Wiener Börse News

In den News: VIG, Frequentis, FACC, Strabag, Verbund, voestalpine, Porr, RBI, Research zu Andritz, AT&S, Erste Group

Die Vienna Insurance Group (VIG) beteiligt sich mit 25 Prozent am Wiener Technologieunternehmen Dolphin Technologies und vertieft damit eine seit 2022 bestehende Zusammenarbeit, um KI-gestützte Telematik innerhalb der Gruppe zu forcieren. Dolphin Technologies wurde 2001 in Wien gegründet und entwickelt KI-gestützte Telematikplattformen und digitale Mobilitätsservices für Versicherungs- und Automobilunternehmen. Derzeit nutzen bereits sieben VIG-Gesellschaften die Technologie von Dolphin: Kooperativa in Tschechien, Kooperativa in der Slowakei, Compensa in Polen, Compensa in Litauen, Union in Ungarn, Omniasig in Rumänien und Ray Sigorta in der Türkei.

Frequentis hat einen Auftrag aus Australien erhalten. Im Auftrag der Regierung von Queensland wird das neue Digital Radio System (DRS) als Teil der 1. Phase von The Wave, einem transformativen Infrastrukturprogramm für den öffentlichen Verkehr und die Eisenbahn, das Brisbane und die Sunshine Coast verbindet, installiert. Frequentis liefert die Plattformfunktionen für das Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) als Teil des Kommunikations-Arbeitspakets, das von UGL Transport gemeinsam mit Ericsson und Frequentis implementiert wird. Dies umfasst 3GPP Mission Critical Data Services (MCData IP-Konnektivität) sowie Streckengateway-Funktionen. Die Lösung wird eine Basis für die künftige Entwicklung von Queenslands Bahnkommunikation im Einklang mit FRMCS schaffen.

FACC wird bis 2030 rund 350 Mio. Euro in neue Technologien und den Ausbau der weltweiten Standorte investieren. Damit werden sowohl höhere Fertigungsraten bestehender Programme als auch neue Kundenprojekte ermöglicht und die Effizienz im gesamten Unternehmen weiter gesteigert. Im kroatischen Jakovlje hat FACC die Fertigungskapazitäten für das starke Wachstum der Luftfahrtindustrie in den kommenden Jahren erhöht. Insgesamt wurden 36 Mio. Euro in den Standort investiert. „2022 haben wir angekündigt, Fläche und Kapazität am Standort in Kroatien deutlich auszubauen und von 160 auf über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu wachsen. Wir haben geliefert – und wir sind noch lange nicht fertig“, betonte FACC CEO Robert Machtlinger im Rahmen der Eröffnung.

Die Strabag errichtet die Infrastruktur für den Bau und Betrieb des Batterieparks Waltrop, eines der größten Batteriespeicherprojekte Deutschlands. Strabag verantwortet die Erschließung der Gesamtfläche und schafft damit die Voraussetzungen für den Bau und Betrieb des Batteriespeicherparks. Zum Leistungsumfang gehören außerdem die schlüsselfertige Errichtung der zugehörigen Gebäude des 380-kV-Umspannwerks sowie die Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur für dessen Bau und Betrieb. Die von der Trianel Batteriepark Waltrop GmbH & Co. KG (TBW) entwickelte Anlage soll mit einer geplanten Leistung von rund 900 MW und einer Speicherkapazität von etwa 1.800 MWh einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilisierung, zum Engpassmanagement sowie zur Flexibilisierung des Strommarktes leisten. Die Inbetriebnahme des Projekts ist für die zweite Jahreshälfte 2028 vorgesehen.

