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Wienerberger kehrte in Gewinnzone zurück

20.05.2025, 10:40:00

Nettoergebnis drehte im ersten Quartal 2025 im Jahresabstand von minus 37 Mio. auf plus 4,5 Mio. Euro - Umsatz stieg um 15 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro

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Der börsennotierte Baustoffkonzern Wienerberger hat
heuer im ersten Quartal unter dem Strich einen Gewinn von 4,5 Mio.
Euro erwirtschaftet, wie das Unternehmen Dienstagfrüh bekanntgab.
Vor einem Jahr standen hier noch Verluste in Höhe von 37 Mio. Euro.
Während der Wohnbau nach wie vor schwächle, sei die Nachfrage im
Sanierungsbereich - vor allem auf Schlüsselmärkten in Europa -
solide gewesen. Der Umsatz legte im Jahresabstand um 15 Prozent von
953 Mio. auf 1,1 Mrd. Euro zu.
Die 2024 durchgezogene Übernahme des französischen Dach- und
Solaranbieters Terreal habe "positiv zum Umsatz und zum Ertrag
beigetragen", erklärte die seit 1. März neue Finanzvorständin Dagmar
Steinert in einer Telefonkonferenz. Dabei handelte es sich laut
Konzernangaben um die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte.
Als Ertragsstütze hätten sich aber auch die starke Nachfrage aus den
Niederlanden und Belgien und weitere Kostensenkungen erwiesen. Im
ersten Quartal wurden 13 Mio. Euro eingespart - halb so viel wie im
Vergleichszeitraum des Vorjahres (26 Mio. Euro).
Insgesamt volatiles Umfeld
"Alles in allem ist die geopolitische und wirtschaftliche Lage
sehr volatil", betonte Konzernchef Heimo Scheuch via Zuschaltung aus
den USA. Der Start ins Jahr sei sehr turbulent gewesen. Die
Diskussion über Zölle habe die Finanzmärkte, aber auch die Märkte
insgesamt massiv beeinflusst.
Von globalen Lieferkettenstörungen oder Zöllen sieht sich
Wienerberger selbst nicht direkt betroffen. Im Gesamtjahr strebt der
weltgrößte Ziegelkonzern den Angaben zufolge einen operativen Gewinn
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 800 Mio.
Euro an - eine unveränderte Marktsituation und weiteren
Leitzinssenkungen vorausgesetzt. 2024 lag der Wert bei 760 Mio.
Euro.
Guidance ist kein Spaziergang
"Unsere 'Guidance' ist kein Spaziergang - die Entwicklungen, die
vor allem von Nordamerika ausgehen, entsprechen nicht jenen, mit
denen wir geplant hatten", verdeutlichte Scheuch. "Das
800-Millionen-Ziel ist keinesfalls vorsichtig angesetzt - wir müssen
uns wirklich anstrengen, um es zu erreichen." Als mittelfristiges
EBITDA-Ziel gab Wienerberger über 1,2 Mrd. Euro an.
Im ersten Quartal 2025 erhöhte sich das operative EBITDA im
Jahresabstand um 13 Prozent auf 130 Mio. Euro. Die dazugehörige
Marge verschlechterte sich allerdings von 12,1 auf 11,8 Prozent.
Mögliche Friedensverhandlungen im Russland-Krieg gegen die
Ukraine und damit dann einhergehende Wiederaufbaumaßnahmen bergen
laut Wienerberger das Potenzial für eine verstärkte Nachfrage, vor
allem in Osteuropa.
kre/ivn
 ISIN  AT0000831706
 WEB   http://www.wienerberger.com


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Quelle: APA