Wiener Börse News

In den News: Verbund, Porr, Bawag, Asta, Telekom Austria, Post, Kontron

Peter Kollmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der Verbund, legt sein Vorstandsmandat mit Wirkung zum 31. August 2026 nieder und wird Vice Chair EU und Country Executive für Deutschland und Österreich bei der Bank of America. Peter Kollmann wird dem Unternehmen bis zum 31. August 2026 zur Verfügung stehen, um einen geordneten und reibungslosen Übergang sicherzustellen. Sollte bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Nachfolge für die CFO Funktion bestellt sein, ist vorgesehen, dass Verbund-Vorstandsvorsitzender Michael Strugl interimistisch zusätzlich die Rolle als CFO übernimmt. Der Verbund-Aufsichtsrat startet umgehend mit dem Prozess zur Suche der Nachfolge von Peter Kollmann, heißt es seitens Verbund.

Die internationale Non-Profit-Umweltorganisation CDP erhöht das Rating für Porr. Im Climate Change-Rating konnte die Porr ihre Note von B auf A- steigern. Im Water-Rating blieb die Porr bei Note B. „Wir haben in den letzten beiden Jahren bedeutende strategische Schritte im Klimaschutz und in der Nachhaltigkeit gesetzt und diese konsequent umgesetzt. Die Verbesserung im CDP-Rating bestätigt diesen Kurs“, erklärt Porr CEO Karl-Heinz Strauss. Die CDP-Ratings gelten international als anerkannter Benchmark für Nachhaltigkeit und Klimamanagement. Mehr als 22.000 Unternehmen, die mehr als die Hälfte der globalen Marktkapitalisierung repräsentieren, legen ihre Umweltinformationen über CDP offen.

Bawag-CEO Anas Abuzaakouk hat am 21. und 22. April in Summe 30.000 Aktien über die Wiener Börse erworben, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

"Wir haben ein resilientes Geschäftsmodell ohne wesentliche Anfälligkeit gegenüber dem aktuellen Konflikt im Mittleren Osten", sagte Asta Energy-CEO Karl Schäcke in einem Call am Freitag Nachmittag nach Veröffentlichung der Zahlen für 2025 (an dieser Stelle berichtet). Mit den wichtigsten Kunden (zB Siemens Energy, GE Vernova ...) gebe es Langfristvereinbarungen, zudem könnten höhere Rohstoffpreise weitergegeben werden, so der CEO. Man verfüge über einen festen Order Backlog für zwei Jahre. Schäcke spricht von einem "Supercycle bis nach 2030". Zuletzt hat Asta mehr als 30 Mio. Euro in den Ausbau der Kapazitäten investiert. Man sei sehr zuversichtlich, die ausgerufenen Ziele für 2026 zu erfüllen, so der CEO. Schon das erste Quartal sei "vielversprechend" verlaufen, wie der CEO anmerkt (Q1 wird am 28. Mai veröffentlicht). Auch der Free Cashflow soll weiter steigen - an Aktionäre soll ab ca 2028 eine Dividende ausgeschüttet werden, wie CFO Daniela Klauser wissen lässt. Das Unternehmen profitiere insgesamt von einer starken Marktnachfrage, da Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit zu verstärkten Investitionen in das Stromnetz und zur Elektrifizierung führen.

Die Analysten der Berenberg Bank stufen Asta nach Vorlage der Zahlen weiterhin mit Buy ein und erhöhen das Kursziel von 51,0 auf nunmehr 58,0 Euro.

JP Morgan bestätigt die Übergewichten-Empfehlung für Bawag und erhöht das Kursziel von 161,0 auf 183,0 Euro.

Die Analysten von Raiffeisen Research bleiben bei A1 Telekom Austria auf "Kaufen", passen aber das Kursziel von 10,0 auf 10,40 Euro an. Sie meinen: "Die Telekom Austria legte insbesondere dank der höheren Dienstleistungserlöse, aber auch aufgrund des anhaltenden Wachstums im ICT-Bereich, den stärkeren Endgeräteverkäufen sowie der soliden Entwicklung im Retail-Mobilfunkgeschäft einen positiven Start in das Geschäftsjahr 2026 hin. Die regionale Betrachtung der Ergebnisse offenbart dabei ein bereits bekanntes Muster: Der österreichische Markt schwächelt, während CEE bzw. die internationalen Märkte diese Schwäche mehr als ausgleichen, sodass in Summe die Konsensschätzungen hinter sich gelassen werden. Darüber hinaus bewies der ICT-Bereich erneut sein vielversprechendes Wachstumspotenzial. Hinsichtlich des Aktienkurses sehen wir ebenso noch etwas Luft nach oben, wobei die respektable Dividendenrendite ein zusätzliches Argument für den Anteilsschein liefert."

Die Österreichische Post eröffnete einen SB-Standort im Donaupark Mauthausen. Die neue SB-Filiale hat eine Fläche von 75 m², bietet Platz für fast 450 Abholfächer und ist ausgelegt für rund 4.200 Haushalte und Unternehmen in der Umgebung.

Der IoT-Spezialist Kontron stellt die Hardware-Plattform für eine neue Lösung von TeamViewer bereit, die einen sicheren Fernzugriff auf industrielle Anlagen ermöglicht. Die auf der Hannover Messe 2026 vorgestellte Plug-and-Play-Lösung bietet agentenfreien Fernzugriff auf OT-Systeme nach dem Zero-Trust-Prinzip – ohne Software-Installation auf den Zielgeräten, wie Kontron mitteilt. Die Lösung eignet sich für den industriellen Einsatz und skaliert auch für großflächige Rollouts. Neben dem sicheren Fernzugriff profitieren Anwender von erweiterten Einsatzmöglichkeiten wie Remote-Programmierung, Systemwartung und kollaborativem Support.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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