Bei der Frequentis-Hauptversammlung am 19.6. soll eine Dividende von 0,30 je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vorgeschlagen werden, informiert das Unternehmen. Im Vorjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,27 Euro je Aktie ausgeschüttet. Wie berichtet, hat das Unternehmen Anfang Februar vorläufige Zahlen bekanntgegeben. So konnte im Jahr 2025 der Umsatz auf rund 580 Mio. Euro gesteigert werden (2024: 480,3 Mio.) und das EBIT auf rund 47 Mio. Euro (2024: 32,1 Mio. Euro). Die engültigen Zahlen werden am 9. April veröffentlicht.
Der Flughafen Wien hat Zahlen für das abgelaufene Jahr präsentiert. Der Umsatz der Flughafen Wien-Gruppe (Wien, Kosice, Malta) liegt bei 1.128,9 Mio. Euro, was einem Anstieg um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das EBITDA ging im Vorjahresvergleich auf 412,4 Mio. Euro zurück (-6,8 Prozent) und das EBIT um 8,7 Prozent auf 279,5 Mio. Euro. Das Periodenergebnis, das wie bekanntgegeben eine Wertberichtigung des Projekts 3. Piste in Höhe von 55,9 Mio. Euro enthält, wird mit 210,1 Mio. Euro ausgewiesen, was einem Rückgang von 12,3 Prozent entspricht. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 333,3 Mio. Euro (-24,9 Prozent). Die Dividende soll auf Vorjahresniveau, nämlich bei 1,65 Euro je Aktie, liegen. Für das laufende Jahr plant der Flughafen Wien einen Umsatz von rund 1.050 Mio. Euro, ein EBITDA von rund 415 Mio. Euro, ein Periodenergebnis vor Minderheiten von rund 210 Mio. Euround ein Periodenergebnis nach Minderheiten von rund 185 Mio. Euro. Die Investitionen werden bei rund 330 Mio. Euro erwartet. „Trotz Tarifsenkung und schwieriger Rahmenbedingungen erwarten wir für 2026 eine stabile Ergebnisentwicklung mit rund 210 Mio. Euro. Während weltweit der Luftverkehr deutlich wächst, zieht Europa die regulatorische Handbremse und belastet die Branche mit falschen, diskriminierenden und wachstumshemmenden Regulierungen. Diese flugverkehrsfeindliche Ausrichtung der EU-Kommission bedarf einer dringenden Korrektur. Auch Österreich kann unterstützen, durch schnellere Verfahren und Genehmigungsprozesse und einer deutlichen Reduktion der Flugabgabe“, hält Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, fest. Vorstand Julian Jäger ergänzt: „2025 brachte mit 32,6 Millionen Reisenden ein neues Rekord-Passagieraufkommen in Wien. Für 2026 ist der Ausblick mit rund 30 Millionen Passagieren verhalten, bleibt aber auf hohem Niveau. Unser Ziel für 2035 sind 40 Millionen Passagiere am Standort Wien. Mit umfangreichen Investitionen in Qualität und Infrastruktur bereiten wir uns darauf schon heute vor: Bis zum Sommer 2026 sind alle Sicherheitskontrollen mit CT-Scannern ausgestattet und wir verbessern das Aufenthaltserlebnis um mehr Serviceangebote, wie neue Kinderbereiche und vieles mehr. Im zweiten Quartal 2027 geht die neue Terminal 3-Süderweiterung in Betrieb, Passagiere erleben dann auf 70.000m² zusätzliche Shopping- und Gastronomieangebote, neue und großzügige Lounges, eine große zentrale Sicherheitskontrolle und weitere Annehmlichkeiten. Danach beginnen die Erweiterungsarbeiten zur Verlängerung des Pier Nord um zusätzliche Gates und Parkpositionen für Großraum-Flugzeuge, die bis 2031 abgeschlossen sein soll.“
