AMAG HJ26 - Ergebnis steigt, negativer Cashflow - CFO Claudia Trampitsch: "Das ist ein temporärer Effekt"
Frau Claudia Trampitsch (CFO) im Gespräch mit Andreas Groß
AMAG Halbjahr 2026: Der Absatz steigt leicht auf 221.000 Tonnen. Der Umsatz wächst um 8 %, das EBITDA um 25 % auf gut 101 Mio. Euro. Der Gewinn liegt bei fast 41 Mio. Euro. Vor allem der höhere Aluminiumpreis treibt Umsatz und Ergebnis. "Im EBITDA wirkt er nicht ganz so stark", erklärt CFO Claudia Trampitsch. Zugleich verteuert er Rohmaterialien und bindet Kapital. Die höhere Produktion lässt Vorräte und Forderungen wachsen. Daher fällt der operative Cashflow auf rund -57 Mio. Euro. Der Free Cashflow sinkt auf -76 Mio. Euro. "Das ist ein temporärer Effekt", sagt Trampitsch. AMAG verfügt über genügend Liquidität zur Vorfinanzierung. Automobil, Luftfahrt und Wärmetauscher liefern Wachstumsimpulse. Rechenzentren, Batteriesysteme und KI-Infrastruktur schaffen zusätzliche Nachfrage. Trotz US-Zöllen erkennt AMAG bisher keinen Nachfragerückgang. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet AMAG 170 bis 190 Mio. Euro EBITDA. Marktpreise, Energiepreise, Nachfrage und Zölle bleiben wichtige Risiken. "Wir haben wirklich nur realistische Annahmen eingepreist", sagt Trampitsch.

