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Wiener Börse gab im Frühhandel leicht nach - ATX büßt 0,17 % ein

20.05.2025, 10:11:00

Pierer Mobility steigt nach Finanzierungszusagen für KTM 7,8 % - Wienerberger nach Zahlen 2,5 % tiefer

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Mehr Details und Kurse von Einzelwerten
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Dienstag kurz
nach dem Handelsauftakt wenig bewegt gezeigt. Nach einen
durchwachsenden Start gab der heimische Leitindex ATX nach fast
einer Stunde im Handel 0,17 Prozent nach bei 4.411,80 Punkten. Der
marktbreitere ATX Prime büßte 0,22 Prozent ein auf 2.223,39 Zähler.
Andere wichtige europäische Handelsplätze sind mit leichten Gewinnen
gestartet.
Hier wurden von Marktbeobachtern vage Hoffnungen auf eine
Waffenruhe in der Ukraine als Grund genannt, wobei diese nicht von
allen geteilt wird. Nach seinem Telefonat mit dem russischen
Präsidenten Wladimir Putin stellte US-Präsident Donald Trump
sofortige Verhandlungen im Vatikan über eine Waffenruhe zwischen
Russland und der Ukraine in Aussicht. Experten wie der LBBW-Analyst
Uwe Streich bleiben aber skeptisch. "Trumps Telefonat mit Putin
gerät zur Farce", schrieb er in einem Kommentar.
Positive Nachrichten gab es von Pierer Mobility, was der Aktie
zuletzt noch ein Plus von 7,8 Prozent bescherte. In der Früh war es
zeitweise noch deutlicher nach oben gegangen. Die Pierer-Tochter -
der insolvente Motorradhersteller KTM - hat nach eigenen Angaben
Finanzierungszusagen zur Erfüllung der 30-Prozent-Barquote im
Insolvenzverfahren erhalten. Das teilten die Unternehmen in einer
Ad-hoc-Mitteilung in der Nacht auf Dienstag mit. Damit könnten die
Quotenzahlungen - vorbehaltlich des Abschlusses der erforderlichen
Verträge - bis zum festgesetzten Zeitpunkt am 23. Mai geleistet
werden.
Am Montag war die Aktie bereits um gut 20 Prozent nach oben
geschossen, nachdem die "Krone" gemeldet hatte, dass sich der
indische Miteigentümer Bajaj ein Darlehen gesichert hat, mit dem ein
großer Teil - 566 Mio. der nötigen 600 Mio. Euro - der Quote für die
Gläubiger beglichen werden soll.
Aktien von Wienerberger gaben deutliche 2,5 Prozent nach. Der
Baustoffkonzern hat im ersten Quartal 2025 unter dem Strich einen
Gewinn von 4,5 Mio. Euro erwirtschaftet, wie der Konzern
Dienstagfrüh bekannt gab. Vor einem Jahr standen hier noch Verluste
in Höhe von 37 Mio. Euro. Analysten der Erste Group sprechen von
einem gemischten Bild. Das schwache Ergebnis im Nordamerika-Geschäft
sei "ziemlich enttäuschend". Positiv sei hingegen die Entwicklung in
Europa.
Die Austriacard Holdings hat dann im ersten Quartal 2025 einen
geringeren Gewinn erzielt. Unterm Strich stand ein Ergebnis von 2,6
Mio. Euro, das ist gut die Hälfte weniger als in der
Vorjahresperiode, wie am Montag nachbörslich bekannt wurde. Die
Aktien wurden bis dato noch nicht gehandelt.
Impulse könnte am Dienstag ein Reigen an Notenbanker-Reden auf
beiden Seiten des Atlantiks liefern. "Im Hinblick auf die
EZB-Politik werden die Reden wohl die Erwartungen einer Zinssenkung
im Juni untermauern", schätzen die Analysten der Helaba. Von den
US-amerikanischen Zentralbankern erwarten sich die Experten hingegen
einen Tenor, wonach "zunächst eine abwartende Haltung angemessen
erscheint". Datenseitig könnte am Nachmittag das
Verbrauchervertrauen in der Eurozone von Interesse sein.
spo/ger
 ISIN  AT0000999982


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