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Wiener Börse mit 8. Minustag in 9 Sitzungen - ATX verliert 1,11 %

19.06.2025, 17:55:00

Hohe Unsicherheit wegen Krieg im Nahen Osten - Sehr schwaches europäisches Börsenumfeld

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Kursveränderungen von Einzelwerten
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich auch am Donnerstag
mit klaren Kursabschlägen aus dem Handel verabschiedet. Der ATX
büßte weitere 1,11 Prozent auf 4.307,90 Punkte ein und setzte damit
seine laufende Abwärtsbewegung fort. Der heimische Leitindex
absolvierte bereits seinen 8. Verlusttag in neun Sitzungen.
Auch an den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen
deutlich abwärts. Der Krieg zwischen Israel und dem Iran sorgt
international unverändert für Nervosität und Zurückhaltung bei den
Akteuren. Zudem könnten auch die USA in den Konflikt eintreten, was
eine weitere massive Eskalationsstufe bedeuten würde.
Am heimischen Aktienmarkt ging es für die schwergewichteten
Banken merklich tiefer und dies drückte auf den ATX. Die Aktionäre
der BAWAG mussten ein Minus in Höhe von 2,4 Prozent verbuchen. Erste
Group verbilligten sich um 1,7 Prozent und Raiffeisen Bank
International sanken um 2,6 Prozent.
Auf Unternehmensebene lagen nur wenige Nachrichten vor. Eine
Meldung kam von der EVN. Der niederösterreichische Versorger hat das
internationale Projektgeschäft, die deutsche Umwelttechnik-Tochter
Wassertechnik GmbH (WTE), an den Baukonzern Strabag verkauft.
Nachdem sich die EVN und Strabag bereits im Dezember 2024 auf die
Eckpunkte des Verkaufs geeinigt haben, wurde nun der Kaufvertrag
unterzeichnet. Neben dem Kaufpreis von 100 Mio. Euro übernimmt der
Baukonzern auch Gesellschafterdarlehen. Die EVN-Papiere schlossen
prozentuell unverändert und Strabag-Titel fielen um 1,4 Prozent.
OMV verbuchten hingegen ein Plus von 1,2 Prozent auf 46,18 Euro.
Die Analysten der Baader Bank haben ihr 6-Monats-Kursziel für die
Aktien des Öl-, Gas- und Chemiekonzerns von 51,4 Euro auf 58 Euro
nach oben revidiert. Das Anlagevotum "Add" wurde gleichzeitig
bestätigt.
Telekom Austria gingen mit plus 1,3 Prozent auf 9,56 Euro aus dem
Handelstag. Die Analysten von der Deutschen Bank haben die Bewertung
für die Telekom-Aktien mit "Hold" neu aufgenommen. Vom zuständigen
Experten John Karidis wurde zudem ein Kursziel von 11,0 Euro
errechnet.
Unter den weiteren Schwergewichten schwächten sich voestalpine um
2,1 Prozent ab. Wienerberger bauten ein Minus von 1,9 Prozent.
ste/spa
 ISIN  AT0000999982


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