzt eine hohe Aussagekraft, denn über 90 % des österreichischen Streubesitzes konnten auf Fondsbasis identifiziert und detailliert zugeordnet werden.