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Telekom Austria-Zahlen, News zu AT&S, Strabag, Marinomed, Wiener Privatbank, FACC, Research zu Bawag

Die A1 Telekom Austria Group hat Zahlen für das 1. Quartal präsentiert. Der Umsatz konnte um 3,9 Prozent auf 1.366 Mio. Euro gesteigert werden. Hier habe ein starkes Wachstum der Serviceumsätze in CEE (+11,5 Prozent) den Rückgang in Österreich ausgeglichen, wie das Unternehmen betont. Das EBITDA verbesserte sich um 4,6 Prozent auf 500 Mio. Euro, das EBIT um 7,5 Prozent auf 197 Mio. Euro. Thomas Arnoldner, stellvertretender CEO der A1 Group: „Wir haben eine sehr solide Leistung im ersten Quartal erzielt, mit einem Nettoergebnis, das auf 144 Mio. Euro stieg, ein Plus von 14,7 Prozent, und dem free Cashflow, der im Jahresvergleich um mehr als 50 Prozent (Anm. auf 235 Mio. Euro) zunahm. Dies spiegelt sowohl unsere stärkere operative Leistung als auch disziplinierte CAPEX-Werte wider."Das Kundenwachstum in der Gruppe wird als "stark" bezeichnet - die Gesamtzahl der Mobilfunkkunden ist um 12,5 Prozent auf 31 Millionen gestiegen, was laut dem Unternehmen hauptsächlich durch M2M angetrieben wird, während gleichzeitig die Nachfrage nach Breitband, TV und Internet@home-Diensten weiter wächst. CEO Alejandro Plater erläutert: „Unser Wachstumskurs setzt sich fort – CEE ist unser Wachstumsmotor, während wir in Österreich ein schwieriges Umfeld sehen." Für 2026 wird die Prognose für ein Gesamtumsatzwachstum von 2 bis 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr bestätigt. CAPEX ohne Frequenzen und M&A wird voraussichtlich etwa 750 Mio. Euro betragen, so das Unternehmen.
Seitens der Raiffeisen-Analysten heißt es in einer Kurzmitteilung zu den Zahlen: "Die Telekom Austria konnte im ersten Geschäftsquartal 2026 die Umsatz- und Gewinnerwartungen übertreffen, was erneut auf die stärkere Entwicklung des internationalen Geschäfts zurückgeführt werden konnte. Für das Jahr 2026 erwartet die Telekom Austria weiterhin einen Umsatzanstieg von 2-3 %, wobei ein wesentlicher Teil des Wachstums aus den höheren Umsatzerlösen aus Dienstleistungen und den internationalen Märkten stammen soll."

AT&S arbeitet seit mehreren Jahren an Glaskern-Substraten und baut derzeit gezielt die Kompetenzen auf, um diese Technologie in die industrielle Fertigung zu überführen, wie das Unternehmen mitteilt. Dazu zählen Durchkontaktierungen durch Glas (Through-Glass Vias) für vertikale elektrische Verbindungen, fortschrittliche Kupferstrukturierung sowie panelbasierte Fertigungsansätze für die zukünftige Hochvolumenproduktion. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Kompetenzzentrum für R&D und IC-Substrat-Produktion in Leoben. AT&S forciert nun die Entwicklung von Glaskern-Substraten für industrielle Anwendungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, High-Performance-Computing, Hochgeschwindigkeitskommunikation und Photonik, so das Unternehmen. Die Mikrochips für KI-Rechenzentren und moderne Netzwerke werden zunehmend größer und komplexer, wodurch konventionelle Substratmaterialien zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Stabilität, Signalqualität und Energieeffizienz können mit bestehender Technologie praktisch nicht mehr verbessert werden. Glas ist eine vielversprechende Alternative: Es bleibt plan, reduziert elektrische Verluste und ermöglicht hochpräzise Strukturen. Diese Eigenschaften sind ideal für die nächste Generation moderner Mikrochip-Packages, so das Unternehmen, wie AT&S erklärt. A „Glaskern-Substrate prägen die Systeme, die das KI-Zeitalter antreiben werden. Sie schaffen eine stabile Grundlage für größere und leistungsfähigere Chip-Packages und eröffnen neue Möglichkeiten, zum Beispiel optische Verbindungen direkt im Package“, erklärt Peter Griehsnig, CTO von AT&S.

