Wiener Börse News

Zahlen von UBM, VIG, ASTA, News zu Reploid, Andritz, Bajaj Mobility, Strabag, Research zu Porr

Die UBM verzeichnet im 1. Quartal ein positives Ergebnis: Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf +0,3 Mio. Euro (Vorjahresquartal: -6,3 Mio. Euro), das Ergebnis nach Steuern drehte von -6,6 Mio. Euro auf nunmehr +0,3 Mio. Euro. Der Immobilien-Entwickler erwirtschaftete eine Gesamtleistung von 95,3 Mio. Euro, was einer Steigerung um 62,6 Prozent zum Vorjahresquartal entspricht. Die Wohnungsverkäufe bleiben laut UBM auf dem Rekordniveau von 2025. Auf Nachfrage teilt UBM mit, dass im 1.Quartal 2026 insgesamt 88 Einheiten verkauft wurden (+1 zum Q1 2025). Bei weiteren 86 Wohnungen würde es Reservierungen bzw. bereits Anzahlungen geben, so ein Sprecher. Das Eigenkapital verbesserte sich um 7,6 Prozent auf 376,9 Mio. Euro, die Nettoverschuldung wurde 8,3 Prozent auf 483,6 Mio. Euro reduziert, die liquide Mittel stiegen um 43,1 Prozent auf 168,4 Mio. Euro.  Aufgrund dieser soliden Finanzposition wird laut UBM neben der Rückzahlung der fälligen Sustainability-Linked UBM-Anleihe 2021 ebenso die Sustainability-Linked Hybridanleihe 2021 vor dem Step-Up Termin zurückbezahlt werden. Zwischen Juli 2027 und Oktober 2029 sind keine weiteren Anleihen-Rückzahlungen fällig. Der positive Trend im Premium-Wohnsegment setzt sich im Jahr 2026 fort. UBM wird dementsprechend die Umsetzung ihres Premium- Segments mit starkem Fokus auf Holz-Hybrid und erneuerbarer Energie ungebremst fortsetzen, wie es heißt. Verkäufe von Bestandsobjekten und nicht-strategischen Assets stehen im Fokus der kommenden Quartale, um so Cash für Bezahlbares Wohnen freizusetzen, so das Unternehmen. Das Cash-Freisetzungspotenzial liegt laut Q1-Bericht bei über 300 Mio. Euro. „Es liegen alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Portfolio-Rebalancing vor“, meint UBM-CEO Thomas G. Winkler.

Die Vienna Insurance Group (VIG) hat die verrechneten Prämien im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent auf 4.857 Mio. Euro steigern können. Die höchsten Steigerungsraten weisen die Segmente Tschechien (+8,4 Prozent), Polen (+ 5,0 Prozent), Erweiterte CEE (+5,0 Prozent) und hier vorrangig Ungarn, Slowakei, Bulgarien sowie das Segment Österreich (+4,5 Prozent) auf.  Beim Ergebnis vor Steuern konnte eine Erhöhung von 18,8 Prozent auf 310,3 Mio. Euro verzeichnet werden. Das Plus kommt laut VIG aus den Segmenten Spezialmärkte, Polen, Erweiterte CEE und Österreich. Die Netto Combined Ratio konnte im 1. Quartal 2026 um 0,5 Prozentpunkte auf 91,8 Prozent verbessert werden. Die Versicherungstechnischen Erträge ausgestellter Versicherungsverträge sind um 9,1 Prozent auf  3.425 Mio. Euro gestiegen. Die Solvenzquote der Gruppe betrug zum Ende des ersten Quartals 2026  290 Prozent. „Auf Grund unserer sehr erfreulichen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2026 bestätigen wir unseren Ausblick, für 2026 ein Ergebnis vor Steuern innerhalb einer Bandbreite von 1,25 bis 1,30 Mrd. Euro (exklusive Nürnberger) zu erzielen“, kommentiert Hartwig Löger, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Vienna Insurance Group. "Auf Basis unserer ausgezeichneten Kapitalstärke sind wir in der Lage, attraktive Expansionsmöglichkeiten gezielt zu nutzen und unsere langfristige strategische Positionierung weiter auszubauen," ergänzt er.

Andritz erhält einen Auftrag von National Power Supply Public Company Limited (NPS) für einen Rückgewinnungskessel und eine Eindampfanlage für ein neues Bioenergie-Kraftwerk in Tha-Toom, Thailand. Der Auftragswert liegt im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich und ist im Auftragseingang von Andritz für das erste Quartal 2026 enthalten. Der  Rückgewinnungskessel wird aus Schwarzlauge, einem Rückstand aus der Zellstoffproduktion, Dampf erzeugen, der zur Produktion von grünem Strom für das Werk und das öffentliche Stromnetz genutzt wird. Die zurückgewonnenen Chemikalien werden in der Zellstoffherstellung wiederverwendet und tragen so zu einem kreislauforientierten Betrieb bei. Die Inbetriebnahme der beiden Anlagen ist laut Andritz für das zweite Quartal 2028 geplant.

