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Wiener Börse (Schluss) - ATX gewinnt zum Sitzungsende 0,73 Prozent

26.05.2025, 18:01:00

Gute Anlegerstimmung nach Verschiebung von US-Zöllen

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Mehr Details zu Einzelwerten
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Der Wiener Aktienmarkt ist am Montag mit Aufschlägen
aus dem sehr ruhig verlaufenen Handel gegangen. Der heimische
Leitindex ATX schloss 0,73 Prozent höher bei 4.415,57 Punkten. Der
marktbreitere ATX Prime legte 0,80 Prozent auf 2.224,33 Einheiten
zu. Auch andere europäische Börsen verzeichneten merkliche
Kursgewinne.
Für eine aufgehellte Anlegerstimmung sorgte die Ankündigung von
US-Präsident Donald Trump in der Nacht auf Montag (europäische
Zeit), die von ihm geplanten 50-prozentigen Zölle auf Waren aus der
EU bis zum 9. Juli zu verschieben, um mehr Zeit für Verhandlungen zu
haben. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte
ihrerseits von einem "guten Telefonat" mit dem US-Präsidenten
berichtet.
Erst am Freitag hatte Trump die 50-Prozent-Zölle angekündigt und
damit die Börsen auf Talfahrt geschickt. Einige Marktbeobachter
bleiben auch nach dem jüngsten Aufschub skeptisch. "Eigentlich
hatten die Marktteilnehmer damit gerechnet, dass die neue Regierung
in Washington zur Einsicht gekommen ist, dass Zölle allen
Beteiligten im Handelskonflikt schaden könnten", schreibt Christian
Henke vom Broker IG. "Doch am Freitag hatte sich diese Hoffnung in
Wohlgefallen aufgelöst. Mit einem baldigen Ende des Zollstreits ist
nicht mitzurechnen."
Am Montag fand in den USA als auch in Großbritannien kein Handel
statt, was auch den recht impulsarmen Handel an den europäischen
Börsen erklären dürfte.
Unter den Einzelwerten in Wien standen die Aktien von EVN im
Fokus. Der niederösterreichische Energieversorger hat im ersten
Halbjahr des Wirtschaftsjahres 2024/25 den Umsatz moderat und das
Ergebnis um rund ein Viertel gesteigert, teilte das Unternehmen in
der Früh mit. Die Nachricht kam an der Börse gut an: Die Aktien
gewannen 3,6 Prozent an Wert.
Stärker legten im Prime Segment nur die Titel von Strabag (plus
4,2 Prozent) und AT&S (plus 5,3 Prozent) zu.
Analysten der Erste Group haben dann ihr Kursziel für die Aktien
von Frequentis von 37 auf 50 Euro angehoben und dies mit positiven
Wachstumsaussichten für das Unternehmen begründet. Zugleich wurde
die Anlageempfehlung von "Buy" auf "Accumulate" gesenkt. Frequentis
notierten zuletzt 0,2 Prozent im Plus bei 46,8 Euro.
Der Faserhersteller Lenzing erweitert seinen Vorstand. Georg
Kasperkovitz wird per 1. Juni 2025 als Chief Operations Officer
(COO) in das Gremium einziehen, wurde ebenfalls in der Früh bekannt.
Die Anteile gewannen am Schluss 1,9 Prozent an Wert.
Stärkere Verluste gab es bei den Titeln der Erste Group und der
Vienna Insurance Group (VIG) - sie gaben um 1,6 bzw. 3,6 Prozent
nach. Beide Aktien wurden am Montag ex Dividende gehandelt.
Gleiches gilt auch für die UBM-Papiere. Sie legten trotzdem 2,1
Prozent auf 19,75 Euro zu. Die Analysten von Warburg Research haben
ihr Kursziel für die Aktien des Immobilienentwicklers von 30,75 auf
33,50 Euro angehoben. Die zuständigen Experten Simon Stipping und
Philipp Kaiser haben zudem ihr Anlagevotum "Buy" bestätigt.
Deutliche Verluste gab es hingegen bei den Aktien von Pierer
Mobility. Die Titel büßten am Montag gut 7,5 Prozent ein, nachdem
sie am Freitag noch deutlich zugelegt hatten.
spo/ste
 ISIN  AT0000999982


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