Verbund und voestalpine haben einen erweiterten Rahmenvertrag abgeschlossen, um ihr gemeinsames Ziel, die Transformation der Industrie und der Energiesysteme aktiv voranzutreiben, zu bestärken. Der Rahmenvertrag läuft bis Ende 2029 und schafft einen verbindlichen Rahmen für die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung zukunftsweisender Projekte in den Bereichen erneuerbare Energieversorgung und Wasserstoff. Im Mittelpunkt der erweiterten Partnerschaft stehen die langfristige Energieversorgung der voestalpine-Standorte sowie die gemeinsame Entwicklung innovativer Infrastruktur- und Energielösungen. Dazu zählen standortspezifische Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien ebenso wie Lösungen für Wasserstoff, Energiespeicherung und Flexibilitätsvermarktung. Parallel dazu wird die Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff fortgesetzt. Die bereits 2019 am voestalpine-Standort Linz errichtete Wasserstoffpilotanlage H2FUTURE - und damit die weltweit am längsten laufende Wasserstoff-Pilotanlage ihrer Art - wird hinsichtlich Produktion, Speicherung, Verladung und Weiterverwendung von grünem Wasserstoff weiterentwickelt. Gleichzeitig arbeiten beide Unternehmen an einer langfristigen Roadmap für die Versorgung einiger voestalpine-Standorte mit grünem Wasserstoff.

Die Porr hat eine tief nachrangige, unbefristete Wandelschuldverschreibung platziert. Die Schuldverschreibung wird mit einem Gesamtnennbetrag von 150 Mio. Euro und einer Stückelung von 100.000 Euro begeben. Der Bau-Konzern beabsichtigt, den Nettoemissionserlös  zur Erhöhung der finanziellen Flexibilität zur Beschleunigung des organischen und/oder anorganischen Wachstums sowie für allgemeine Unternehmenszwecke zu verwenden, wie es heißt.  Porr-CEO Karl-Heinz Strauss: „Diese Platzierung gibt uns die finanzielle Stärke, unsere starke Marktposition in unseren sieben Heimmärkten weiter auszubauen. Mit dem Emissionserlös verfügt die Porr über die notwendige Flexibilität, ihre Wachstumsinitiativen zu beschleunigen. Unser klarer strategischer Fokus bleibt auf Intelligentes Wachstum mit Green and Lean ausgerichtet.“

Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien hat heute auf Antrag der Raiffeisen Bank International AG (RBI) und ihrer russischen Tochter AO Raiffeisenbank ein Versäumungsurteil gegen Rasperia erlassen und diese zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von ca. 3,15 Mrd. Euro verpflichtet. Sollte Rasperia innerhalb von vier Wochen keine Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen, erlangt es Rechtskraft. Die RBI würde dann in einem nächsten Schritt bei der FMA als zuständige Sanktionsbehörde einen Antrag auf Freigabe der österreichischen Vermögenswerte der Rasperia stellen, um ihren Schadenersatzanspruch zu vollstrecken. Diese Vermögenswerte, die aufgrund von EU-Sanktionen eingefroren sind, bestehen aus 28,5 Millionen Strabag SE-Aktien sowie Dividenden für die Geschäftsjahre ab 2021 und einer Barausschüttung aus der Kapitalherabsetzung der Strabag SE im März 2024. „Wir tragen gegenüber den Aktionärinnen und Aktionären der Raiffeisen Bank International die Verantwortung, gegen den in Russland entstandenen Schaden wirksam vorzugehen. Das heutige Urteil ist dabei ein wichtiger Schritt“, kommentierte Michael Höllerer, Vorstandsvorsitzender der RBI, das heutige Urteil.

Die Analysten von Bernstein nehmen die Coverage für die Andritz-Aktie mit einer Outperform-Empfehlung und Kursziel 100,0 Euro auf.

Die Analysten von Oddo BHF bestätigen die Outperform-Empfehlung für AT&S und erhöhen das Kursziel von 220,0 auf 250,0 Euro.

Die Analysten von Oddo BHF bleiben bei der Erste Group-Aktie auf Outperform, passen aber das Kursziel leicht von 138,52 auf 139,0 Euro an.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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