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Wiener Börse startet fester - ATX gewinnt 0,6 Prozent

26.05.2025, 09:37:00

Entspannungssignale im Handelskonflikt zwischen den USA und Europa

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Mehr Hintergrund und Details zu Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat den Handel am Montag mit
Gewinnen aufgenommen, nachdem es im Zollstreit zwischen den USA und
Europa eine vorläufige Entspannung gab. Der ATX legte nach einer
halben Stunde im Handel 0,36 Prozent zu auf 4.399,47 Punkte. Der ATX
Prime kletterte 0,44 Prozent nach oben auf 2.216,33 Zähler.
US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag (Ortszeit) angekündigt,
ab 1. Juni vorgesehene Zölle auf Waren aus der EU in Höhe von 50
Prozent bis zum 9. Juli auszusetzen. Das habe er
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem "sehr netten
Telefonat" mitgeteilt. Von der Leyen hatte zuvor nach eigenen
Angaben ein "gutes Telefonat" mit dem US-Präsidenten geführt.
Erst am Freitag hatte Trump die 50-Prozent-Zölle angekündigt und
damit die Börsen auf Talfahrt geschickt. Einige Marktbeobachter
bleiben auch nach dem jüngsten Aufschub skeptisch. "Eigentlich
hatten die Marktteilnehmer damit gerechnet, dass die neue Regierung
in Washington zur Einsicht gekommen ist, dass Zölle allen
Beteiligten im Handelskonflikt schaden könnten", schreibt Christian
Henke vom Broker IG. "Doch am Freitag hatte sich diese Hoffnung in
Wohlgefallen aufgelöst. Mit einem baldigen Ende des Zollstreits ist
wohl nicht mitzurechnen."
Unter den Einzelwerten in Wien stehen dann die Aktien von EVN im
Fokus. Der niederösterreichische Energieversorger hat im ersten
Halbjahr des Wirtschaftsjahres 2024/25 den Umsatz moderat und das
Ergebnis um rund ein Viertel gesteigert, teilte das Unternehmen in
der Früh mit. Die Nachricht kam gut an: Die Aktien gewannen im
Frühhandel 3,4 Prozent an Wert.
Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien von
Frequentis von 37 auf 50 Euro je Stück angehoben und dies mit
positiven Wachstumsaussichten für das Unternehmen begründet.
Zugleich wurde die Anlageempfehlung von "Buy" auf "Accumulate"
gesenkt. Frequentis notierten zuletzt 1,3 Prozent tiefer bei 46,1
Euro.
Der börsennotierte Faserhersteller Lenzing erweitert dann seinen
Vorstand. Georg Kasperkovitz wird per 1. Juni 2025 als Chief
Operations Officer (COO) in das Gremium einziehen, wurde ebenfalls
in der Früh bekannt. Die Anteile gewannen im Gleichschritt mit dem
Gesamtmarkt 0,6 Prozent an Wert.
Stärkere Verluste gab es bei den Titeln der Erste Group und der
Vienna Insurance Group (VIG) - sie gaben um 1,3 bzw. 2,8 Prozent
nach. Beide Aktien werden am Montag ex Dividende gehandelt.
spo/lof
 ISIN  AT0000999982


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