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News zu Flughafen Wien, Fabasoft, CA Immo, Immofinanz, Marinomed, UBM

Fabasoft hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2022/2023 Umsatzerlöse in Höhe von 15,0 Mio. Euro erzielt (vs. 13,6 Mio. Euro in der Vorjahresperiode). Mit Ausnahme der Schweiz konnte laut Fabasoft in jedem geografischen Segment ein Umsatzplus erzielt werden. Mindbreeze lieferte einen Umsatz von knapp 4 Mio. Euro (3,3 Mio. in der Vorjahresperiode). Das EBITDA liegt bei 3,3 Mio. Euro (gegenüber 3,9 Mio. Euro in 2021), das EBIT hat sich von 2,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 1,7 Mio. Euro verringert. Laut Fabasoft wirkte vor allem der Personalaufbau und die wieder zunehmende Reisetätigkeit sowie Investitionen in den Aufbau der Proceco Solution, die als Ökosystem für digitale Prozesse etabliert werden soll, ergebnismindernd.

Gemeinsam mit der Online-Auktionsplattform Aurena versteigert der Flughafen Wien ab heute, 26. August 2022, Airport-Memorabilia wie Hinweisschilder, Erstflugsbanner, Flugzeugmodelle, Baustellenhelme und zahlreiche andere Gegenstände für den guten Zweck. Der Gesamterlös der Auktion kommt der Initiative Nachbar in Not und den Opfern des Ukraine-Kriegs zugute.

Research: Die Analysten von SRC Research bestätigen die Kauf-Empfehlung und das Kursziel in Höhe von 42,0 Euro für CA Immo.

Reingehört bei Immofinanz: Immofinanz IR-Chefin Bettina Schragl im börsenradio-Interview zum Bewertungsergebnis: Wir haben ein positives Bewertungsergebnis in Höhe von 75 Mio. Euro. Rund 50 Mio. Euro kommen aus den Retail-Immobilien. Es gibt positive Effekte bei Stop Shop den Fachmarktzentren und Vivo den Einkaufszentren. Die positiven Effekte basieren auf einem verbesserten Umfeld in Zusammenhang mit Covid. Die Umsatz- und Besucher-Entwicklung in den Retail-Immobilien ist gut und wir haben auch höhere Mieten von den umsatzbasierten Mietern gesehen. Rund 28 Mio. Euro aus dem positiven Bewertungsergebnis kommen aus dem Büro-Bereich. Hier haben wir Effekte bei größeren Objekten in Wien, Warschau und auch in Prag gesehen. In Warschau zB hat ein großer Mieter den Vertrag verlängert. Zur Eigentümerstruktur: Die CPI hält 77 Prozent, 23 Prozent sind im Streubesitz, davon sind 13 Prozent bei österreichischen Privataktionären und der Rest bei Institutionellen. Selbst hält die Immofinanz ca 26 Prozent an der S Immo, die aber zum Anteil der CPI dazugezählt werden. Zum Asset Rotation Programm: Wir wollen uns im aktuellen Umfeld von niedrig rentierenderen Immobilien trennen und hier vielleicht auch Bewertungsgewinne mitnehmen. Aber gleichzeitig auch Objekte, die zu unseren Marken passen, zukaufen. Ich bin zuversichtlich, dass wir heuer noch die eine oder andere Transaktion melden können. Zu den Bedürfnissen der Mieter: Die Büromieter wollen Flexibilität. Daher haben wir den lebendigen myhive-Gedanken in die Büroflächen übertragen und die Mieter zahlen ausschließlich den Platz, den sie benötigen. Im Coworking-Bereich kann man auch täglich buchen. Wir haben zudem gestaffelte Mietvertragsdauern. Unternehmen können auch die Zahl der Arbeitsplätze flexibel anpassen. Zum FFO I Ausblick: Wir sind lieber ein bisschen konservativ. Wir haben üblicherweise in der 2. Hälfte höhere Instandhaltungs-Aufwendungen. Die Entwicklung des FFO ist zudem auch abhängig vom Zeitpunkt der geplanten Zu- und Verkäufe.