Die Analysten von Raiffeisen Research ordnen in der Publikation "Hot Topic: Iran - Geopolitische Risiken ohne Energieschock" die gegenwärtige Situation im Nahen Osten für die Aktienmärkte ein. Ihr Fazit: Ein kurzfristiger Sell-Off bei mehrwöchigem und regionalen Konflikt würde ihr konstruktives Aktienmarktszenario nicht in Frage stellen, so die Experten. Zur Entwicklung der Finanzmärkte meinen die Raiffeisen-Experten: "Kurzfristig sollten die Finanzmärkte vor allem mögliche Ölpreis- und Inflationseffekte (Energiepreise, Versicherungsprämien, Risiko Lieferkettenverspannungen) beschäftigen. Für die Aktienmärkte sollte ein regional begrenzter Konflikt maximal für einige Tagesverluste herhalten und nicht unser konstruktives Aktienmarktszenario infrage stellen. Prinzipiell war schon in den letzten Wochen die Einpreisung einer Risikoprämie am Ölmarkt erkennbar bzw. eine konstruktive Preisung von sicheren Häfen. US-Staatsanleihen notierten schon vor dem Irankonflikt unter der Marke von 4 Prozent, Deutsche Bundesanleihen bei 2,6 Prozent, was auf Safe Haven Effekte in beiden Anlageklassen in der aktuellen Konfliktsituation hindeutet. Für heute gehen wir dennoch von einer Fortsetzung der Risk-Off-Bewegung aus, wodurch USTs, Bund und Gold profitieren sollten. Zeitgleich sollten risikoreiche Assets unter Druck geraten." Die Analysten raten nach wie vor zu einer defensiveren Positionierung und bestätigen ihr Value-Tilt bei einer erhöhten Volatilität. Auf Sektorebene dürfte laut den Analysten die Luftfahrtindustrie unter Flugausfällen und kurzfristig höheren Treibstoffkosten leiden. Für die energieintensive europäische Aluminiumindustrie könnten sich abermals Produktionsengpässe und Margendruck aufgrund höhere Energiepreise ergeben, so die Experten. Im Umkehrschluss würde sich die Auto-, Bau- und Maschinenbauindustrie mit höheren Rohstoff- (Stahl, Aluminium, Kupfer) und Energiekosten konfrontiert sehen. Für die Autoindustrie ergeben sich zudem erneut etwaige Lieferkettenengpässe. Auch Düngemittelpreise könnten bei einem nachhaltigen Gaspreisanstieg deutlich zulegen. Zudem könnte der Kostendruck für F&B-Retailer erneut zunehmen und höhere Lebensmittelpreise die Nachfrage abermals hemmen, meinen die Experten. Positive Implikationen sehen sie dank höherer Preisniveaus für die Energieindustrie. Rüstungswerte sollten kurzfristig profitieren. In der Stahlindustrie könnte sich die Wettbewerbsposition heimischer Produzenten aufgrund höherer Transportkosten (Ausweichroute über Kap der Guten Hoffnung, höhere Treibstoffpreise und Versicherungsprämien) bei rund 40 Prozent der Importe, verbessern, so die Raiffeisen-Analysten.
Im aktuellen Fondsjournal meint Alois Wögerbauer, Geschäftsführer der 3 Banken Generali KAG, in seinem Kommentar, dass er (u.a. trotz der geopolitschen Situation) keinen Anpassungsbedarf in den Strategien der KAG sieht und weiterhin der Uberzeugung ist, dass die globalen Aktienmarkte die erwarteten Gewinnanstiege im hoch einstelligen Bereich auch in den Kursen widerspiegeln sollten. In den Mischmandaten wird aktuell die jeweilige Aktienhochstquote der Kunden zu 85 Prozent ausgenutzt. Auch im Bereich Gold bleibt man investiert. Die Position wird stabil gehalten, d. h. bei steigenden Kursen werden teilweise Gewinne mitgenommen, erklärt Wögerbauer. Sein Fazit in einem noch sehr jungen Jahr bleibt damit: "Die Kapitalmarkte sind stabiler und ertragreicher als man angesichts der internationalen Meldungslage vermuten wurde."
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