Die Raiffeisen Bank International (RBI) erreichte im 1. Halbjahr 2026 ein Konzernergebnis (ohne Russland) in Hohe von 708 Mio. Euro, was einem Anstieg von 25 Prozent gegenuber der Vorjahresperiode (567 Mio. Euro) entspricht. Der Zinsuberschuss stieg im Periodenvergleich um 6 Prozent auf 2.187 Mio. Euro, der Provisionsuberschuss um 10 Prozent auf 1.068 Mio. Euro. Die Forderungen an Kunden im Kernkonzern stiegen im Vergleich zum Jahresende 2025 um 6 Prozent auf 107 Mrd. Euro. Die harte Kernkapitalquote der RBI ohne Russland betrug zum Ende des ersten Halbjahres 2026 15,5 Prozent. Bei der Berechnung dieser Kennzahl geht die RBI von einem Worst-Case-Szenario aus, in dem sie die Raiffeisenbank Russland entkonsolidieren muss und dabei deren gesamtes Eigenkapital verliert. Die NPE Ratio liegt bei 1,6 Prozent zum Ende des 2. Quartals 2026 (1,7 Prozent Ende 2025). Die Risikokosten im Kernkonzern betrugen im 1. Halbjahr 2026 110 Mio. Euro und lagen somit auf einem ahnlichen Niveau wie in der Vergleichsperiode (108 Mio. Euro). „In den kommenden Monaten werden wir intensiv an unserer neuen Strategie arbeiten, die einen klaren Fokus auf Wachstum und Profitabilitat legen wird“, sagte RBI-Vorstandsvorsitzender Michael Hollerer. Die beiden M&A-Projekte (Addiko, BBVA Garant) entwickeln sich laut der Bank planmäßig.
Die geplante Akquisition der Permanent TSB Group Holdings durch die Bawag hat beim Scheme Meeting einen weiteren wichtigen Schritt erreicht. Die Aktionäre von PTSB stimmten der Transaktion mit 91 Prozent der abgegebenen Stimmen zu, zudem wurden alle damit verbundenen Beschlüsse im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung von PTSB mit den erforderlichen Mehrheiten angenommen, wie die Bawag mitteilt. Der Abschluss der Transaktion wird laut Bawag im 4. Quartal dieses Jahres oder im 1. Quartal 2027 erwartet und steht weiterhin unter dem Vorbehalt der Erfüllung oder des Verzichts auf die weiteren im Scheme Document an die PTSB-Aktionäre vom 15. Mai 2026 dargelegten Bedingungen, einschließlich der Genehmigung durch das High Court sowie der ausstehenden regulatorischen Zustimmung.
Dem Kontron-Aktionär Ennoconn Corporation wurden während der Annahmefrist des öffentlichen Pflichtangebots insgesamt 12.289.840 Aktien angedient, das entspricht etwa 19,5 Prozent der Stimmrechte. Ennoconn wird nach Abschluss der Transaktion keine Mehrheit der Stimmrechte halten. Gemäß den veröffentlichten Angebotsbedingungen behalten sich die Aktionäre das Recht vor, ihre Zustimmung zurückzuziehen, bis alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen eingeholt wurden. Daher wird die endgültige Teilnahmequote nach Abschluss des regulatorischen Überprüfungsprozesses festgelegt, wie Kontron mitteilt.
Sava Ivanov Dalbokov hat seinen Rücktritt von der Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats der Addiko Bank AG mit Wirkung zum 31. Juli 2026 bekannt gegeben. Dalbokov wird mit Wirkung zum 1. August 2026 eine operative Funktion innerhalb der Gruppe übernehmen und als Berater des Vorstandes zur Addiko Bank a.d. Beograd wechseln. Seine Position im Aufsichtsrat wird vorerst nicht nachbesetzt, teilt die Bank mit. Entscheidungen über eine künftige Besetzung werden im Rahmen der nächsten Hauptversammlung behandelt.
Die Barclays-Analysten stufen die Verbund-Aktie nach Zahlen-Bekanntgabe weiter mit "Equal Weight" und Kursziel 64,0 Euro ein.
Die Analysten der Baader Bank bestätigen die Verbund-Aktie mit Reduce und Kursziel 60,4 Euro. Sie meinen: "Verbund lieferte erneut schwache Zahlen: Das EBITDA im ersten Halbjahr 2026 sank im Vergleich zum Vorjahr um 25 % auf 1.061 Mio. € gegenüber den erwarteten 1.153 Mio. €. Dieser Rückgang ist auf einen sehr niedrigen Flusswasserkraftkoeffizienten von 0,68 zurückzuführen, der um 8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (0,76) und um 32 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt liegt. Dies steht in starkem Kontrast zum übrigen Europa, wo die Bedingungen in Frankreich normal waren und auf der Iberischen Halbinsel für EDP und Iberdrola Rekordwerte erreichten. Wir erwarten nur geringe Auswirkungen auf unseren Gewinn je Aktie (EPS) für 2026, der sich bereits am unteren Ende der Prognosespanne befand. Wir sehen bis zum Jahresende kaum noch Potenzial, insbesondere angesichts des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von ca. 20 und des EV/EBITDA-Verhältnisses von ca. 12,5 – kaum ein attraktiver Einstiegszeitpunkt für langfristig orientierte Anleger."
Die Analysten der Baader Bank stufen die Erste Group mit Reduce und Kursziel 122,0 Euro ein. Sie meinen: "Die Ergebnisse des zweiten Quartals lagen dank eines stärkeren Wachstums leicht über den Erwartungen. Dies veranlasste das Management, die Prognose für den ausgewiesenen Nettogewinn im Jahr 2026 leicht anzuheben. Der Nettogewinn wird jedoch durch mehrere einmalige oder nicht zahlungswirksame Aufwendungen im Zusammenhang mit der Integration der polnischen Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. Unsere Prognosen werden derzeit überprüft, wobei sich die Perspektive nur geringfügig ändert."
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