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Wiener Börse am Vormittag mit Abschlägen - ATX minus 0,08 Prozent

22.04.2025, 09:50:00

Erwägungen der US-Regierung über Powell-Entlassung sorgen für Unsicherheit an Finanzmärkten - Dünne Meldungslage

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Neu: Aktualisierte Kurse und Details zu Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat sich am Dienstagvormittag mit
ein wenig tieferen Notierungen gezeigt. Für Verunsicherung sorgt
auch an den Finanzmärkten diesseits des Atlantiks, dass die
US-Regierung unter Präsident Donald Trump erwägt, den Chef der
US-Notenbank Fed, Jerome Powell, zu entlassen.
Trump drängte den Fed-Vorsitzenden am Montag zum wiederholten
Male, die Leitzinsen zu senken und bezeichnete ihn in seinem
Onlinenetzwerk Truth Social als "Loser". Powell will die Zinsen
wegen Inflationsrisiken nach Trumps Zoll-Rundumschlag vorerst aber
nicht senken. Die US-Börsen hatten am Montag auf die jüngsten
Entwicklungen mit kräftigen Abschlägen reagiert.
Der heimische Leitindex ATX zeigte sich am Dienstagvormittag
geringfügig schwächer und gab bis 9.45 Uhr um 0,08 Prozent auf
3.912,87 Zähler nach. Auch der breiter gefasste ATX Prime fiel um
0,06 Prozent auf 1.973,62 Einheiten. Die wichtigsten europäischen
Handelsplätzen zeigten sich ebenfalls überwiegend im Minus.
US-Präsident Trump hatte sich bereits mehrfach über die Weigerung
der Federal Reserve beschwert, die Zinsen zu senken. Am Freitag
hatte Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats der
USA, gesagt, der Präsident prüfe, ob er in der Lage sei, Powell zu
entlassen. Die Unabhängigkeit der Zentralbanken von politischen
Einflüssen sei wirklich wichtig für deren Arbeit, betonte Chicagos
Fed-Präsident Austan Goolsbee in einer Reaktion am Sonntag.
"Mal wieder ist es US-Präsident Trump, der die weltweiten
Finanzmärkte in Aufruhr bringt. Erneute Angriffe auf die
US-Notenbank und Fed-Chef Powell lassen die Risikoaversion steigen
und bringen US-Assets unter Druck. Datenseitig interessant wird es
erst morgen mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes in
Deutschland, Frankreich und der Eurozone", schreiben die Experten
der Helaba.
In Wien blieb die Meldungslage bisher mager. Impulse kamen von
Analystenseite. Die Wertpapierexperten der Berenberg Bank haben ihre
Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der heimischen OMV im Rahmen
einer Sektor-Studie bestätigt. Auch das Kursziel in Höhe von 56,00
Euro wurde unverändert beibehalten. OMV-Papiere lagen am Vormittag
um 0,8 Prozent höher auf 43,18 Euro.
Die Deutsche Bank hat ihr Rating "Buy" für die Erste Group im
Vorfeld der Ergebnisveröffentlichung des heimischen Finanzinstituts
am 30. April bekräftigt. Das Kursziel lautet 72 Euro. Die Aktien der
Erste Group fielen 0,4 Prozent auf 61,40 Euro. Auch bei den
Branchenkollegen BAWAG (minus 1,1 Prozent) und Raiffeisen Bank
International (minus 0,7 Prozent) ging es abwärts.
kat/ger
 ISIN  AT0000999982


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