Österreichische Staatsanleihen nach Powell-Rede mit Kursgewinnen
Powell öffnet Tür für Zinssenkung
Im Gegenzug fiel die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe um 2 Basispunkte auf 3,05 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 32 Basispunkten. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,21 Prozent auf 129,36 Punkte, auch US-Anleihen reagierten mit Kursgewinnen.
"Die Stabilität der Arbeitslosenquote und anderer Arbeitsmarktindikatoren ermöglicht es uns, vorsichtig vorzugehen, während wir eine Änderung unserer Geldpolitik in Erwägung ziehen", sagte Powell am Freitag auf der Notenbank-Konferenz in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming. Die Veränderung von Risiken könne eine Anpassung der Geldpolitik erfordern. Derzeit wirke diese restriktiv - also dämpfend auf die Konjunktur.
Die US-Notenbank hatte den Leitzins zuletzt Ende Juli weiter in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent belassen. Bisher stemmte sich Powell gegen Donald Trump, dem die aktuelle Leitzinsspanne zu hoch ist. Der US-Präsident hat den Fed-Chef in den vergangenen Monaten immer wieder heftig verbal attackiert. Zudem erwägt er wegen der angeblich unerwartet hohen Umbaukosten des Geldinstituts eine Klage gegen Powell.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,02 2,06 -0,04 6 5 Jahre 2,44 2,48 -0,04 15 10 Jahre 3,05 3,07 -0,02 32 30 Jahre 3,79 3,80 -0,01 48
spa/mik
Weitere News
Disclaimer
Die Wiener Börse übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Daten.
© 2026 Wiener Börse AG
Quelle: APA
