Wiener Börse News

Zahlen von FACC, EVN, News zu Kontron, wienerberger, Flughafen Wien, Bawag

Der Aerospace-Zulieferer FACC hat vorläufigen Zahlen zufolge die Umsätze in 2025 um 11,3 Prozent auf 984,4 Mio. Euro steigern können. Das EBIT verbesserte sich um 49,4 Prozent auf 42,3 Mio. Euro, die EBIT-Marge stieg von 3,2 Prozent auf 4,3 Prozent. Das Unternehmen hat damit die eigenen Prognosen (Umsatzplus von mehr als 10 Prozent, EBIT-Marge 4 bis 5 Prozent) erreicht. Laut FACC leisteten alle Divisionen (Aerostructures, Engines & Nacelles sowie Cabin Interiors) einen positiven Ergebnisbeitrag. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung seien das seit Herbst 2024 umgesetzte konzernweite Effizienzsteigerungsprogramm CORE sowie die positiven Effekte des neuen Standortes in Kroatien, wie das Unternehmen erklärt. Alle eingeleiteten Maßnahmen würden bereits klare Wirkung zeigen, den stark gestiegenen Standortkosten entgegen wirken und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken, wie es heißt. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management eine weitere Umsatzsteigerung zwischen 5 und 15 Prozent. Die eingeschränkte Verfügbarkeit kritischer Flugzeugsysteme – insbesondere von Triebwerken – zählt laut FACC weiterhin zu den zentralen Themen der zivilen Luftfahrtindustrie. Die FACC-Einschätzungen für das Geschäftsjahr 2026 berücksichtigen diese Effekte, die Umsatzplanung basiert auf konservativen Annahmen, wie es heißt. Mit fortschreitender Umsetzung der CORE-Maßnahmen und zusätzlichen Skaleneffekten wird eine weitere Verbesserung der EBIT-Marge erwartet.

EVN verbucht im 1. Quartal 2025/2026 einen Anstieg beim Umsatz um 3,3 Prozent auf 830,7 Mio. Euro, der vor allem auf regulatorisch bedingte Preiseffekte bei den Verteilnetzgesellschaften in Niederösterreich und Bulgarien zurückzuführen war, wie das Versorgungs-Unternehmen erklärt. Die Erzeugungskoeffizienten sowohl für Wind und Wasser lagen laut EVN – mit Ausnahme der Wasserführung in Nordmazedonien – in allen Märkten deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt und dem Vorjahresniveau. Das EBITDA ging um 2,2 Prozent auf 247,4 Mio. Euro zurück. Das hohe Investitionsniveau der EVN führte zu einem Anstieg der planmäßigen Abschreibungen. Das EBIT verzeichnete dadurch einen Rückgang um 7,8 Prozent auf 153,2 Mio. Euro. Das Konzernergebnis wird mit 126,9 Mio. Euro ausgewiesen (+9,8 Prozent). Hier ist die Auflösung einer Rückstellung für Steuerverbindlichkeiten und ein Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile berücksichtigt. Für das Geschäftsjahr 2025/26 geht die EVN von einem EBITDA und einem Konzernergebnis etwa auf dem Niveau des Vorjahres aus. Das Konzernergebnis wird dabei in einer Bandbreite von etwa 430 Mio. Euro bis 480 Mio. Euro erwartet. Im Rahmen der Strategie 2030 wird die EVN bis 2030 jährlich etwa 1 Mrd. Euro investieren. Seitens der Raiffeisen-Analysten heißt es in einer Kurzmitteilung zu den Zahlen: "EVN erzielte im ersten Quartal 2025/26 ein moderates Umsatzwachstum, getragen von regulatorischen Preiseffekten im Netzgeschäft. Während schwächere Erzeugungsbedingungen das operative Ergebnis belasteten, entwickelte sich das regulierte Geschäft weiterhin sehr robust."

Die Strabag-Tochter Züblin hat zwei Aufträge im Wert von 800 Mio. Euro für die Untertagemine Chuquicamata „Mina Norte“ in Chile gewinnen können. Die Aufträge umfassen die Errichtung von mehr als 54 Kilometern Tunnel sowie zugehöriger kritischer Infrastruktur. Ziel ist es, die Betriebsdauer der Mine um mehrere Jahrzehnte zu verlängern und zugleich ihre Umweltbilanz deutlich zu verbessern. Für das Projekt werden rund 1.200 Arbeitskräfte mobilisiert. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2031 vorgesehen. Die Strabag-Gruppe ist seit fast 40 Jahren in Chile aktiv. Bislang hat man in Chile Projekte im Wert von über 6 Mrd. Euro realisiert. Dabei wurden mehr als 380 Kilometer Tunnel gebaut und mehrere hundert Millionen Tonnen Aushubmaterial transportiert.

Aktienkäufe: Kontron-Aufsichtsrat Fu-Chuan Chu hat weitere Aktien-Käufe gemeldet, und zwar 295.578 Stück zu je 22,975 Euro, wie aus einer Meldung hervorgeht. Die Käufe wurden am 23. Februar mit der ihm zuzurechnenden Ennoconn International Investment getätigt. In den vergangenen Wochen hat er des öfteren Zukäufe gemeldet. Bei wienerberger gibt es ebenso eine Directors-Dealing-Meldung: Aufsichtsrat Peter Steiner hat am 25. Februar 2000 Aktien zu je 28,0 Euro erworben.

Research: Die Analysten der Erste Group erhöhen das Kursziel für die Bawag-Aktie von 115,0 auf 145,0 Euro und bestätigen das Hold-Rating.

Barclays bleibt bei Wienerberger auf "Overweight" und nimmt das Kursziel von 35,0 auf 32,0 Euro zurück. Die Berenberg Bank passt das Kursziel für die Wienerberger-Aktie von 35,0 auf 34,0 Euro an und bestätigt die Kauf-Empfehlung.

Der Flughafen Wien darf sich über eine Auszeichnung freuen: Der ASQ Customer Experience Award des internationalen Flughafenverbandes Airports Council International (ACI) in der Kategorie „Best Airports at Departures: 25-40 Million Passengers/Europe“ geht in diesem Jahr an den heimischen Airport. Grundlage für die Auszeichnung ist direktes Feedback von Reisenden aus einer weltweiten Befragung. Entscheidend sind dabei Faktoren wie Orientierung im Terminal, effiziente Abläufe, Sauberkeit und das gesamte Abflugerlebnis.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

Hinweis

Die Wiener Börse AG verweist ausdrücklich darauf, dass die angeführten Informationen, Berechnungen und Charts auf Werten aus der Vergangenheit beruhen, aus denen keine Schlüsse auf die zukünftige Entwicklung oder Wertbeständigkeit gezogen werden können. Im Wertpapiergeschäft sind Kursschwankungen und Kapitalverluste möglich. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung des Autors wieder und stellt keine Finanzanalyse oder Anlageempfehlung der Wiener Börse AG dar.

Preisinformation

FACC AG
STRABAG SE
EVN AG
Flughafen Wien AG
DE000A2E4SV8