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Wiener Börse News

Aktuelle Marktanalyse: Emotional

Wolfgang Matejka, CEFA

Im vergangenen Oktober waren viele Emotionen an den Märkten konzentriert und wurden teilweise heftig verarbeitet. Die sich während des bisherigen Jahres aufgestauten politischen Probleme waren dafür die Hauptursache. In Summe sind es drei Problemstellen, die die Nerven der Investor(inn)en zu sehr belastet hatten: der Konflikt der USA mit China, jener der USA mit der FED und Europas Probleme mit Italien und UK. Ende Oktober war für Viele der Punkt gekommen, diese Risiken abzusichern und daher wurde gesichert, verkauft oder umgeschichtet.

Die volkswirtschaftlichen oder fundamentalen Bedenken waren in Europa zuvor bereits übermäßig stark in den Kursen eskomptiert worden. Eurolands Aktienmärkte zählten bis dahin zu den schwächsten am Globus und das nicht allein wegen der Ängste vor Dieselgate oder einer Konjunkturabschwächung. Es fehlte den internationalen Investoren einfach die Sicherheit des Ausblicks und deswegen wurde Europa immer wieder untergewichtet. Österreich hatte neben einem Zwischenhoch im September wenig dagegen zu stellen. Seine Unternehmen berichteten überwiegend im Rahmen der Erwartungen, dies war aber wie im restlichen Europa ebenso, kein Grund für eine sequentielle Outperformance.

Mit Ende Oktober beruhigten sich aber die Börsen schlagartig. Ein aufkommender Konsenswille bei USA und China beflügelte sogar wieder die Fantasien. Detto tönt es aus UK inzwischen versöhnlicher, und auch Italien bemüht sich den eigenen Gesichtsverlust in Grenzen zu halten und hofft auf die Kreativität in der Interpretation ihres seitens der EU vorerst abgelehnten Budgetvorschlages.

Der Blick der Märkte wird sich daher nun wieder stärker in Richtung 2019 ausrichten. Zwar wurden mittlerweile die Wachstumserwartungen für kommendes Jahr etwas reduziert, diese spiegeln aber in Relation zu den aktuellen Börsenkursen nach wie vor ein exzellentes Einstiegsniveau ab. Kein Grund daher, sollten sich zusätzlich die Politischen Gewitterwolken verziehen, sich nicht einen versöhnlichen Jahresausklang mit steigenden Aktienkursen zu erwarten. 


Autor:
Wolfgang Matejka, CEFA
Geschäftsführender Gesellschafter der Matejka & Partner Asset Management GmbH
7. November 2018

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Hinweis

Die Wiener Börse AG verweist ausdrücklich darauf, dass die angeführten Informationen, Berechnungen und Charts auf Werten aus der Vergangenheit beruhen, aus denen keine Schlüsse auf die zukünftige Entwicklung oder Wertbeständigkeit gezogen werden können. Im Wertpapiergeschäft sind Kursschwankungen und Kapitalverluste möglich. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung des Analysten wieder und stellt keine Finanzanalyse oder Anlageempfehlung der Wiener Börse AG dar.

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