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Wiener Börse (Eröffnung) - ATX verliert nach US-Zolldrohung

14.07.2025, 10:12:00

Zölle von 30 Prozent auf Importe aus der EU

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Einzelwerte ergänzt.
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Die jüngste Zolldrohung des US-Präsidenten Donald
Trump hat den Wiener Aktienmarkt zum Wochenauftakt belastet. Der ATX
gab in der ersten Handelsstunde um 0,89 Prozent auf 4.433,23 Punkte
nach, wodurch ein Teil der Gewinne aus der Vorwoche wieder abgegeben
wurde. Für den ATX Prime ging es 0,86 Prozent auf 2.236,44 Zähler
nach unten. Auch das europäische Umfeld zeigte sich klar im Minus.
Trump weitet mit Zöllen von 30 Prozent auf Importe aus der
Europäischen Union und Mexiko seinen Handelskrieg gegen zwei
wichtige Partner aus. Die neuen Abgaben sollen ab 1. August gelten,
wie Trump am Samstag mitteilte. Die EU will sich mit Gegenmaßnahmen
vorerst zurückhalten und die Bemühungen verstärken, mit
Drittpartnern zusammenzuarbeiten.
Der Markt gehe generell davon aus, dass es sich um eine
Verhandlungstaktik handle und wir solche Sätze wahrscheinlich nicht
sehen werden, schreiben die Marktstrategen der Deutschen Bank.
"Irgendwann könnte jedoch jemandes Bluff auffliegen. Da die
US-Risikomärkte in der Nähe ihrer Höchststände liegen und die
Anleihemärkte derzeit relativ stabil sind, steht Trump weniger unter
Druck, einen Rückzieher zu machen," so die Experten weiter.
Klare Abgaben gab es in den Bankenwerten. BAWAG, Erste Group und
RBI büßten jeweils bis zu 1,4 Prozent ein. Noch deutlicher hinab
ging es für voestalpine und Wienerberger, die jeweils 1,8 Prozent
abgaben. Vergleichsweise stabil hielten sich Versorger und
Immobilienwerte.
Zumtobel tendierten mit minus 1,6 Prozent auf 4,86 Euro schwächer
als der Gesamtmarkt. Die Analysten von Erste Group Research haben
ihr Kursziel für die Papiere des Vorarlberger Leuchtenherstellers
angesichts niedrigerer Gewinnschätzungen von 6,6 Euro auf 5,4 Euro
gesenkt. Die Halteempfehlung wurde beibehalten. Zumtobel werde mit
starken Abschlägen zu seinen Mitbewerbern gehandelt, meint
Erste-Analyst Michael Marschallinger, jedoch seien diese Abschläge
angesichts der schwachen Performance gerechtfertigt.
spa/lof
 ISIN  AT0000999982


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