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VW-Abgasskandal - VSV startet Sammelklage

14.07.2025, 15:57:00

Verbraucherschutzverein warnt vor Verjährung

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Stellungnahme von VW (im 2. Absatz)
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Der VW-Dieselskandal wird auch zehn Jahre
nachdem er aufgeflogen ist, die heimischen Gerichte beschäftigen.
Der Verbraucherschutzverein (VSV) reicht eine Abhilfeklage gegen VW
ein und möchte für Eigner eines VW-Diesels mit dem Motor EA189
Entschädigungen von insgesamt bis zu 1,2 Mrd. Euro erstreiten. Mit
einer Beteiligung an der Klage sei kein finanzielles Risiko
verbunden, teilte der VSV am Montag mit. Betroffene müssten sich nur
unter www.dieselanspruch.at registrieren.
Der Dieselmotor EA189 wurde in den Modelljahren 2008 bis 2015 in
Dieselfahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat und Skoda eingebaut. Es
handle sich um die letzte Möglichkeit, Ansprüche ohne Risiko
durchzusetzen, merkt der VSV an. "Die Volkswagen AG ist über den
Vorgang des VSV nicht informiert und kann dazu keine Stellungnahme
abgeben", teilt der Autobauer dazu Montagnachmittag auf APA-Anfrage
mit.
Aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vor
drei Jahren könnten Ansprüche nun verjähren. Nur unter bestimmten
Umständen besteht nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs
(OGH) vom Jänner 2022 die Chance, dass Ansprüche erst nach 30 Jahren
verjähren. "Besitzer eines Pkw mit dem Dieselmotor EA189 sollten
daher die Möglichkeit nützen, sich der Abhilfeklage anzuschließen",
sagt VSV-Obfrau Daniela Holzinger-Vogtenhuber zur APA. Der Verein
für Konsumenteninformation (VKI) hat sich im Oktober 2024 in rund
10.000 Fällen außergerichtlich mit VW geeinigt und insgesamt 23 Mio.
Euro an Entschädigungen ausverhandelt.
fel/kre
 ISIN  DE0007664039
 WEB   www.verbraucherschutzverein.at
       http://www.volkswagenag.com


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Quelle: APA