Österreichische Staatsanleihen nach EZB-Entscheid mit Kursgewinnen
Zentralbank hält Schlüsselzinsen wie erwartet stabil
Die EZB hatte ihre Schlüsselzinssätze wie erwartet nicht angerührt, womit der Einlagenzins bei 2,50 Prozent bleibt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde räumte jedoch ein, dass die Notenbanker bei der Sitzung auch über die Möglichkeit einer Zinserhöhung gesprochen hätten.
"Die EZB verharrt im Oktober im Beobachter-Modus", resümierte Raiffeisen-Ökonom Franz Zobl. Angesichts gestiegener Inflationsrisiken stünden die Zeichen klar auf eine Zinserhöhung im Dezember. "Eine Verschärfung der Finanzierungsbedingungen mahnt aber zur Vorsicht und so entschied man sich, weitere Daten abzuwarten, welche insbesondere die Einschätzung der zugrundeliegenden Inflation ergänzen sollen."
Kurz vor Verkündung der Zinsentscheidung hatte die EZB zudem bekanntgegeben, dass Lagarde zum 7. Februar 2027 zurücktreten wird. Regulär wäre ihre achtjährige Amtszeit bis Ende Oktober nächsten Jahres gelaufen. Commerzbank-Ökonom Jörg Krämer erwartet keinen Einfluss auf den geldpolitischen Kurs. Er hält die Nominierung einer geldpolitischen "Taube", etwa des ehemaligen spanischen Notenbankchefs Pablo Hernández de Cos, für wahrscheinlich.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 3,17 3,24 -0,07 10 5 Jahre 3,38 3,43 -0,05 22 10 Jahre 3,62 3,65 -0,03 28 30 Jahre 3,94 3,94 0,00 26
spa/sto
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Quelle: APA
