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News zu VIG, Strabag, Andritz, FACC, Kontron, Frequentis, Emerald Horizon, Erste AM

Die Vienna Insurance Group hat die Verrechneten Prämien im Halbjahr um 5,4 Prozent auf 9,0 Mrd. Euro gesteigert. Mit einem Plus von 18,4 Prozent die höchste prozentuelle Steigerungsrate kommt aus der Lebensversicherung ohne Gewinnbeteiligung. Insgesamt wurde das Wachstum vor allem vom Kernmarkt CEE mit über dem Gesamtdurchschnitt liegenden Zuwachsraten getragen, so die VIG. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im 1. Halbjahr 2026 um 20,7 Prozent auf 641,5 Mio. Euro. Die Ergebnissteigerung sei unter anderem auf die positive Entwicklung des Gesamtkapitalveranlagungsergebnisses und der Netto Combined Ratio zurückzuführen, wie es heißt. Die Netto Combined Ratio verbesserte sich im Halbjahr 2026 auf 91,4 Prozent und liegt damit um 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 91,9 Prozent. Die Verbesserung gegenüber der Vorjahresperiode ist vorwiegend auf geringere Schadenbelastungen zurückzuführen, so die VIG. Die Solvenzquote der Gruppe liegt bei 272 Prozent (inklusive Übergangsmaßnahmen). Die Entwicklung gegenüber dem Jahresende 2025 (296 Prozent) ist im Wesentlichen auf eine vereinfachte Berücksichtigung der Nürnberger Beteiligungs-AG (zum 30.6.2026 noch nicht konsolidiert) im Rahmen der Solvenzkapitalberechnung zurückzuführen, wie die VIG erklärt. Das Gesamtkapitalveranlagungsportfolio betrug zum 30. Juni 2026 49,1 Mrd. Euro (Ende 2025 47,2 Mrd. Euro). Das entspricht einem Anstieg um 4,1 Prozent. Erklärt wird der Anstieg mit gestiegenen Marktwerten der zum Zeitwert bewerteten Investments sowie mit hohen Neuveranlagungen. Der Ausblick für 2026, mit einem Ergebnis vor Steuern innerhalb einer Bandbreite von 1,25 bis 1,30 Mrd. Euro (exklusive Nürnberger), wird bestätigt. Mit Ausnahme der Solvenzquote ist in den  Zahlen für das Halbjahr 2026 die Nürnberger Beteiligungs-AG nicht berücksichtigt. Die Nürnberger Beteiligungs-AG wird erstmals in den Konzernabschluss 2026 einbezogen werden.

Strabag Property and Facility Services (Strabag PFS) konnte sich in einem Wettbewerbsverfahren durchsetzen und übernimmt zum 1. Januar 2027 das Technische Facility Management für die Frankfurter Konzernzentrale der DZ Bank AG. Zu betreuen sinc vier Gebäude im Frankfurter Bankenviertel mit einer Gesamtfläche von 152.661 Quadratmetern, nämlich der Westend-Tower (58 Geschosse, 58.703 m²), das City Haus I (45 Geschosse, 60.820 m²), das City Haus II (10 Geschosse, 30.391 m²) sowie ein Pavillon (6 Geschosse, 2.747 m²). Der Vertrag hat eine mehrjährige Laufzeit mit Verlängerungsoption.

Andritz erhielt von Nanning Sun Paper einen Auftrag für ein Zellstoff- und Papierprojekt. Der Grazer Konzern liefert wesentliche Prozesstechnologien und Ausrüstung für eine dritte Zellstoffproduktionslinie sowie Systeme für die neue Papiermaschine PM21. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2027 geplant. Der Gesamtwert der Aufträge liegt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Die Erste Group bleibt beim Buy für die FACC-Aktie, hebt aber das Kursziel von 18,7 auf 19,5 Euro an.

