Wiener Börse News

In den News: Agrana, Verbund, FACC, Baader Bank, Erste Group, Erste Bank/VBV Strabag, Post

Agrana hebt die EBIT-Prognose fur das Geschaftsjahr 2026|27 auf 90 bis 110 Mio. Euro an (bisher 70 bis  90 Mio. Euro). Beim Konzernumsatz wird weiterhin ein leichter Anstieg erwartet. Hintergrund der neuen Ergebnis-Prognose ist die Entwicklung im Geschaftsbereich Agricultural Commodities & Specialities (ACS). Hier seien im Halbjahr deutliche Anstiege erzielt worden, die in Summe in ein Halbjahres-EBIT von 63,5 Mio. Euro resultierten (H1 2025|26: 28,0 Mio. Euro). Der Konzernumsatzerlos betrug 1.700,2 Mio. Euro (H1 2025|26: 1.691,6 Mio. Euro). Weitere Details zum Geschaftsverlauf im ersten Halbjahr 2026|27 (1. Marz bis 31. August 2026) und nahere Informationen zu den einzelnen Segmenten veroffentlicht der Konzern wie geplant am 8. Oktober 2026.

Die Verbund-Aktie ist am Montag an der ATX-Spitze: Die Deutsche Bank stuft die Verbund-Aktie von „Verkaufen“ auf „Halten“ hoch und hebt das Kursziel von 55,00 auf 60,00 Euro an. Als Hauptgrund für die Hochstufung nennen die Analysten die gestiegenen mittelfristigen Strompreise.

Die Baader Bank hat vom 21. bis 24. September 2026 zum bereits 15. Mal ihre Baader Investment Conference in München abgehalten und insgesamt 230 präsentierende Unternehmen mit mehr als 750 Investoren verbunden. Unter den teilnehmenden Unternehmen sind 22 im DAX gelistet sowie 36 Unternehmen aus der Schweiz und 27 aus Österreich. Laut Baader Bank-Experten lieferten bei der Konferenz in Summe 24 Unternehmen die positivsten Erkenntnisse. Darunter befinden sich mit ASTA Energy, Erste Group, VIG, Uniqa und Steyr Motors auch einige heimische Börsennotierte. Die nächste Baader Investment Conference wird vom 20. bis 23. September 2027 in München stattfinden.

Der Luftfahrtzulieferer FACC feiert in Kanada sein 20-jähriges Jubiläum. Ursprünglich gegründet, um den Kunden Bombardier vor Ort zu unterstützen, hat sich der Standort zu einer hochmodernen Produktionsstätte mit über 80 Mitarbeitern entwickelt, die komplexe Flugzeugstrukturen und Flugzeugkabinen an die nordamerikanische Luftfahrtindustrie liefert. Vor kurzem wurde der Standort in Kanada um weitere 600 m2 erweitert, wodurch sich die gesamte Produktionsfläche auf über 4.500 m2 erhöht. Der neu geschaffene Bereich vergrößert die Kapazitäten für die Produktion und Verarbeitung hochwertiger Kabinenausstattungen – integrierte, modulare und anpassungsfähige Systeme für Passagierflugzeuge und Geschäftsflugzeuge.

Die Erste Group Bank startet ein freiwilliges Übernahmeangebot für Aktien der Erste Bank Polska S.A. gegen Barzahlung. Der Angebotspreis beträgt ca. PLN 713 je Aktie. Ziel ist es laut Erste Group, die Beteiligung auf über 50 Prozent, jedoch nicht über 75 Prozent zu erhöhen. Dies stehe im Einklang mit der Investorenzusage, welche die Erste Group gegenüber der polnischen Finanzmarktaufsichtsbehörde ("PFSA") im Zusammenhang mit dem Erwerb der 49%-igen Beteiligung an der Erste Bank Polska im Jänner 2026 abgegeben hat, wonach die Erste Group einen Streubesitzanteil von mindestens 25 Prozent aufrechterhält. 

