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Wiener Börse (Schluss) - ATX geht knapp behauptet ins Wochenende

18.07.2025, 18:02:00

Leitindex minus 0,02 Prozent - Angriffe von US-Präsident auf US-Notenbank und Zollkonflikt im Fokus - US-Verbraucherlaune gestiegen

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Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag mit
geringfügigen Abschlägen geschlossen. Der ATX, der am Vormittag noch
im Plus gelegen war, drehte gegen Mittag ins Minus ab und schloss um
minimale 0,02 Prozent tiefer auf 4.485,47 Einheiten. Damit
absolvierte er den 5. Verlusttag an sechs Handelstagen, verbuchte
aber dennoch ein kleines Wochenplus von 0,05 Prozent. Auch das
europäische Umfeld drehte nach einem freundlichen Vormittagsgeschäft
teilweise ins Minus ab.
International standen weiterhin die Angriffe von US-Präsident
Donald Trump auf die US-Notenbank im Fokus. Am Freitag forderte
Trump erneut eine Senkung des Leitzinses und bezeichnete ein Prozent
als angemessen. Die Mehrheit der FOMC-Mitglieder scheine sich dem
politischen Druck aber zu widersetzen, hieß es von Experten,
US-Notenbankdirektor Christopher Waller allerdings hat am Donnerstag
erneut für eine Zinssenkung auf der nächsten Sitzung der Fed Ende
Juli plädiert. Waller wird neben anderen als ein möglicher
Nachfolger Powells gehandelt, dessen Amtszeit im Mai 2026 abläuft.
Daneben stehen weiterhin die Entwicklungen im Zollkonflikt
zwischen den USA im Fokus. Wirtschaftsminister Wolfgang
Hattmannsdorfer (ÖVP) plädierte zuletzt für eine härtere Gangart der
EU im Zollstreit mit den USA. Datenseitig kamen vor dem Wochenende
frische Zahlen aus den USA. Dort ist die Zahl der Baubeginne im Juni
stärker gestiegen als erwartet. Zudem hat sich die Stimmung der
US-Konsumenten im Juli verbessert.
Die Meldungslage auf Unternehmensebene gestaltete sich vor dem
Wochenende mager, von Analystenseite kamen aber Impulse. Die
Analysten von Deutsche Bank Research haben ihre Bewertung für die
Aktien der Telekom Austria mit "Hold" bestätigt. Auch das Kursziel
von 11,00 Euro wurde unverändert belassen. Die Bestätigung der
Einschätzungen erfolgte im Vorfeld der Ergebnisse zum zweiten
Quartal am 22. Juli. Die Aktien der Telekom schlossen um 0,2 Prozent
tiefer auf 9,64 Euro.
Zudem haben die Experten auch das Anlagevotum "Hold" für die
Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) bestätigt. Das
Kursziel in Höhe von 22,0 Euro wurde im Vorfeld der anstehenden
Zahlenveröffentlichung des Instituts ebenfalls unverändert
beibehalten. RBI-Papiere gaben um 1 Prozent auf 25,16 Euro nach. Die
Aktien der Branchenkollegen BAWAG (plus 0,5 Prozent) und Erste Group
(plus 0,2 Prozent) konnten hingegen zulegen.
Unter den größeren Kursgewinnern fanden sich Frequentis mit einem
Aufschlag von 4,8 Prozent sowie RHI Magnesita, die um 3,9 Prozent
zulegten. Semperit (plus 2,9 Prozent) und Wienerberger (plus 2
Prozent) waren ebenfalls gut gesucht.
Abschlägen nahmen hingegen die Aktien des Airline-Caterers Do&Co
(minus 3,3 Prozent) mit ins Wochenende, auch FACC beendeten die
Sitzung um 1,3 Prozent tiefer. Versorger mussten ebenfalls Einbußen
hinnehmen. Verbund fielen um 2 Prozent, EVN gaben um 0,8 Prozent
nach.
kat/ste
 ISIN  AT0000999982


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