Frequentis auf Rekordfrequenz: Milliardenchance in den USA. Vom Tower bis zur Drohne: Frequentis funkt auf Wachstum
Herr Norbert Haslacher (CEO (Foto Photo Simonis)) im Gespräch mit Peter Heinrich
Frequentis funkt auf Rekordfrequenz: Im ersten Halbjahr 2026 steigt der Umsatz um 45,8 %, der Auftragseingang um 17 %, der Auftragsbestand liegt erstmals über 800 Mio. Euro. CEO Norbert Haslacher bremst trotzdem die Euphorie, denn Großprojekte wurden aus dem zweiten Halbjahr vorgezogen. Besonders spannend bleibt die US-Flugsicherung: Von einem Modernisierungsprogramm über 12,5 Mrd. USD hält Frequentis in den kommenden 15 Jahren ein adressierbares Volumen von 1,5 bis 2 Mrd. USD für erreichbar. Beim Thema Drohnen setzt Frequentis auf die Datendrehscheibe zwischen Sensorik, Freund-Feind-Erkennung und Abwehr. Haslacher sagt klar: Ganz Europa gegen Drohnen abzuschirmen, sei weder finanzierbar noch technisch realistisch. Gleichzeitig investiert Frequentis bewusst hohe Millionenbeträge in 5G-MCX und FRMCS. Der Ausblick bleibt vorsichtig: rund 15 % Umsatzwachstum und etwa 7 % EBIT-Marge für 2026. Funkstille? Im Geschäftsmodell jedenfalls keine Option. ATM steht für "Air Traffic Management", auf Deutsch ungefähr Luftverkehrsmanagement. Was ist der Unterschied zu Air Traffic Control, also der eigentlichen Flugverkehrskontrolle durch die Lotsen?

