Wiener Börse (Mittag) - ATX gibt etwas nach
Erste Group nach Zahlen im Plus - AT&S brechen wieder ein - Analystenstudien zu OMV und Do&Co
Für den ATX Prime ging es vor dem Wochenende um 0,45 Prozent auf 3.163,52 Zähler hinab. Das europäische Umfeld entwickelte sich uneinheitlich.
Konjunkturseitig richteten sich die Blicke nach den geldpolitischen Entscheidungen in den Vortagen nun auf europäische Wachstums- und Inflationszahlen. So hat sich die Wirtschaft der Eurozone in den Sommermonaten überraschend robust entwickelt. Jedoch stiegen auch die Inflationsraten in mehreren Euroländern unerwartet deutlich an.
Erste Group trotzten einem schwächeren europäischen Branchentrend und gewannen 1,4 Prozent. Damit konnten sich die Titel etwas weiter von dem vergangene Woche erreichten Mehrmonatstief absetzen. Die Bank hatte mit ihren Zahlen für das dritte Quartal die Analystenerwartungen übertroffen und zudem für das Geschäft exklusive Polen den Ausblick für das Gesamtjahr erhöht.
So lag der Nettogewinn von 1,121 Mrd. Euro im Drittquartal vier Prozent über der selbst erhobenen Konsensschätzung. Grund war vor allem das starke Zinsgeschäft. Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vorquartal um sechs Prozent, die Zinsmarge verbesserte sich. Die Risikokosten lagen im Rahmen der Erwartungen.
Barclays-Analyst Krishnendra Dubey sprach in einer ersten Reaktion von einem "soliden" Quartal mit einem starken operativen Ergebnis. Äußerungen des Managements in der Analystenkonferenz würden auf das Erreichen der oberen Enden mehrerer der für 2026 gesetzten Zielspannen hindeuten.
Dagegen sackten AT&S-Aktien fast zwölf Prozent ab. Am Vorabend hatten nach US-Börsenschluss die vielbeachteten Technologiekonzerne Amazon und Intel mit ihren Quartalszahlen enttäuscht. Dies schürte am Markt einmal mehr Zweifel an den Renditen von Investitionen in Künstliche Intelligenz.
OMV kletterten um weitere 2,1 Prozent auf 75,45 Euro und markierten ein neues Rekordhoch. Hier hoben Analysten in Reaktion auf die am Vortag vorgelegten Zahlen ihre Kursziele an. Die kanadische Bank RBC erhöhte ihres von 70 auf 75 Euro, beließ die Empfehlung jedoch auf "Sector Perform". Die Schweizer UBS bestätigte ihre Kaufempfehlung bei einem leicht angehobenen Ziel von 79 Euro.
Do&Co stiegen um 3,2 Prozent auf 213 Euro. Hier nahm die UBS die Coverage mit einem "Buy"-Rating und einem Kursziel von 230 Euro auf.
spa/ger
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Quelle: APA