Die börsenotierte österreichische ASTA Energy Solutions AG, Hersteller von kupferbasierten Lösungen für Energiesysteme, hat Zahlen für das 1. Quartal veröffentlicht.  Der Nettoumsatz konnte um 15,3 Prozent auf 196,4 Mio. Euro gesteigert werden, während die Netvalue Sales (Nettoumsatzerlöse bei denen die an Kunden weitergereichten Materialkosten im Wesentlichen nicht enthalten sind) einschließlich der Veränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse um 35,7 Prozent auf 46,4 Mio. Euro gesteigert werden konnten. Getragen ist das Plus von der anhaltend starken Nachfrage in ASTAs Kernmärkten innerhalb der globalen Transformatoren und Generatorenindustrie, wie das Unternehmen betont. Das bereinigte EBITDA stieg um 68,6 Prozent auf 17,2 Mio. Euro, die EBITDAMarge bezogen auf den Nettoumsatz verbesserte sich auf 8,8 Prozent (Q1 2025: 6,0 Prozent). Wesentliche Treiber hierfür waren eine verbesserte Preissetzung, steigende Verkaufsvolumina sowie Effizienzsteigerungen im operativen Geschäft. Das Ergebnis erhöhte sich auf 6,3 Mio. Euro (Q1 2025: 0,9 Mio. Euro). Der Börsengang im Januar 2026 hat die finanzielle Position von ASTA gestärkt. Zum 31. März 2026 wies die Gesellschaft eine NetCashPosition von 38,6 Mio. Euro aus. Die IPO-Erlöse werden für gezielte Kapazitätserweiterungen, unter anderem in Indien und China sowie durch den laufenden Ausbau der Produktionsstandorte in Bosnien und Herzegowina eingesetzt. CFO DanielaKlauser: „Nach dem Börsengang verfügen wir über eine deutlich gestärkte Bilanz, die uns die nötige Flexibilität gibt, unsere Wachstumsstrategie diszipliniert umzusetzen und gleichzeitig unsere Finanzierungsstruktur weiter zu optimieren.“ Für das Gesamtjahr erwartet ASTA weiterhin eine solide Geschäftsentwicklung und bestätigt die Guidance. Die Gesellschaft rechnet mit einem Nettoumsatz von über 790 Mio. Euro, Netvalue Sales von über 170 Mio. Euro sowie einem bereinigten EBITDA im Bereich von 55 bis 59 Mio. Euro, CEO KarlSchäcke: „Die Nachfrage in unseren Kernmärkten bleibt hoch, und wir setzen diese konsequent in langfristige Partnerschaften und gezielte Kapazitätserweiterungen um.“

Reploid hat einen Auftrag vom Kreislaufwirtschaftsunternehmen “PreZero Stiftung & Co. KG” aus Deutschland erhalten. Konkret liefert Reploid ihre ReFarmUnit-Technologie für den PreZero-Standort Buchen. Geplant ist, dass die ReFarmUnit im ersten Halbjahr 2027 in Betrieb gehen wird. 

Wie berichtet, ist KTM seit zwei Tagen mit Vorwürfen rund um die Enduro-Sportgeräte und deren Zulassung konfrontiert, was sich auch in der Aktien-Performance der Mutter-Gesellschaft Bajaj Mobility niederschlägt. Während Medien wie ORF, Standard, Spiegel oder ZDF von einem Abgas- und Zulassungsskandal berichten, wird auf Motorsport spezialisierten Medienportalen, wie etwa 1000ps.at, motorradundreisen.de oder motorradonline.de, darauf hingewiesen, dass es sich dabei um ein strukturelles, nicht neues und vor allem nicht nur die KTM-Gruppe betreffendes Thema handelt. "KTM steht hier stellvertretend für eine viel größere, alte und branchenweite Reibung zwischen Sportgerät, Homologation und europäischer Regulierung," meint etwa ein Redakteur von 1000ps.at, der darauf hinweist, dass es in anderen Ländern passendere behördliche Lösungen für diese Zulassungs-Thematik gibt. Fakt ist: KTM liefert die EXC-Modelle im zulassungsfähigen Zustand an die Händler. Die anschließende Entdrosselung für den Wettbewerbseinsatz sei gängige Praxis, mit der die Straßenzulassung erlischt. Das sei den Kunden bewusst und der Kunde würde dies auch unterschreiben, heißt es etwa auf Motorradonline. Sportenduros seien keine Alltagsfahrzeuge, das Fahrwerk sei härter und ihre Motoren seien sehr sensibel. Für bequeme Ausflugsfahrten seien diese Geräte nicht geeignet und in den überwiegenden Fällen auch nicht im Einsatz, betonen die Fach-Portale.

Strabag startet VC-Fonds: Wie Trending Topics berichtet, hat Strabag mit Loom Ventures einen Early-Stage-Fonds mit einem Volumen von 100 Milo. Euro lanciert. Der Fonds soll sich auf europäische InfraTech-Startups fokussieren. Hinter Loom Ventures steht die STRABAG Venture Capital GmbH mit Sitz in Wien.

Die Analysten von Jefferies bestätigen nach Q1-Zahlen die Kauf-Empfehlung für die Porr-Aktie und heben das Kursziel von 37,0 Euro auf 42,0 Euro an.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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