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In den News: CIRA-Jahrestagung - Vorstände von Erste Group, Strabag & Asta Energy über Wachstum und Regulierung, Research zu wienerberger, Erste Group, A1 und Verbund-Tochter kooperieren, VIG erhöht, Asta-CEO kauft

Im hochkarätig besetzten letzten Panel der diesjährigen CIRA-Jahrestagung ging es um Möglichkeiten für Unternehmen für Wachstum. Es diskutierten Erste Group Risikovorständin Alexandra Habeler-Drabek, Ökonomin Carmen Treml von der Agenda Austria, Asta-Energy-CEO Karl Schäcke sowie Strabag AG-Vorstand Christian Sadleder. 

Alexandra Habeler-Drabek hob die starken Wachstums-Möglichkeiten der Bank in Polen hervor. Eine Besonderheit für sie in Polen ist die gemeinsame Entschlossenheit zu wirtschaftlichem Erfolg. Die Erste Group ist trotz der zahlreichen Krisen stets gewachsen. "Krisen sind das neue Normal," so Habeler-Drabek. Und gutes Wachstum schließe diszipliniertes Risikomanagement nicht aus, so die Vorständin. Generell ist Zentraleuropa der Wachstumsmarkt für die Erste Group aber auch der Wachstumstreiber für Europa. Der CEE-Markt umfasse ca.100 Mio. Menschen, jeder Vierte in dieser Region ist Kunde der Erste Group, so Habeler-Drabek. Kritik gibt es für die Unberechenbarkeit der heimischen Regierung bezüglich Verlängerung der Bankenabgabe und der überbordenden Regulierung. "Eine Vereinfachung wäre wichtig. Wir wären besser mit weniger Regelungen," so die Erste-Vorständin.

Strabag-Vorstand Christian Sadleder sieht große Nachfrage bei Projekten in den Bereichen Energie, Wasser und Mobilitätswende. Es gebe derzeit viele Rehabilitierungsprojekte aufgrund von Veralterung, etwa bei Wasserleitungen oder bei Brücken. Bei Strabag wachse man sowohl geographisch (Stichwort Zukauf in Australien) sowie auf Sektor-Ebene. Aufgrund des Fachkräftemangels müsse man aber auch auf der Technologie-Seite in Wachstum investieren. Auch Sadleder findet die Regulatorik mit den langen Genehmigungsverfahren hinderlich für die Branche. Bei Strabag ist hierzulande auch der Föderalismus ein Thema. In jedem Bundesland gibt es unterschiedliche Vorgaben. Er fordert eine Angleichung der Bundesländer und vor allem "mehr Mut bei der Durchsetzung."

Asta Energy-CEO Karl Schäcke verfügt aufgrund von langfristigen Verträgen über gute Visibilität in seinem Unternehmen. Man verzeichne ein Wachstum an jedem Standort. "Es geht stark vorwärts," so der CEO, der im Januar das Börsen-Debut in Frankfurt feierte. Zu den Kunden zählen in erster Linie Übertragungsnetzbetreiber mit Großleistungstransformatoren, die Zunahme der Rechenzentren aufgrund von KI komme "on top" so Schäcke. Derzeit investiert Asta ca 17 Mio. Euro in ein Kupfer-Recyclingwerk in Österreich. "Wir haben in Österreich viel Wissen", begründet der CEO die Investitionsentscheidung für Österreich. Dieses Knowhow müsse in andere Standorte und Wachstumsmärkte, wie Süd-, Mittel- und Nordamerika transferiert werden. Daher wünscht er sich mehr mobile Mitarbeitende.

Für Agenda Austria-Ökonomin Carmen Treml steht der Standort Österreich vor allem für zwei Brems-Faktoren: Eine hohe Abgabenlast und zu viel Bürokratie. Sie zeigte in ihrer Präsentation mitunter auf, wie sich Österreich von anderen Ländern bei wesentlichen Kennzahlen überholen lässt.

Die Analysten der UBS kürzen ihr Kursziel für wienerberger von 18,00 auf 14,50 Euro und bestätigen die Sell-Empfehlung.

Der Erste Group-Aktie vergeben die UBS-Experten eine Buy-Empfehlung mit Kursziel 127,0 Euro (davor 125,0 Euro).

A1 und die Verbund-Tochter Smatrics starten eine gemeinsame Lösung für Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher, Energiemanagement und Betrieb. Zielgruppe sind Unternehmen mit wachsender E-Flotte, Logistikstandorte, Industrieunternehmen und Ladeparkbetreiber in Österreich. A1 bringt in die Kooperation das Knowhow im Bereich Batteriespeicher, Energiemanagement und Betrieb ein. Smatrics wiederum steht für die Planung, Errichtung und den Betrieb von Ladeinfrastruktur – einschließlich Abrechnung, Kundenservice und der Möglichkeit, Ladepunkte später auch halböffentlich nutzbar zu machen. „Viele Unternehmen wollen ihre Flotten elektrifizieren, stoßen aber beim Netzanschluss rasch an Grenzen. Genau hier setzen wir gemeinsam mit Smatrics an: Wir verbinden Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher, Energiemanagement und Betrieb zu einer Lösung, mit der E-Mobilitätsprojekte schneller und planbarer umgesetzt werden können.“, erklärt Richard Palmetzhofer, Director Business Area, A1 Österreich.

Die VIG hat gestern den Ausblick angehoben, die Aktie legte daraufhin 3,75 Prozent zu. Das Management erhöht die erwartete Bandbreite für das Konzernjahresergebnis vor Steuern 2026 auf 1,35 Mrd. bis 1,40 Mrd. Euro. Bisher lag die Bandbreite für das Ergebnis vor Steuern bei 1,25 bis 1,30 Mrd. Euro. Begründet wird die Anhebung mit der über den bisherigen Erwartungen liegenden positiven Geschäftsentwicklung sowie der erstmals vorliegenden Einschätzung des Ergebnisbeitrags der Nürnberger-Gruppe für das Geschäftsjahr 2026. Die Veröffentlichung des Updates zum 1.-3. Quartal 2026 findet wie geplant am 26. November 2026.

Asta Energy-CEO Karl Schäcke hat 2000 Aktien zu je 52,4 Euro erworben, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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