APA News

Wiener Börse (Eröffnung) - ATX fällt nach Angriff auf den Iran

13.06.2025, 09:55:00

Ölwerte gesucht, Banken schwächeln

---------------------------------------------------------------------
AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: 3. und 5. Absatz ergänzt.
---------------------------------------------------------------------
Die Wiener Börse hat nach dem israelischen Angriff
auf Irans Atomanlagen nachgegeben. Der ATX stand rund eine
Dreiviertelstunde nach Handelsbeginn 0,95 Prozent im Minus bei
4.347,27 Punkten. Für den ATX Prime ging es 0,95 Prozent hinab auf
2.185,60 Zähler. Auch an anderen europäischen Börsen zeigten sich
die Kurse belastet. Die Anleger zog es aus dem Risiko und in sichere
Häfen wie Gold und Staatsanleihen. Die Ölpreise zogen kräftig an.
Israel hat in der Nacht mit einem Großangriff auf iranische
Städte und Atomanlagen begonnen. Der israelische
Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem
"Präventivschlag", Ministerpräsident Benjamin Netanyahu von einem
"erfolgreichen Eröffnungsschlag". Im Zuge des israelischen
Großangriffs ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde
(IAEA) eine der wichtigsten iranischen Atomanlagen zum Ziel
geworden.
Die Entwicklung kam nicht gänzlich unerwartet, bereits am Vortag
hatte der Abzug von US-Botschaftspersonal aus dem Nachbarland Irak
Hinweise auf einen bevorstehenden Schlag gegeben. Den Marktstrategen
der Deutschen Bank zufolge habe jedoch die Hoffnung bestanden, dass
es sich bei den Signalen aus den USA um eine Drucktaktik vor den
geplanten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende
handeln würde.
Gesucht waren im frühen Handel Ölwerte wie OMV und SBO, nachdem
die Erdgas- und Ölpreise infolge des Angriffs kräftig zugelegt
hatten. Die Titel verbesserten sich um jeweils rund ein Prozent.
Unter den defensiven Versorgeraktien legten Verbund 1,6 Prozent zu.
Deutliche Abgaben verbuchten Bankaktien. Erste Group, BAWAG und RBI
büßten zwischen 1,6 und 2,6 Prozent ein.
Vergleichsweise gut hielten sich nach Analystenkommentaren die
Aktien der voestalpine und DO&CO. Sie gaben jeweils um bis zu 0,6
Prozent nach. Zur voestalpine meldete sich die Erste Group zu Wort.
Analyst Michael Marschallinger stufte das Papier von "Buy" auf
"Accumulate" zurück, hob jedoch im gleichen Zug sein Preisziel an.
Für die Aktien der DO&CO bekräftigte Analyst Christoph Greulich von
der Berenberg Bank als Reaktion auf die jüngsten Jahreszahlen seine
Kaufempfehlung.
spa/lof
 ISIN  AT0000999982


Preisinformation

Austrian Traded Index in EUR

Weitere News

Zur News-Übersicht


Disclaimer

Die Wiener Börse übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit der Daten.
© 2026 Wiener Börse AG
Quelle: APA