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KTM geht mit Bajaj-Finanzspritze bald wieder an den Start

26.02.2025, 13:09:00

Hochfahren Mitte März, Vollauslastung im Einschichtbetrieb innerhalb von drei Monaten geplant

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Letzte zwei Absätze zur indischen Bajaj
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Heute, Mittwoch, erwartet der insolvente
Motorradhersteller KTM eine 50-Mio.-Euro-Geldspritze seines
indischen Miteigentümers Bajaj auf seinem Konto. Damit sieht man
sich in der Lage, das Wiederhochfahren der Produktion vorzubereiten
und bis zum Abschluss des laufenden Investorenprozesses
durchzuhalten. Wer als Investor an Bord kommen könnte, ist völlig
unklar, auch ob es ein strategischer oder ein Finanzinvestor sein
wird.
Sowohl KTM als auch Sanierungsverwalter Peter Vogl war bisher
unter Hinweis auf vertrauliche Verhandlungen kein Name zu entlocken.
Kolportiert werden u.a. BMW, aber auch Stephan Zöchling,
Miteigentümer des Auspuffherstellers Remus und neuer
Aufsichtsratschef der KTM-Mutter Pierer Mobility. Nur so viel: Es
gebe "großes Interesse" und alle Interessenten, die noch im von der
Citibank geführten Prozess verblieben seien, hätten Interesse am
Erhalt des Standorts, versicherte KTM-CEO Gottfried Neumeister.
Fremdkapital zu Beginn nötig
Dennoch: Wer immer zum Zug komt, wird noch kartellrechtliche
Genehmigungen abwarten müssen. "Es wird also in jedem Fall so
strukturiert sein müssen, dass zuerst Fremdkapital bereitgestellt
wird, bis die Freigabe da ist, dass man auch wirklich als
Shareholder in das Unternehmen einsteigen kann", skizzierte
Neumeister den Ablauf. Denn die 50 Mio. Euro von Bajaj können KTM
zwar bis Ende März über Wasser halten, dann sind aber weitere 100
Mio. Euro nötig, um die Fortführung für April und Mai
sicherzustellen und rund 600 Mio. Euro, um die 30-prozentige
Barquote wie vorgesehen bis 23. Mai an die Gläubiger auszubezahlen.
Die geplante Vollauslastung der vier Produktionslinien im
Einschichtbetrieb will man innerhalb von drei Monaten erreichen. Bei
KTM in Mattighofen wurde der erste Schritt zur Rettung Dienstagabend
mit Lichtinstallationen gefeiert, die gleichzeitig der Auftakt einer
neuen Kampagne ("Orange Blood") waren. Auf einem Online-Portal
sollen sich Besitzer und Fahrer von KTM-Maschinen weltweit vernetzen
können.
Indischer Partner ist Weltmarktführer bei Dreirädern
Die indische Bajaj Auto ist einer der weltgrößten
Motorradproduzenten und hält knapp 50 Prozent an KTM. Nach
Eigenangaben es ist Indens Nummer 1 Motorradexporteur und hat über
18 Millionen Bikes in mehr als 70 Länder verkauft. Bei Dreirädern
sei man Weltmarktführer.
Der Mutterkonzern Bajaj Group behauptet von sich mit einem
Börsenwert von 167 Mrd. Dollar der drittgrößte Konzern des
bevölkerungsreichsten Landes des Planeten zu sein. Gegründet wurde
das Unternehmen von Jamnalal Bajaj, die Kooperation mit den
Oberösterreichern begann 2007 mit einer Beteiligung von 14,5
Prozent.
stf/ver/inn/cri
 ISIN  AT0000KTMI02
 WEB   www.pierermobility.com


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Quelle: APA