Der Strabag-Aufsichtsrat hat das aktuelle Vorstandsteam für eine weitere Periode von 1.1.2027 bis 31.12.2030 bestellt. „Mit der Wiederbestellung aller fünf Vorstandsmitglieder setzen wir bewusst auf Kontinuität. Das Vorstandsteam hat das Unternehmen in herausfordernden Zeiten mit Weitblick und Stabilität geführt. Diese Erfahrung und die eingespielte Zusammenarbeit sind eine starke Basis, um auch künftig nachhaltiges, profitables Wachstum und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung sicherzustellen“, erklärt die Aufsichtsratsvorsitzende Kerstin Gelbmann.
Weiters wurde mitgeteilt, dass die Strabag AG die H&E Bohrtechnik GmbH mit Sitz in Stadtroda (Thüringen) übernimmt. "Die Akquisition stellt einen bedeutenden Zugewinn an technischer Kompetenz und Innovationskraft im Bereich der gesteuerten Horizontalbohrtechnik dar – einem Verfahren, das im modernen Leitungs und Tiefbau zunehmend an Bedeutung gewinnt," heißt es seitens Strabag. Alle 33 Mitarbeiter:innen werden übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die von H&E seit 2005 eingesetzte Horizontalbohrtechnik ermöglicht die grabenlose Verlegung von Leitungen, ohne Verkehrswege oder Naturflächen großflächig zu beeinträchtigen.

Marinomed Biotech steigt in das Zulieferungsgeschäft für Rezepturarzneimittel (magistralische Zubereitung) ein. Die Gesellschaft erwartet, dass kurz- bis mittelfristig mehrere Kunden Dienstleistungen auf Basis der Marinosolv-Technologie beauftragen werden. Erste Umsätze werden für das vierte Quartal 2026 bzw. Anfang 2027 erwartet. Ziel ist es, die laufenden Betriebskosten künftig über das so ausgebaute Servicegeschäft zu decken. CEO Andreas Grassauer erklärt: "Die Positionierung als Anbieter von Rezepturgrundlagen für Apotheken zur Herstellung von Rezepturarzneimittel eröffnet Marinomed eine zusätzliche, kurzfristig realisierbare Geschäftsmöglichkeit. Wir sind überzeugt, dass unsere Technologie und Lösungen einen klaren Mehrwert für die tägliche Arbeit von Apothekerinnen und Apothekern sowie für Patientinnen und Patienten bieten können, die auf individualisierte Arzneimittel angewiesen sind."

Die börsenotierte Wiener Privatbank hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer Ergebnis-Verbesserung abgeschlossen. "Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2024 ist es der Wiener Privatbank im Jahr 2025 gelungen, im UGBEinzelabschluss wieder ein positives Ergebnis zu erzielen. Auf Konzernebene wurde infolge zyklisch schwächerer Ergebnisse der Tochtergesellschaften ein überschaubarer Verlust ausgewiesen," fasst die Bank zusammen. Konkret belief sich das Konzern-Ergebnis vor Steuern auf -0,72 Mio. Euro (2024: –13,93 Mio. Euro) und das Konzernperiodenergebnis ohne nicht beherrschende Anteile belief sich in der Berichtsperiode auf rund -0,66 Mio. Euro (2024: -12,06 Mio. Euro). Im UGB-Einzelabschluss konnte die Bank ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 182.883,62 Euro  (2024: -12,95 Mio. Euro) ausweisen. Der Hauptversammlung am 8. Juni 2025 wird vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende auszuschütten. Des weiteren  informiert die Bank, dass Gernot Purgstaller, der bereits seit 2014 im Unternehmen ist, vom Aufsichtsrat neu in den Vorstand bestellt wurde.

FACC wurde als eines von zehn Unternehmen weltweit vom brasilianischen Flugzeughersteller Embraer mit einem Supplier of the Year Award ausgezeichnet. „Die Auszeichnung als ‚Supplier of the Year‘ zum dritten Mal in Folge ist eine außergewöhnliche Bestätigung unserer Arbeit und eine Würdigung der Leistungen unserer FACC-Crew. Sie unterstreicht nicht nur die technologische Exzellenz der FACC, sondern vor allem das tiefe Vertrauen, das uns Embraer als strategischem Partner entgegenbringt. Davon profitiert nicht nur die FACC, sondern der gesamte Luftfahrtstandort Österreich mit seinem starken Zuliefernetzwerk“, betont CEO Robert Machtlinger.

Research: Mediobanca bestätigt nach Q1-Zahlenvorlage die Outperform-Empfehlung für die Bawag-Aktie, reduziert aber das Kursziel von 194,0 auf 187,0 Euro.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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