Wiener Aktienmarkt nach Kursrutsch stabil erwartet
Hohe Ölpreise und KI-Sorgen
Am Donnerstag war der Leitindex über viereinhalb Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni abgerutscht. Auslösender Faktor der Gewinnmitnahmen war eine giftige Melange aus steigenden Ölpreisen und den daraus resultierenden Zins- und Konjunkturängsten sowie erneut aufgekommener Sorgen bezüglich der Rentabilität der massiven KI-Investitionen in der Tech-Branche.
Neben einem Kurseinbruch bei AT&S waren dabei auch die schwergewichteten Bankwerte unter die Räder gekommen. Zudem machten die Anleger bei einigen in diesem Jahr gut gelaufenen Aktien aus dem Bau- und Industriesektor Kasse. Auf Jahressicht liegt der ATX aber weiterhin 17 Prozent im Plus und auch im Vergleich zu anderen europäischen Benchmarks hat der österreichische Leitindex noch klar die Nase vorne. In der Spitze hatte der year-to-date-Gewinn über 31 Prozent betragen.
Am Berichtstag blieb die Meldungslage zu heimischen Unternehmen bisher ruhig. Am Vormittag richtete sich das datenseitige Interesse auf die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone, so die Helaba-Experten. Leichte Stimmungsrückgänge sollten ins Kalkül gezogen werden.
Am Donnerstag hatte der ATX um 4,60 Prozent schwächer bei 6.263,95 Punkten geschlossen.
Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:
Polytec +2,33% 6,14 Euro Pierer Mobility +1,87% 35,40 Euro Verbund +1,59% 67,10 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:
AT&S -18,56% 140,40 Euro Erste Group -6,18% 104,70 Euro FACC -6,16% 13,10 Euro
spa/rst
ISIN AT0000999982
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Quelle: APA