Reingehört bei UBM: Im börsenradio-Interview meint UBM-CEO Thomas Winkler zum aktuellen Markt: Der Markt ist in einer Schockstarre, das wird sich auch im 3. und 4. Quartal nicht viel ändern. Es ist weder ein Verkäufer noch ein Käufermarkt, es liegt eher eine Abwarten und Teetrinken-Strategie vor. Käufer erwarten höhere Renditen, Verkäufer müssen sich mit niedrigeren Kaufpreisen zufrieden geben. Zur Veranschaulichung: Im 2. Quartal gab es am Münchener Büromarkt einen Einbruch des Transaktionsvolumens von 90 Prozent. Das hängt mit der allgemeinen wirtschaftlichen Verunsicherung zusammen, die wir gerade erleben. Zu den Kosten: Für die laufenden Projekte haben wir die Preise zu mehr als 80 Prozent fixiert. Wir haben uns aber einen gewissen Verkaufspreis erwartet. In den letzten Jahren war man mit Multiplikatoren von über 30 Prozent verwöhnt. Energie sparen: Für die Kaufentscheidung der Investoren werden die Energieformen der Objekte wichtig sein. Gebäude müssen wenig Energie verbrauchen und eine gewisse Autarkie haben. Unsere Gebäude sind smart, das heißt die Sensorik erkennt Muster von Mietern und kann den Energiebedarf nach Belegungsformen festlegen und somit optimal den Energiebedarf feststellen. Zur Prognose: Wir haben ein EBIT von 38 Mio. bis 42 Mio. Euro im Ausblick augegeben. Es ist ein Drittel weniger als die vergangenen Jahren, aber immer noch eine gute Prognose, wenn man sich die Wettbewerber ansieht.

Reingehört bei Marinomed: Im boersenradio-Interview sagt Marinomed-CEO Andreas Grassauer zu den allgemein steigenden Kosten: Die in den Carrageen-Produkten verwendete Rotalgen sind das geringste Problem, eher noch schlagen die Produktionskosten sowie die Verpackung aus Glas zu Buche. Es muss sich aber für alle in der Kette auszahlen. Der größte Profiteur hinsichtlich Margen ist der Retail-Verkäufer, also die Apotheke, die machen auch den Großteil der Vermarktung. Dann gibt es noch die Vermarktungsfirmen in den verschiedenen Ländern, die müssen das Produkt bewerben, den Außendienst bezahlen und die Logistik und die Supplychain in ihrem Land zur Verfügung stellen. Von unserer Seite kommt noch der Produzent dazu, wir lassen das Produkt ja produzieren. Wir selbst verstehen uns als Großhändler, der die Technologie und die Großhandelsmarge hat. Für das, was man mit einer kleinen feinen Mannschaft bewältigen kann, sind unsere Margen in Ordnung. Zum Patent: Wir haben das Patent, es gibt aber mehrere Partner in Europa, die  für untschiedliche Produkte eine Produkt-Vertriebs-Lizenz haben. Zur Produktion: Husten Schnupfen Heiserkeit ist nach den Lockdowns zurück und Corona ist auch noch da. Wir haben ca. sechs Monate Vorlaufzeit für die Produkte und legen uns ein Lager an, um den Bedarf in Zukunft decken zu können. Die Rotalgen kann man sich gut auf Lager legen. Zu den Aussichten: Wir könnten auch ohne Kapitalerhöhung unser Ziel erreichen, profitabel zu werden. Kurzfristig muss man sich über die Marinomed keine Sorgen machen.

Reingehört bei CA Immo:CA Immo-CEO Silvia Schmitten-Walgenbach im börsenradio-Interview zum 1. Halbjahr: Wir sind mit dem 1. Halbjahr sehr zufrieden, das Unternehmen hat sich in einer schwierigen Situation mit seinem Geschäftsmodell behauptet. Wir zeigen, dass sich der Trend nach hochwertigen Büros in guten Lagen fortsetzt. Wir haben zwar im 1. Halbjahr Immobilien verkauft, konnten aber trotzdem das Ergebnis halten, weil wir die Mieten gesteigert und Projektenwicklungen abgeschlossen haben. Zu Homeoffice: Unternehmen versuchen vermehrt ihre Mitarbeiter zurück ins Büro bekommen. Es ist wichtig, ein attraktives Umfeld zu schaffen. Man gestaltet Arbeitsflächen anders, ausschlaggebend sind auch Lage und Qualität der Büros. Zum Thema steigende Inflation: Das führt dazu, dass die bestehenden Mietverträge mit Indexierung steigende Mieterträge bringen. Wir haben 96 Prozent aller Mietverträge mit Indexierung oder Stufenklauseln. Zur Prognose: Wir erwarten 125 Mio. FFO 1, wir gehen davon aus, dass wir weiter gut vermieten können und der Bestand am Markt gut angenommen wird und wir operativ das liefern können, was wir auch im 1. Halbjahr geliefert haben. Der FFO 1 Ausblick ist geringer als 2021 (Anm. 128 Mio. Euro), weil wir Verkäufe durchgeführt haben und die neuen Developments und die Einnahmen daraus etwas verzögert in den FFO 1 kommen.  Zur Aktie: Wir stehen exzellent da, der Abschlag zum Wert der Immobilien ist bei unserer Aktie geringer als bei anderen. Der Markt erkennt die Qualität des Portfolios. Wir merken eine positive Ressonanz auf unsere operative Stärke. Zum Verkauf des Rumänien-Portfolios: Wir hatten sehr viel Interesse und gutes Feedback, wir haben ein qualitatives Portfoliio mit einem starken Team und sind jetzt mit einem Interessanten in exklusiven Verhandlungen.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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