Die Analysten von Oddo BHF bleiben bei der Kauf-Empfehlung für FACC und heben das Kursziel von 16,0 auf 17,7 Euro an. Sie meinen: "Nach dem jüngsten Kursrückgang halten wir das zweistellige organische Wachstumsprofil und das Margensteigerungspotenzial von FACC weiterhin für nicht ausreichend im Aktienkurs reflektiert. Die präzisierte Umsatzprognose signalisiert trotz des schwächeren zweiten Quartals Vertrauen in eine deutliche Wachstumsbeschleunigung in H2. Gleichzeitig unterstreichen die früher als im Vorjahr vorgelegte Margenprognose, die bereinigte Verbesserung bei Cabin Interiors und die erwartete Erholung von Engines & Nacelles die zunehmende Ergebnisvisibilität. Zusätzliche Unterstützung bieten der Produktionshochlauf bei Widebody-Flugzeugen und die günstigere Wechselkursentwicklung."

Die Analysten von Oddo BHF stufen die Frequentis-Aktie weiter mit Halten und Kursziel 81,0 Euro ein. Sie erklären: "Das starke erste Halbjahr stärkt unser Vertrauen, dass Frequentis seine Ziele für das Geschäftsjahr 2026 erreichen kann. Die zugrunde liegende Profitabilität war nach Bereinigung um die Wertminderung im ATM-Segment und die projektbezogenen Rückstellungen bei PST deutlich besser, als die ausgewiesene Marge vermuten lässt. Zudem sollten die erwartete Normalisierung des Materialmixes und Claim Settlements die Margenentwicklung im zweiten Halbjahr unterstützen. Für die mittelfristige Ambition einer zweistelligen EBIT-Marge benötigen wir jedoch weiterhin zusätzliche Belege. Deren Erreichung hängt insbesondere von der erfolgreichen Transformation des margenschwächeren ATM-Geschäfts hin zu einem höheren Softwareanteil ab."

Die Analysten von NuWays bestätigen die Kauf-Empfehlung mit Kursziel 1300 Euro für die Emerald Horizon-Aktie. Emerald Horizon hat gemeinsam mit seinem Industriepartner VDL Groep den Start seines ADES-Testkreislaufprogramms bekannt gegeben. Laut Unternehmen stellt der Testkreislauf den ersten integrierten Systemtest für ADES dar und vereint Komponenten, die bisher größtenteils einzeln entwickelt und validiert wurden. Das Projekt dient der Validierung des Zusammenspiels wichtiger fluidthermodynamischer Komponenten und Systeme, darunter Pumpe, Salzschmelzkreislauf, Rohrleitungen, Wärmetauscher, Mess- und Regelungstechnik. Die Kombination aus dem ersten integrierten ADES-Systemtest und dem Übergang der VDL-Partnerschaft in die projektspezifische Umsetzung stellt nach Ansicht der NuWays-Experten einen wichtigen technischen und industrialisierenden Meilenstein für ADES dar. Eine erfolgreiche Umsetzung sollte das Entwicklungs- und Industrialisierungsrisiko auf dem Weg zum angestrebten Prototypen im Jahr 2029 und der Serienproduktion ab 2031 schrittweise reduzieren, so die Analysten.

Die Analysten von Jefferies haben das Kursziel für Kontron von 27,0 auf 26,0 Euro gesenkt, das Buy-Rating wurde bestätigt.

Die Erste Asset Management bekommt einen neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung: Robert Kubin wird die Funktion mit 1. Dezember übernehmen. Er folgt damit Heinz Bednar nach, der Ende August 2027 in den Ruhestand gehen und dem Unternehmen aber bis dahin in beratender Funktion zur Seite stehen wird. Robert Kubin verfügt über mehr als 25 Jahre internationale Führungserfahrung in den Bereichen Vermögensverwaltung, Versicherungen und Finanzdienstleistungen. Er kommt von Amundi, wo er als stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Leiter Vertrieb für Zentraleuropa tätig ist. 

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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