Die Analysten von UBS bestätigen nach den jüngsten News hinsichtlich der angekündigten Aufstockung bei der Erste Bank Polska die Kaufempfehlung sowie auch das Kursziel in Höhe von 125,0 Euro für die Erste Group-Aktie. Die UBS-Analysten stufen die geplante Transaktion grundsätzlich positiv ein, sehen aber gewisse Risiken im Zusammenhang mit der Transaktionsstruktur. Das Rahmenwerk sei mit drei Bedingungen komplex und würde erhebliche Umsetzungsrisiken bergen, betonen die Experten.  Zudem sehen sie ein gewisses Abwärtsrisiko für die Prognose einer Dividendenausschüttungsquote von 40 bis 50 Prozent. Auch den Abschlag gegenüber dem letzten Schlusskurs beim Preis sehen die Analysten als Risiko. Die Analysten der Deutsche Bank erhöhen das Kursziel für die Erste Group-Aktie von 125,0 auf 131,0 Euro und bestätigen die Buy-Empfehlung. Die Analysten von Barclays bekräftigen nach der jüngsten Ankündigung das Overweight-Rating mit Kursziel 135,0 Euro. Oddo BHF bestätigt die Outperform-Empfehlung für die Erste Group und passt das Kursziel von 139,0 auf 138,52 Euro an.

Um bei den Kunden das Thema Vorsorge und Pension mehr in das Bewusstsein zu rücken, bietet die Erste Bank über das Online-Banking George eine Anbindung zur VBV-Gruppe. Die Onlineportale George und Meine VBV wurden verknüpft, damit Kundinnen und Kunden der Erste Bank und der VBV nun den aktuellen Kapitalstand ihrer Vorsorge direkt, über einen Einstieg über die ID-Austria, in George einsehen und in ihre persönliche Finanzplanung einbeziehen können. Bekanntermaßen hat die Bundesregierung eine Änderung bei der 2. Säule (betriebliche Vorsorge) beschlossen. Das Kapital aus der Abfertigung NEU kann in eine Pensionskasse übertragen werden. Christian Reiss, Vorstandsvorsitzender der VBV-Pensionskasse: „Die Reform eröffnet Millionen Menschen neue Möglichkeiten, ihre Altersvorsorge aktiv mitzugestalten. Jetzt kommt es darauf an, diese Chancen einfach und digital zugänglich zu machen. Wer seine künftige Pension kennt, kann rechtzeitig handeln.“ Sinnvoll sei aber auch, die 3. Säule (private Vorsorge) zu stärken, wie Reiss betont. Für Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank Oesterreich, setzen sich die Menschen grundsätzlich zu spät mit dem Thema Pensionen auseinander: "Wer weiß, was ihn im Alter erwartet, kann heute die richtigen Weichen stellen," meint sie. Ihr Ziel ist es, auch die 1. Säule (gesetzliche Vorsorge) sowie weitere Pensions- und Vorsorgekassen anzubinden.

Das deutsche Autobahnprojekt K 20 ist früher als geplant für den Verkehr freigegeben. Im Auftrag der DEGES hat Strabag die Hochstraße Elbmarsch als Teil der A 7 seit 2020 von sechs auf acht Spuren erweitert. Die Hochstraße Elbmarsch ist Deutschlands längste Autobahnbrücke. Sie führt durch den Hamburger Hafen, der einer der bedeutendsten Umschlagplätze für den internationalen Warenverkehr ist.

Die Österreichische Post übernimmt die Logistik für das Screening-Programm „Darmkrebsvorsorge Wien“. Das Programm dient zur Früherkennung und Vorbeugung von Darmkrebs und wird gemeinsam mit dem Wiener Gesundheitsfonds sowie den Sozialversicherungsträgern umgesetzt. Es startete offiziell im Sommer 2026 seinen Regelbetrieb. Das Angebot richtet sich an rund 540.000 Wiener*innen zwischen 45 und 75 Jahren.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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