AK-Test sah weniger Greenwashing und grünere nachhaltige Fonds
Strengere Regeln wirken - Alle 256 geprüften Fonds nachhaltig
Seit 2021 müssen Fonds mit Nachhaltigkeitsbezug entsprechend gekennzeichnet sein, es gab jedoch viel Spielraum für sogenanntes Greenwashing. Doch eine neue Leitlinie der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat nun zu mehr Transparenz geführt. Seit Mai 2025 gilt europaweit: Trägt ein Fonds im Namen Begriffe wie ESG (Environmental, Social, Governance), nachhaltig oder "green", muss mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens tatsächlich in nachhaltige Anlagen investiert werden. Das wirkt - laut AK-Analyse verzichten Fonds mit ESG-Bezug im Namen mittlerweile vollständig auf Investitionen in Kohle, Öl und Gas oder Rüstung.
Neuer Spitzenreiter im AK-Nachhaltigkeitsranking
In der AK-Wertung löste der Fonds "Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Momentum" den bisherigen Spitzenreiter "ERSTE WWF Stock Environment" ab. Artikel-9-Fonds - die höchste Kategorie - verfolgen konkrete Nachhaltigkeitsziele, Artikel-8-Fonds berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte ohne sie zum alleinigen Ziel zu machen. Acht der zehn Top-Fonds in der AK-Wertung tragen zusätzlich das österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte (UZ49).
Die AK gibt aber zu bedenken, dass sich Fonds ohne ESG-Begriff im Namen auch trotz der neuen Regeln selbst als nachhaltig (Artikel 8) einstufen können, auch wenn sie in fossile Energie, Rüstung oder Lebensmittelkonzerne wie Nestlé investieren. Die Interessenvereinigung rät, sich nicht auf eine Artikel-8-Einstufung allein zu verlassen und möglichst nach Artikel 9 klassifizierte Fonds zu wählen. Es empfiehlt sich, auf Fonds mit ESG-Begriffen im Namen zurückzugreifen und zusätzlich auf das österreichische Umweltzeichen zu achten.
(S E R V I C E - Unabhängige AK-Nachhaltigkeitsbewertung auf http://cleanvest.org bzw. https://www.cleanvest.org/de/arbeiterkammer-oberoesterreich-studie/ und verkürzte Liste auf http://ooe.konsumentenschutz.at)
inn/ver/bel
WEB http://www.arbeiterkammer.at
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Quelle: APA
