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Zahlen von Uniqa, News zu Pierer, Strabag, Research zu Kontron, wienerberger, Porr...

Die Uniqa hat Zahlen für das 1. Quartal vorgelegt, die ein Wachstum bei den verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung von 13,2 Prozent auf 2.472,5 Mio. Euro zeigen (1 – 3/2024: 2.184,3 Mio. Euro). „Gemeinsam mit einem exzellenten versicherungstechnischen Ergebnis – unsere Combined Ratio nach Rückversicherung sank auf 88,2 Prozent – macht es das starke Wachstum von 13,2 Prozent möglich, die Turbulenzen auf den Kapitalmärkten infolge des von den USA ausgelösten Zollkonflikts und ein damit zusammenhängendes, schwächeres Finanzergebnis mehr als nur zu kompensieren“, kommentiert Uniqa-CEO Andreas Brandstetter. Der Versicherungsumsatz – die versicherungstechnischen Erträge nach IFRS 17 – der Uniqa Group stieg im 1. Quartal 2025 um 10,3 Prozent auf 1.751,2 Mio. Euro (1 – 3/2024: 1.587,9 Mio. Euro), wozu laut Uniqa alle Sparten und Segmente beigetragen haben: Das Kapitalanlageergebnis sank laut Uniqa in den ersten drei Monaten 2025 aufgrund der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten auf 108,8 Mio. Euro (1 – 3/2024: 237,5 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern der Uniqa Group verbesserte sich um 4,1 Prozent auf 151,1 Mio. Euro (1 – 3/2024: 145,1 Mio. Euro). Das Konzernergebnis (nach Steuern und Minderheiten) erhöhte sich um 10,9 Prozent auf 118,6 Mio. Euro (1 – 3/2024: 106,9 Mio. Euro). Die regulatorische Kapitalquote nach Solvency II, die als Gradmesser für die Kapitalisierung gilt, lag bei Uniqa per Ende März 2025 bei rund 274 Prozent. Für die Jahre 2025 bis 2028 will der Versicherungskonzern pro Jahr durchschnittlich um 5 Prozent bei den verrechneten Prämien wachsen, die Erträge um durchschnittlich 6 Prozent erhöhen, die Pay-out-Ratio im Rahmen von 50 bis 60 Prozent halten und den Aktionär:innen eine jedes Jahr wachsende Dividende pro Aktie bieten, heißt es im Ausblick. Die Erwartungen hinsichtlich eines starken Wachstums über dem BIP würden sowohl auf gezielten Vertriebsaktivitäten als auch auf Anpassungen im Zusammenhang mit Inflation und Indexentwicklungen basieren, wie es heißt.

Die Pierer Industrie AG teilt mit, dass sie mit der Bajaj BV eine Call-Optionsvereinbarung abgeschlossen hat, welche es der Bajaj BV ermoglicht, bis Ende Mai 2026 die Anteile der Pierer Industrie AG an der Pierer Bajaj AG und somit indirekt die Kontrolle über die Pierer Mobility AG zu erwerben. Erst nach Vorliegen samtlicher regulatorischer Freigaben konnen Aktien unter dieser Call-Option an die Bajaj BV ubertragen werden, wie es heißt.

Strabag eröffnete auf dem Areal einer ehemaligen Fassfabrik im 23. Bezirk ein Reallabor für nachhaltiges Bauen. Auf circa 1.200 m2 entsteht ein Forschungsraum für alternative Baustoffe, der gleichzeitig Werkstatt für Kunstschaffende des Strabag Kunstforums sowie Ausstellungsort für alternative Bauprodukte ist. Aktuell bietet das Reallabor Raum für fünf Künstlerwerkstätten sowie für die Ausstellung von 14 Baustoffprodukten, darunter auch Halb- und Vollfertigteile aus Holz oder CO2-reduziertem Beton, die ökologische und effiziente Bauverfahren ermöglichen. Zukünftig soll der Ort auch als Eventlocation nutzbar sein.

Research: Die Analysten der Erste Group bestätigen die Kauf-Empfehlung für Kontron und erhöhen das Kursziel von 26,46 auf 30,0 Euro.

Die Analysten von Barclays nehmen die Coverage für wienerberger mit einem Overweight-Rating und Kursziel 42,0 Euro auf.

Die Analysten von Raiffeisen Research stufen die wienerberger-Aktie weiter mit Kauf und Kursziel 36,0 Euro ein. Sie begründen: "Die Endmarktentwicklung wird für Wienerberger im Jahr 2025 noch keinen merklichen Rückenwind bringen, die erwartete Margenverbesserung wird deshalb eher von Kostensenkungen und Preissteigerungen abhängig sein, letztere werden bereits ab dem zweiten Quartal angewendet. Ab 2026 dürften sich dann das deutsche und das US-amerikanische Infrastrukturprogramm spürbar in den Auftragsbüchern niederschlagen. Erste Anzeichen einer nachfrageseitigen Bodenbildung mehren sich und die Auftragslage erhält erste Impulse, wenngleich diese eher in der Zukunft liegen. In der Zwischenzeit positioniert man sich durch die Integration getätigter Zukäufe, von der US-Zollthematik bleibt man aufgrund der lokalen Produktion und Distribution weitestgehend unberührt. Wir gehen davon aus, dass die Aktie auf kurze Sicht vermutlich weiterhin in einer gewissen Bandbreite schwanken wird. Wir sind jedoch auch der Ansicht, dass das erhebliche Ertragspotenzial selbst bei Konsensprognosen oberhalb der mittelfristigen Guidance die klare strategische Ausrichtung und die gefestigte Marktposition (mit den getätigten und nun integrierten Akquisitionen) noch nicht adäquat im Aktienkurs diskontiert werden."

Die Analysten von SRC Research stufen die Porr-Aktie nach Zahlen-Bekanntgabe weiter mit Kaufen ein, erhöhen das Kursziel aber von 31.0 auf 35,0 Euro. Sie meinen: "Uns gefällt neben dem profitablen Wachstum und der Technologieführerschaft bei wichtigen Zukunftsthemen auch die weiter verbesserte bilanzielle Situation des Unternehmens. Das bilanzielle Eigenkapital stieg leicht von 815 Mio. Euro auf 834 Mio. Euro trotz Rückzahlung von 46,5 Mio. Euro Hybridkapital im Februar. Die Eigenkapitalquote stieg ebenso leicht von 19,7 Prozent auf 19,8 Prozent. Der Kurs der Porr-Aktie stieg seit Jahresbeginn kräftig um 77 Prozent und vor dem Hintergrund der zahlreichen nationalen und EU Förderprogramme für Infrastruktur und des sehr guten Jahresauftakts gehen wir von weiter steigenden Kursen aus."

Die Analysten der Erste Group stufen das Rating für die Strabag-Aktie von "Buy" auf "Accumulate" zurück, passen aber das Kursziel von 66,3 auf 91,6 Euro an.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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