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Wiener Börse schwächer im Frühhandel - ATX verliert 1,12 Prozent

30.04.2025, 10:28:00

Zahlenvorlagen von den Schwergewichten Erste Group, OMV und Andritz - Andritz-Aktie springt hoch, OMV und Erste Group klar tiefer

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Vorgelegte Quartalszahlen und Kursreaktionen
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Die Wiener Börse hat am Mittwoch den Handel mit
etwas schwächerer Tendenz aufgenommen. Der heimische Leitindex ATX
gab bis kurz nach zehn Uhr 1,12 Prozent auf 4.050,46 Einheiten ab.
An den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen nach
positiven Vorgaben von der Wall Street hingegen weiter nach oben.
Der deutsche Leitindex DAX steuert bereits seinen 7. Gewinntag in
Folge an.
Am heimischen Aktienmarkt rückten in der auf Hochtouren laufenden
Berichtssaison die Schwergewichte Erste Group, OMV und Andritz mit
Zahlenvorlagen in den Fokus der Akteure. Auch FACC legte Ergebnisse
vor und am Vorabend nach Börsenschluss präsentierten bereits Telekom
Austria und EuroTeleSites Geschäftsergebnisse. Die Andritz-Titel
reagierten mit einem satten Plus von 8,6 Prozent auf 62,05 Euro.
Erste Group und OMV schwächten sich hingegen um 4,2 bzw. 3,3 Prozent
ab.
Seit dem Jahresauftakt liegen die Andritz-Anteilsscheine damit
bereits fast 28 Prozent im Plus. Der steirische Maschinen- und
Anlagenbauer hat nach Einschätzung der Baader Bank einen guten Start
in das Geschäftsjahr 2025 absolviert und dabei einen überraschend
hohen Auftragseingang aufgewiesen. Wie erwartet gingen die Umsätze
und das EBITA im Vergleich zu einem starken Vorjahresquartal etwas
zurück.
Der Auftragseingang stieg im Jahresvergleich um 19,6 Prozent auf
2,33 Mrd. Euro. Die Experten von der Baader Bank bestätigten
daraufhin ihre "Buy"-Empfehlung für die Titel mit einem errechneten
Kursziel in Höhe von 80 Euro. Die Analysten stufen die Aktien als
massiv unterbewertet ein.
Der Gewinn der Erste Group fiel im 1. Quartal 2025 im Vergleich
zur Vorjahresperiode um 5,1 Prozent auf 743 Mio. Euro. In einer
Aussendung führt die Bank das auf Bankenabgaben und hohe Abschlüsse
in den Kollektivverträgen zurück. Der Zinsüberschuss stieg hingegen
leicht, der Provisionsüberschuss stark. Die Zahlen lagen damit
leicht unter den Markterwartungen.
Die OMV, Österreichs größter Industriekonzern, hat im ersten
Quartal 2025 einen Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn schmolz
um 70 Prozent auf 143 Mio. Euro, nach 468 Mio. Euro im ersten
Quartal 2024. Hier bewerteten die Analysten der Erste Group die
Ergebnisse als moderat unter den Prognosen.
FACC ermäßigten sich um 3,5 Prozent. Der oberösterreichische
Luftfahrtzulieferer hat im ersten Quartal 2025 einen
Ergebniseinbruch verbucht. Verwerfungen in den internationalen
Lieferketten und hohe Material- und Personalkosten hätten das
operative Ergebnis (EBIT) auf 4,3 Mio. Euro einbrechen lassen, nach
9,9 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2024. Der Umsatz legte dank des
Wachstums der Luftfahrtindustrie unterdessen um 14 Prozent auf 231
Mio. Euro zu. Laut Erste Group lag der Umsatzausweis über den
Schätzungen, das EBIT enttäuschte hingegen.
Bereits am Vorabend nach Börsenschluss publizierten Telekom
Austria und EuroTeleSites Quartalszahlen. Die A1 Telekom Austria hat
ihr operatives Ergebnis im ersten Quartal 2025 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum verbessert. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) der Gruppe erhöhte sich um 5,2 Prozent auf
477,9 Mio. Euro. Die Telekom-Papiere zeigten sich mit plus 0,1
Prozent.
Die Sendemastenfirma EuroTeleSites hat heuer im ersten Quartal
bessere Ergebnisse erzielt als vor einem Jahr. Die Verkaufserlöse
legten um 5,9 Prozent auf 67,7 Mio. Euro zu und der Gewinn vor
Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich von
54,4 auf 59,6 Mio. Euro. Die Aktie reagierte mit minus 1,9 Prozent.
ste/lof
 ISIN  AT0000999982


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