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Wiener Börse (Schluss) - ATX höher am Freitag, Minus auf Wochensicht

20.06.2025, 18:09:00

Krieg in Nahost im Fokus - Laut Experten weiterhin erhöhte Risikoaversion - Dünne Meldungslage

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Details zu Branchen und Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat am Freitag mit Aufschlägen
geschlossen. Allerdings büßte der Leitindex ATX einen Teil seiner
Verlaufsgewinne wieder ein, am Ende stand aber noch ein Plus von
0,62 Prozent auf 4.334,65 Einheiten. Damit konnte sich das heimische
Aktienbarometer etwas von den Verlusten der vergangenen Handelstage
erholen - auf Wochensicht blieb aber ein Minus von 0,5 Prozent
stehen.
"Die Nervosität an den Finanzmärkten bleibt auch zum Ende der
Woche spürbar. Vor allem der Nahost-Konflikt sorgt für Unruhe und
eine erhöhte Risikoaversion", beschreiben die Experten der Helaba
die derzeitige Marktlage.
Die Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien
sind heute Nachmittag in Genf in der Schweiz mit ihrem iranischen
Kollegen Abbas Araqchi zusammengekommen und wollen ausloten, ob
Teheran zum Einlenken bei seinem Atomprogramm und zum Verzicht auf
Atomwaffen bereit ist.
Daneben wird außerdem über das weitere Vorgehen der USA
spekuliert. US-Präsident Trump hatte seine Sprecherin Karoline
Leavitt zuletzt erklären lassen, er wolle innerhalb der nächsten
zwei Wochen darüber entscheiden, ob die USA als wichtigster
Verbündeter Israels in den Krieg gegen den Iran eingreifen werden.
Der heutige große Verfallstag, an dem Terminkontrakte auf Aktien
und Indizes an den Terminbörsen auslaufen, lieferte keine größeren
Impulse.
Meldungsseitig blieb es vor dem Wochenende ebenfalls sehr ruhig,
auch von Analystenseite kamen keine Impulse. Mit Blick auf die
Branchen gaben Bauwerte in Wien nach. Porr fielen um 2,6 Prozent,
Strabag büßten 0,4 Prozent ein. Ebenfalls schwächer schlossen
Semperit (minus 2,6 Prozent) und RHI Magnesita (minus 2,4 Prozent).
FACC gewannen als stärkster Wert im prime market 7,3 Prozent.
Lenzing kletterten ebenfalls um 4,6 Prozent nach oben, die Aktien
konnten sich damit etwas von den starken Vortagesverlusten erholen.
Stark gesucht waren auch Agrana (plus 3,9 Prozent) und voestalpine
(plus 2,6 Prozent).
Im Branchenvergleich zeigten sich Bankaktien zwar im Plus, kamen
aber von den Verlaufshöchstständen klar zurück. BAWAG schlossen um 1
Prozent fester, Erste Group legten um 0,3 Prozent zu und bei
Raiffeisen Bank International stand zu Handelsschluss noch ein Plus
von 0,2 Prozent.
kat/ste
 ISIN  AT0000999982


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